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Hart setzten die Räder auf der Landebahn auf. Als das Gummi am 21. September 2023 den rauen Asphalt berührte, schrieben die Besatzung und 250 Fluggäste an Bord des Passagierflugzeugs Luftfahrtgeschichte. Denn erstmals landete ein Flugzeug aus Fidschi in Israel. Im Gepäck: Eine Botschaft an die Christen der Nationen.
Der Inselstaat Fidschi liegt auf der anderen Seite der Erde, zumindest von Israel aus betrachtet. Würde man in Jerusalem ein Loch graben, unendlich tief mitten durch die Weltkugel, käme man bei den Fidschi-Inseln wieder zum Vorschein.
19 Stunden Flug und eine Zwischenlandung in Hongkong lagen hinter den Fidschi-Christen. Die Männer trugen lange Röcke, ihre traditionelle Stammeskleidung, dazu allerdings moderne hellblau-türkisfarbene Hemden, bedruckt mit vielen Davidsternen. Die israelischen Medien waren entzückt und räumten den Berichten über die Fidschi-Besucher viel Platz ein in ihrer Berichterstattung.
In sämtlichen Reportagen und Interviews bezeugten die freundlichen Fremden ihre Liebe zum Gott Israels und zum jüdischen Messias. Denn alle Passagiere an Bord des Flugzeugs waren bibeltreue Christen. „Hundreds of Evangelicals take historic flight to Israel“, titelte die Jerusalem Post beeindruckt – Hunderte evangelikale Christen auf historischem Flug nach Israel.
Die Fidschianer waren gekommen, um mit dem jüdischen Volk das Laubhüttenfest „Sukkot“ zu feiern – weil in der Bibel steht, dass Gott ausdrücklich alle Nationen zum Fest in seine heilige Stadt einlädt. „Die Nationen werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest mitzufeiern“, heißt es im biblischen Buch des Propheten Sacharja 14,16.
Die ICEJ organisiert jedes Jahr das Laubhüttenfest für christliche Pilger aus aller Welt. 2023 waren Tausende Christen aus über 70 Nationen angereist. Doch kein Land war mit einer größeren Gruppe vertreten als der ferne Inselstaat.
Allerdings ist Sukkot Hochsaison in Israel, die teuerste Zeit für einen Besuch in Jerusalem – und die Fidschi-Inseln sind nicht mit Wohlstand gesegnet. Über die Hälfte der Fidschianer verdienen weniger als 6,85 US-Dollar pro Tag. Um die Reise finanzieren zu können, hatte mancher Reiseteilnehmer Haus und Grundstück verkauft.
Trotzdem reichte das Geld nur für den Hinflug. Die Fidschi-Pilger reisten mit einem One-Way-Ticket an!
Christen aus Europa und den USA reagierten mit Kopfschütteln und Unverständnis, als sie von den One-Way-Reisenden hörten. Doch die Fidschi-Christen blieben gelassen angesichts der Aufregung, die sie verursachten. Kritik konterten sie mit unerschütterlicher Zuversicht: „Gott hat uns aufgefordert, nach Jerusalem zu kommen“, erklärten die Fidschi-Christen. „Er weiß, dass wir nur den Hinflug bezahlen können. Also wird er für den Rückflug sorgen.“
Alle machten sich Sorgen um die Fidschianer, nur die Fidschianer nicht. Sie hielten fest an Matthäus 6,33: „Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“
Es war nicht nur die Sukkot-Einladung der Bibel, auf die sie sich beriefen. Unabhängig voneinander erlebten zwei führende christliche Leiter der Fidschis übereinstimmende prophetische Eindrücke. In diesen Visionen erhielten sie den Auftrag, zu Sukkot 2023 nicht nur mit einer kleinen Delegation anzureisen, sondern mit einem ganzen Flugzeug voller Christen – als Zeichen und Bekräftigung einer Botschaft, die sie den Christen der Nationen überbringen sollten.
Die bibelkundigen Fidschi-Christen erkannten die Brisanz ihres prophetischen Auftrags. Sie waren überzeugt: Mit der Übermittlung ihrer Botschaft würde ein neues Kapitel der Heilsgeschichte beginnen.
Die Botschaft der Fidschi-Christen an die Nationen lautete: Das Evangelium hat das Ende der Welt erreicht.
Das Laubhüttenfest 2023 endete am 7. Oktober mit dem islamistischen Terror-Überfall auf Israel. Der internationale Flugverkehr kam zum Erliegen. Viele ausländische Nationen starteten Evakuierungen für ihre in Israel festsitzenden Staatsbürger – auch Fidschi. Am 11. Oktober 2023 wurden alle Fidschi-Pilger mit einem staatlich organisierten Rückflug in ihre Heimat zurückgeflogen.
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