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Bei der Arise Night am 23. Mai gab Gastredner Roar Sorensen aus Norwegen eine kernige und elementar wichtige Botschaft zu Israel. Hier eine Zusammenfassung seiner 7 Punkte:
Gottes Heilsplan kam durch das jüdische Volk in die Welt. Jesus wurde nicht in ein Vakuum geboren, sondern in eine jüdische Familie und Nation. Jesus war Jude, ebenso die Apostel und die ersten Gläubigen. Gott schuf und erwählte Israel mit einer besonderen Berufung: damit durch dieses Volk der Messias kommt und Rettung für alle Menschen möglich wird (Johannes 4,22).
Das Land Israel hat seit Gottes Bund mit Abraham eine göttliche Berufung. Es wird als „heiliges Land“ (Sacharja 2,16) und als „die Freude der ganzen Welt bezeichnet” (Psalm 48,2). Volk und Land sind Teil des gleichen, bedingungslosen Bundes von Gott mit Abraham (1. Mose 15).
Paulus erklärt im Römerbrief ausdrücklich, dass Gottes Berufung und Liebe für Israel bestehen bleiben (Römer 11,29). Die Kirche hat Israel nicht ersetzt, sondern wurde eingepfropft. Israel ist fortlaufender Teil von Gottes Heilsgeschichte, ja sogar die „Wurzel”, die unseren Glauben trägt (Römer 11,18). Gottes Liebe zum jüdischen Volk ist eine „ewige Liebe“ (Jeremia 31,3).
Das Land hat seine Wichtigkeit nicht verloren, und die Wiedergründung Israels stellt ein Zeichen göttlicher Wiederherstellung dar. Gott sammelt Juden aus allen Nationen zurück in ihre Heimat (Hesekiel 36,24). Zu unseren Lebzeiten! Jerusalem soll wieder aufgebaut und „zum Lobpreis der ganzen Welt“ werden (Jesaja 62,7).
Obwohl Israel ein säkularer Staat ist, der Fehler begeht, kann Gott dennoch durch ihn wirken. Die Bibel zeigt zweifellos, dass Gott unvollkommene, fehlerhafte Menschen sowie Nationen als seine Werkzeuge gebraucht. Gleichzeitig fordert Gott Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Demut (Micha 6,8), und prangert an, wenn diese fehlen.
Aller geschichtlicher und aktueller Antisemitismus lässt sich nicht logisch erklären - die Ursprünge sind geistlicher Natur. Wo immer Gott am Wirken ist, gibt es finstere Mächte die Kontroverse, Konflikt und Widerstand bewirken (Epheser 6,12). Durch ihre zentrale Rolle in der Heilsgeschichte sind das jüdische Volk und Land Israel die Zielscheibe schlechthin.
Ob sie es wissen oder nicht: alle Christen sind in ihrer Glaubensgeschichte engstens mit Israel verbunden. Wir dienen einem jüdischen Messias und benutzen ein jüdisches Buch als Fundament unseres Lebens. Deswegen ist Gleichgültigkeit gegenüber Israel nicht angemessen. Vielmehr sollten wir uns ein Vorbild an der Haltung Ruts aus der Bibel nehmen. Rut, eine nicht-Jüdin, sagte: „Dein Volk ist mein Volk und Dein Gott ist mein Gott“ (Ruth 1,16).
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