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Der Sonderflug startet voraussichtlich im Februar: Dann dürfen die nächsten Mitglieder der jüdischen „Bnei-Menashe“ Gemeinschaft von Indien nach Israel einwandern. Die ICEJ hilft bei der Finanzierung.
Die Heimkehr nach Israel – hebräisch „Alijah“ – ist der Traum der jüdischen Gemeinschaft in Indien. Und das seit Jahrtausenden.
Ende November genehmigte das Kabinett von Premierminister Benjamin Netanjahu einen Fünfjahresplan zur Vollendung der Alijah der Bnei-Menashe Gemeinschaft – Nachkommen des alten israelitischen Stammes Manasse, die ihre jüdische Identität während ihres 2.700-jährigen Exils bewahrt haben. Aktuell hoffen etwa 5.800 Bnei-Menashe in Indien auf die Möglichkeit, „Alijah zu machen“. Rund 4.000 Bnei-Menashe sind während der vergangenen 20 Jahre nach Israel ausgewandert, rund die Hälfte davon mit Unterstützung der ICEJ. Die Bnei Menashe haben sich als segensreich für Israel erwiesen. Viele dienen mit Auszeichnung in der Armee. Sie bringen starke Familienwerte, Arbeitsmoral und tiefe Loyalität gegenüber dem jüdischen Staat mit.
Seit 2023 leiden die im indischen Bundesstaat Manipur verbliebenen Bnei Menashe unter schwerer ethnischer Gewalt zwischen lokalen Stammesvölkern. Ungefähr 1.000 Gemeindemitglieder wurden vertrieben, ihre Häuser und Synagogen zerstört. Viele leben deshalb in Flüchtlingslagern. Die Weltgemeinschaft interessiert sich nicht für ihr Schicksal. Nur die Entscheidung der israelischen Regierung gibt ihnen wieder Mut und eine Zukunftsperspektive. Doch die Alijah-Kosten sind für die Mitglieder des jüdischen Stamms unerschwinglich. Man muss mit rund 1.050 US-Dollar für die Vorbereitungen, für Visa, Dokumente und weitere Papiere rechnen. Rund 1.100 Dollar fallen für den Transport an, für die Unterkunft in Delhi während des Visumverfahrens und die Flugtickets. Insgesamt rechnet man mit knapp 2.000 Euro pro Alijah. „Wir sind für jede Spende sehr dankbar, egal in welcher Höhe“, betont deshalb ICEJ Direktor Almog Moskovich, der sich für die Alijah der Bnei Menashe einsetzt. Wichtig sei, dass die Chance genutzt werde, wenn sich im Februar tatsächlich die Möglichkeit zur Alijah für diese besondere jüdische Gemeinschaft ergebe. Es werde eine historische Chance sein, ist sich Moskovich sicher.
Die Alijah wird von der Jewish Agency geleitet und vorbereitet. Jeder Jude weltweit hat laut israelischem Gesetz das Recht, nach Israel einzuwandern. Vor der Einreise prüft Israel aber in jedem einzelnen Fall, ob aus rabbinischer Sicht alle Voraussetzungen für eine Einwanderung erfüllt sind. Rund 1.200 Mitglieder der noch in Indien wartenden Bnei Menashe haben den Interview-Prozess bereits durchlaufen, 95 Prozent die rabbinische Prüfung bestanden. Etwa 600 Juden, die nun auf ihre Alijah Chance warten, haben bereits eine strapaziöse 15-stündige Reise aus einer Konfliktzone hinter sich. Sie wurden mit Transportmitteln evakuiert, die von der Jewish Agency organisiert wurden. Es sind sehr emotionale Wochen für die indischen Juden. „Sie sind voller Sehnsucht und Hoffnung“, berichtet ICEJ Direktor Moskovich – weil sie erleben, dass ihre Alijah nun wohl tatsächlich endlich kurz bevorsteht.
Almog Moskovich war vor drei Jahren erstmals vor Ort bei der jüdischen Gemeinschaft in Indien, um den Menschen zuzuhören und zu erfahren, wie ihnen konkret geholfen werden kann. Damals versprach er, alles zu tun, um ihre Alijah möglich zu machen. „Nun hatte ich das Privileg, ihnen mitteilen zu können, dass wir unser Versprechen erfüllt haben“, freut sich Almog Moskovich. Gott selbst steht hinter diesem Versprechen. In Jesaja 43,5 verheißt Gott: „Ich will vom Osten deine Kinder bringen …“.
Das Schicksal der Bnei Menashe berührt den ICEJ-Direktor zutiefst. „Für mich persönlich schließt sich mit ihrer Alijah ein dreijähriger Kreis.“ Allerdings wird es vermutlich noch fünf Jahre dauern, bis die Alijah aller Bnei Menashe nach Israel abgeschlossen ist. Wir werden diese jüdische Gemeinde in Indien auch in den kommenden Jahren deshalb weiterbegleiten und unterstützen.
Wir haben uns zunächst verpflichtet, die Flüge, Mahlzeiten, Hotelaufenthalte und sonstigen Reisekosten für mindestens 100 Bnei Menashe aus der ersten Gruppe zu übernehmen, die voraussichtlich im Februar ausgeflogen werden kann. Wir unterstützen die Gruppe nach der Ankunft in Israel auch bei der Integration.
In den folgenden fünf Jahren sollen nach und nach weitere Flüge stattfinden. Vielen Dank, dass Sie die Alijah der Bnei Menashe mit Ihren Spenden und Gebeten möglich machen.
Bitte helfen Sie der gefährdeten jüdischen Gemeinschaft aus Indien nach Israel umzusiedeln.
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