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Zum Laubhüttenfest besuchte unser Haifa-Team bedürftige Holocaust-Überlebende in der Region, die noch in ihren eigenen Wohnungen leben, um sie mit Lebensmittelpaketen zu beschenken.
Gershon (95) und Shoshana (90), beide in Rumänien geboren, empfingen uns mit Freude. Gershon, der drei Jahre im Transnistrien überlebt hatte, wiederholt immer wieder, wie glücklich er sei, in der jüdischen Heimat zu sein. „Israel ist das schönste Land der Welt“, betont er. Wir trinken gemeinsam Kaffee. Zum Abschied sagt Gershon immer wieder: „Dieser Überraschungsbesuch war ein großer Segen für uns.“ Das Ehepaar bekommt nur sehr selten Besuch. Obwohl ihm das Gehen schwerfällt, besteht er darauf, uns den ganzen Weg zurück zum Auto zu begleiten. Er schaut unserem Auto hinterher, bis wir um die Ecke verschwunden sind.
Yaacov, geboren in Litauen, ist ebenfalls bewegt von unserem unerwarteten Besuch. Wir setzen uns und er erzählt uns, wie es ihm geht. Er fühlt sich einsam und ist sehr gebrechlich. Er hat an Gewicht verloren und verlässt sein Haus nur noch selten, außer für Arzttermine. Seine Kinder besuchen ihn einmal pro Woche, aber die vielen Stunden dazwischen verbringt er allein. Dass wir uns Zeit für ihn nehmen, treibt ihm Tränen in die Augen.
Unsere Lebensmittelpakete werden sehr geschätzt, aber am meisten berührt die Senioren die Fürsorge und Liebe, die sie darin erkennen.
Am 14. September verstarb unsere liebe Bewohnerin Fanny Selekovitz im Alter von 96 Jahren. Wir hatten das Privileg, sieben Jahre lang mit ihr im Haifa-Heim zusammenzuleben. Sie stammte ursprünglich aus Rumänien. Zusammen mit ihrer Familie musste sie in ihrer Kindheit viel Leid erdulden, das tiefe Spuren in ihrem Leben hinterließ.
Fanny war eine liebevolle, kreative und starke Frau. Sie liebte die Kunst. Sie häkelte, malte und hatte Freude daran, Dinge schöner zu gestalten. Fast bis zu ihrer letzten Lebenswoche nahm sie an unseren Kunstkursen, Gymnastikkursen und anderen Aktivitäten teil, die wir veranstalten. Sie liebte unsere christlichen Mitarbeiter von ganzem Herzen. Wir alle und im Heimbewohner werden Fanny sehr vermissen.
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