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Wie geht es dem Kibbuz Be’eri rund zweieinhalb Jahre nach dem verheerenden Terrorüberfall durch Palästinenser aus dem Gazastreifen? Ein Besuch vor Ort.
Yarden Zemach begrüßt die Filmcrew von „Faszination Israel“. Man kennt sich. Moderator Gottfried Bühler, Vorsitzender der ICEJ, gehörte zu den ersten Journalisten, die nach dem Terrorüberfall die Zerstörung im Kibbuz dokumentierten. Seither unterstützt die ICEJ Be’eri beim Wiederaufbau.
Einzelne Ruinen mit verkohlten Hauswänden und leeren Fensterhöhlen zeugen noch vom Grauen, das sich hier abgespielt hat. Doch inzwischen dominiert der Blick auf Baustellen: Von den mindestens 125 Häusern, die beim Terrorangriff zerstört wurden, sind die meisten inzwischen abgerissen. Auf den freigeräumten Flächen entstehen neue Häuser.
„Wir bauen den Kibbuz schöner und größer auf als zuvor“, versichert Yarden.
Dann sagt er einen Satz, den man in Israel häufig hört:
„Wir wählen das Leben!“
Beim Terrorangriff aus dem Gazastreifen am 7. Oktober 2023 wurden 1.200 Israelis ermordet und 251 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Be’eri gehörte zu den vom Terror besonders betroffenen Orten.
Yarden ist in Be’eri aufgewachsen. Sein ältester Bruder und viele Freunde starben am 7. Oktober bei der Verteidigung des Kibbuz. Yardens Eltern gehören zu den Überlebenden. Sie konnten sich im Sicherheitsraum ihres Hauses verbarrikadieren. Yarden war am Tag des Überfalls nicht in Be’eri.
Das Ja zum Leben empfindet er als Verpflichtung gegenüber den Opfern.
„Natürlich ist der Verlust meines Bruders immer gegenwärtig“, erläutert Yarden. „Aber wir werden uns an ihn erinnern – und weitermachen. Denn genau das würde er sich für uns wünschen.“
Yarden will die Erinnerung wachhalten an das, was in Be’eri geschehen ist. Aber zur Geschichte der Genozidversuche gehöre eben auch die Botschaft der Widerstandskraft des jüdischen Volks, sagt Yarden.
Nicht der Terror ist das Ende der Geschichte, sondern der Sieg des Lebens über den Hass.
Yarden führt das Filmteam durch das Neubaugebiet. Der deutsche Zweig finanziert den Wiederaufbau der Zahnklinik und ein therapeutisches Rehabilitations- und Begegnungszentrum.
Die meisten Bewohner leben derzeit noch immer in Übergangsunterkünften im Landesinneren, wohin sie nach dem 7. Oktober evakuiert wurden. Auch Yardens Tante und seine Eltern. Auch sie wollen zurückkehren.
Dass Christen dazu beitragen, das Leben in den Kibbuz zurückzubringen, berühre die Menschen in Be’eri zutiefst, erzählt Yarden.
„Die ICEJ hat uns vom ersten Tag an sehr geholfen. ICEJ-Teams haben sogar bei der Reinigung geholfen, bei Aufräumarbeit und bei der Obsternte“, erinnert sich der Israeli bewegt. „Es fühlt sich gut an, zu wissen, dass es Menschen gibt, die zu uns stehen. Danke!“
Bitte unterstützen Sie den Wiederaufbau von Be’eri mit Ihrer Spende. Verwendungszweck: WIEDERAUFBAU BE’ERI. Herzlichen Dank!
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