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Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Alijah und Soziales, besuchte nach dem jüngsten Raketenkrieg ein Trauma- und Resilienz-Zentrum, das drei Kilometer vom Gazastreifen entfernt liegt. Dank der Unterstützung von Christen weltweit kann die Christliche Botschaft helfen, dass die seelische Widerstandskraft von Kindern in Südisrael durch Kreativität gestärkt wird.
Esther Marcus, Direktorin des Zentrums, begrüßte Nicole voller Dankbarkeit für die Hilfe der ICEJ. Während des jüngsten Gaza-Konflikts heulte der Raketenalarm Tag und Nacht – unaufhörlich wurden Raketen auf die Region abgefeuert. „Ihr rettet Leben, ich danke euch, dass ihr mein Leben gerettet habt!“, sagte Esther. Bei einem Raketenalarm fand sie Schutz in einem Bunker, den die ICEJ in ihrem Kibbuz aufgestellt hatte. „Oft werde ich gefragt, ob man sich daran gewöhnt. Nein, niemals gewöhnst du dich daran, dass ein anderer versucht, dich zu töten. Aber wir lernen, es zu bewältigen und unsere Widerstandskraft zu stärken.“
Ausgebildete Therapeuten bieten traumatisierten Familien der Region im Resilienz-Zentrum Hilfe und Bewältigungsstrategien an. Bereits während der massiven Angriffe betreuten sie rund um die Uhr ein Notruftelefon. Mit Beginn der Waffenruhe bot das Zentrum Kindern und ihren Eltern Kurse an, um die traumatische Situation zu verarbeiten. „Hier lernen die Familien, mit ihrer Angst umzugehen“, erklärte die Direktorin. Auch Lehrer nehmen teil, um dann ihren Schülern zu helfen. Spenden von Christen aus aller Welt ermöglichen vielen Kindern die Teilnahme. „Dank eurer Hilfe können wir Arbeitsmittel, Spielzeug und Geschenke für die Kinder kaufen. Sie wissen, dass sie von Menschen unterstützt werden, die an sie denken und ihnen helfen, die Situation zu bewältigen. Gleichzeitig lernen sie, dass es wichtig ist zu geben und zu empfangen. Mit eurer Hilfe können wir nun hunderte Familien betreuen“, freute sich Esther.
Die Familien erhalten ein Hilfspaket, in dem sich u.a. das Buch „Die Farbe Rot” befindet. Es erklärt Kindern, was bei einem Raketenalarm (der in Israel Zewa Adom, „Farbe Rot“, heißt), passiert, und was sie im Alarmfall tun müssen. Ein Malbuch und bunte Stifte helfen Kindern, kreativ zu sein und ruhig zu werden, ein Stress-Ball kann geknetet oder an die Wand geworfen werden, um Frust rauszulassen, und Seifenblasen machen nicht nur Spaß, sondern helfen den Kindern, tief zu atmen und Stress abzubauen.
„Ich danke euch von Herzen!“, erklärte Esther. „Wenn ihr uns wieder besuchen könnt, werdet ihr sehen, dass wir eigentlich an einem sehr schönen Ort leben. Und ich bitte Gott, dass wir eines Tages Frieden haben werden.“
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