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In der Check-in-Warteschlange am Frankfurter Flughafen kommen wir mit einem Israeli ins Gespräch. „In welchem Hotel übernachtet ihr?“ „In Tel Aviv.“ „Wo genau?“, fragt er beharrlich. „Im Hotel namens ...“ „Aha, das Hotel gehört mir, ich bin der Besitzer.“ Er zückt sein Handy. Zwei Minuten später sagt er mit wohlwollendem Blick: „Ich habe für euch ein Zimmer-Upgrade, Snacks und Erfrischungsgetränke arrangiert.“
Genau wie dieser Hotelbesitzer uns etwas Gutes tun wollte, beschenkte der Besitzer Israels, unser himmlischer Vater, die jungen Erwachsenen auf der Arise Summer Tour reichlich. Gott ist der Schöpfer, ihm gehören alle Sandkörner, Sterne und Seerosen des Universums. Aber das Land Israel nennt er spezifisch „mein Land“, sogar „meinen Augapfel“. Und als Gastgeber beschenkte Gott die knapp 30 Reisegäste aus Deutschland, der Schweiz, Norwegen, Singapur und den USA über alle Maßen. Denn während der zehn Reisetage von Ende Juli bis Anfang August begleiteten uns eine Freude, Einheit und Atmosphäre der Anbetung, die wir so noch nicht erlebt hatten.

Die Reiseroute schlängelte sich von Tel Aviv über Caesarea Maritima, Karmel, Nazareth, den See Genezareth, die Golanhöhen, den Jordan, das Tote Meer, Shiloh bis zum Höhepunkt: Jerusalem, der „Stadt des großen Königs“ (Matthäus 5,35). Jonathan aus der Schweiz kommentierte: „Selbst ein Blinder wüsste, dass wir in Jerusalem sind. Die Atmosphäre ist so besonders.“
Sein berühmtes Zitat von diesem Moment hallt immer noch durch das Weltall: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“ Später im Leben besuchte Neil Armstrong Israel und beschrieb seine Vorfreude: „Ich bin gespannter, die Steine Jerusalems zu betreten, als ich es beim Schritt auf den Mond war.“
Wir von ICEJ Arise stimmen Herrn Armstrong zu. Eine Reise nach Israel richtet sich nicht an Geschichtsfreaks, die hobbymäßig irgendwo in der Einöde des Nahen Ostens archäologische Steine begutachten. Die leblosen Steine in Israel machen den Glauben lebendig, weil sie die Geschichte des lebendigen Gottes und seines Volkes erzählen! Sie ermutigen uns, zum „lebendigen Stein zu kommen“ (1. Petrus 2,4) – zu Jesus! Er ist der „kostbare Eckstein, felsenfest in Zion gegründet“ (Jesaja 28,16).

Bildung und Lehre bereichern enorm, ohne Zweifel. Aber unser Herzensanliegen ist vielmehr, Erlebnisse und Begegnungen zu ermöglichen, die den persönlichen Glauben und die Liebe zu Jesus vertiefen. Feedbacks wie das von Landon aus den USA beflügeln uns als Organisatoren: „Die Reise war augenöffnend, ermutigend und hat meinen Glauben verankert.“ Viele Teilnehmende erfuhren innere Heilung und schöpften Hoffnung für ihren Lebensweg.
Stellt euch vor, die Weltgeschichte würde rückwärtslaufen. Stellt euch vor, Jesus hätte grob in den Jahren 2000 bis 2033 in Zürich oder Berlin gelebt. Und 2000 Jahre später versuchten jüdische Fischer in Kapernaum, Gleichnisse Jesu rund um Kreditkarten und Bluetooth zu interpretieren. Sie würden nur Bahnhof verstehen! Obwohl, sie würden ja nicht mal Bahnhof verstehen.
Genauso kann es auch uns ergehen – aufgrund des fehlenden Kontexts. Die Arise Tour im Land der Bibel schuf viele Aha-Momente, in denen verwirrende oder vernachlässigte Bibelstellen plötzlich klick machten. Denn in Israel, vor allem auf Hügeln mit schöner Aussicht, kann man sich um 360 Grad im Kreis drehen und in allen Richtungen wimmelt es nur so von biblischen Orten. Oft sind Topografie und Geografie der Schlüssel zu einer Bibelstelle. Unser Reiseführer betonte mehrmals: „Ich zeige nur, aber das Land selbst spricht.“

Angesichts der Staatsgründung Israels bemerkte der einflussreiche Theologe Karl Barth: „Jetzt können wir es in der Zeitung lesen: Gott hält seine Versprechen.“ Die Arise Gruppe konnte das Wunder der Wiederherstellung Israels mit allen Sinnen wahrnehmen: sehen, fühlen, schmecken, hören und riechen. Dazu kommentierte Ingeborg aus Norwegen: „Israel kann man nicht beschreiben, man muss es erleben.“ Wir alle kamen neu ins Staunen über Gottes Treue, seinen Plan mit Israel und sein Herz für die ganze Welt.
An den Grenzen zu Syrien, Gaza und dem Libanon beteten wir für die arabischen Nachbarn und für Frieden in der Region. Viele vereinfachte und polarisierende Narrative verloren ihre Wirkung, weil wir nicht Schlagzeilen und Meinungen ausgeliefert waren, sondern Menschen vor Ort begegneten: Juden, Christen und Muslime mit ganz unterschiedlichen Geschichten. Israel mit eigenen Augen zu sehen, zuzuhören und Fragen zu stellen, hat den Blick auf das Land und die Situation im Nahen Osten nachhaltig geprägt. Kathlin aus Deutschland schilderte, dass sie Israel dank der Begegnungen nicht mehr in „Schwarz-Weiß-Tönen“ wahrnimmt.

Tiefe Trauer und Erschütterung erwarteten uns im Holocaustmuseum Yad Vashem und der Nova-Gedenkstätte. Am 7. Oktober 2023 verübten Hamas-Terroristen am Nova Festival und in umliegenden Kibbutzim das größte Massaker an Juden seit dem Holocaust. Ein Ehepaar aus der Reisegruppe sagte über den Schmerz und die Resilienz der Israelis: „Wir haben noch nie ein Volk erlebt, das Trauern und Tanzen so gut versteht.“
Den Abschluss bildete ein Vortrag von Jürgen Bühler über den Auftrag der ICEJ. Historisch war das Christentum „Erzfeind Nummer 1“ der Juden und hat in Jesu Namen Diskriminierung und Verfolgung gegenüber Juden bewirkt. Die ICEJ zeigt dem jüdischen Volk das wahre Gesicht von Jesus in Nächstenliebe und Trost. Und um Christen weltweit Gottes Bundestreue und Pläne mit Israel zu kommunizieren.
„Gott wartet darauf, dir hier in Israel zu begegnen.“ – (Johnson, Singapur)
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