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Am Mittwoch, 11. Oktober 2017, ist das diesjährige ICEJ-Laubhüttenfest mit einem besonderen Gebetsgottesdienst und viel Lobpreis erstmals in der Davidzitadelle am Jaffator der Altstadt Jerusalems beendet worden, einem Ort, der an die unablässig vor Gott eintretenden Gebetswächter auf den Mauern Jerusalems erinnert (Jesaja 62,1+6). Dr. Jürgen Bühler, Präsident der ICEJ, begrüßte rund 700 Festteilnehmer am Stadttor und auf den Mauern Jerusalems und führte sie ins Gebet für Israel und die Nationen. "Wir dürfen niemals glauben, genug gebetet zu haben. Lasst es mich so sagen: Wir können niemals genug beten. Der Herr möchte, dass wir anteilnehmend und kontinuierlich als Gebetskämpfer für diese Nation, für Israel, eintreten“, erklärte Bühler. „Es gibt noch so viele Verheißungen, die noch erfüllt werden sollen.“ Angeleitet von verschiedenen Mitarbeitern und Nationalen Direktoren der ICEJ erhoben die Beter ihre Stimmen und traten für die Regierung und Sicherheit Israels, den Frieden und die Einheit Jerusalems, die messianischen Gemeinden, Christen im Nahen Osten und die Nationen ein sowie für die junge Generation, die ICEJ-Mitarbeiter und abschließend wurde auch für Kranke gebetet. Starker Lobpreis durchzog die kraftvollen Gebetszeiten. Jürgen Bühler verabschiedete die Festbesucher schließlich mit den Worten: „Nächstes Jahr in Jerusalem!“
Am Dienstagnachmittag, 10. Oktober 2017, hat mit dem beliebten Jerusalem-Marsch ein Höhepunkt des ICEJ-Laubhüttenfestes stattgefunden. Etwa 3.500 christliche Besucher des Laubhüttenfestes aus etwa 100 Nationen, darunter auch die deutsche, österreichische und Schweizer Delegation, zogen fröhlich durch die Straßen Jerusalems. Sie schwenkten die Fahnen ihrer Länder, sangen hebräische Lieder, grüßten die israelischen Zuschauer am Straßenrand mit „Chag sameach!“ (Frohen Feiertag!) und zeigten mit Worten wie "Wir lieben Israel!" und „Israel, du bist nicht allein!“ ihre Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk. Die christlichen Marschteilnehmer wurden begeistert und dankbar von den zuschauenden Israelis begrüßt: "Danke, dass ihr da seid, willkommen!" Kinder sammelten eifrig kleine Landesfahnen, welche von den Delegierten der verschiedenen Nationen verschenkt wurden. Neben den christlichen Festbesuchern nahmen auch viele israelische Organisationen, Soldaten, Polizisten, Belegschaften von Unternehmen und Vereine am Jerusalem-Marsch teil, der jedes Jahr von der Stadt Jerusalem organisiert wird.
Am Dienstagabend haben mehrere hundert israelische Gäste am Israelischen Gästeabend des ICEJ-Laubhüttenfestes teilgenommen. Musiker, Sänger und Tänzer sorgten mit bunten Tanz- und Musikdarbietungen für einen unvergesslichen und abwechslungsreichen Abend. Besondere Ehrengäste waren Bewohner des Heims der ICEJ für Holocaustüberlebende in Haifa, die mit Heimdirektor Schimon Sabag und einigen Mitarbeitern den weiten Weg von Haifa nach Jerusalem kamen, um an diesem Abend dabei zu sein. Haifa-Heim-Bewohnerin Judith Rosenzweig, die mehrere Konzentrationslager überlebt hat, darunter Auschwitz, freute sich, dass sogar noch mehr Nationen als beim letzten Mal dabei waren. Und Haifa-Heim Bewohnerin Rita erklärte: „Es ist absolut wunderbar!“ Die mitreißenden Rhythmen vor allem der Musiker und Tänzer von den Fidschi-Inseln ließen viele der Festteilnehmer und Gäste spontan von ihren Sitzen aufspringen und fröhlich mittanzen, darunter auch Rita und viele andere Holocaustüberlebende.
Rev. Juha Ketola, ehemaliger Internationaler Direktor der ICEJ, berichtete dem israelischen und internationalen Publikum vom vielfältigen Einsatz der verschiedenen ICEJ-Zweigstellen für Israel weltweit, darunter Israelkonferenzen, politische Einflussnahme durch Pro-Israel-Kundgebungen und Petitionen, Gedenken an den Holocaust und Gebet. Der Abend endete mit dem gemeinsamen Singen der HaTikva, der israelischen Nationalhymne.
Vier Veteranen des 55. Fallschirmjäger-Battalions der israelischen Armee, die während des Sechstagekrieges 1967 Ostjerusalem befreiten, sind im 50. Jahr der Wiedervereinigung Jerusalems besonders beim ICEJ-Laubhüttenfest geehrt worden. Die vier ehemaligen Soldaten und Erin Zimmerman, die Drehbuchautorin und Regisseurin des einzigartigen Dokudramas „In our Hands - the Battle for Jerusalem“ (In unseren Händen - Der Kampf um Jerusalem) von CBN (Christian Broadcasting Network), erhielten jeder eine besondere Auszeichnung. Das spannende Dokudrama, das vollständig in Israel gedreht wurde, stellt mit israelischen Schauspielern die Geschichte des 55. Fallschirmjäger-Battalions während des Sechstagekrieges nach, kombiniert mit historischen Archivaufnahmen und Interviews mit den Veteranen. CBN verteilte während des ICEJ-Laubhüttenfestes kostenlose DVDs des Films an die Festteilnehmer. Für die israelischen Gäste stellte die ICEJ DVDs mit hebräischen Untertiteln als Geschenk bereit.
Am Dienstagabend, 10. Oktober 2017, sind Victor Schlatter und seine Frau Elsie für ihre lebenslangen Leistungen für Israel und das jüdische Volk mit dem Nehemia-Award ausgezeichnet worden. David Parsons, ICEJ-Vizepräsident und Sprecher, übergab den Nehemia-Award an das Ehepaar Schlatter. Sie bauten Unterstützung für Israel in der asiatisch-pazifischen Region auf, wo sie 30 Jahre lang als Wycliff-Übersetzer im bewaldeten Hochland von Papua-Neuguinea lebten und arbeiteten, um die Bibel in die lokalen Sprachen der Einheimischen zu übersetzen. Das Paar hat vier Kinder. Bereits Anfang der 1980er Jahre besuchten die Schlatters das ICEJ-Laubhüttenfest in Jerusalem und brachten auch Besucher aus Papua-Neuguinea mit. Oft zahlten sie die Reise- und Konferenzkosten für diese Teilnehmer aus eigener Tasche und achteten darauf, eine tiefe Liebe zum jüdischen Volk und ein Verständnis für die zentrale Rolle Israels in Gottes Erlösungsplan an die pazifischen Gläubigen weiterzugeben. Als sich Victors Vortragdienste in der Region immer mehr in der südlichen Pazifikregion ausweiteten, kamen bald auch christliche Besucher von anderen Inselstaaten Ozeaniens nach Jerusalem zum Laubhüttenfest. Victor Schlatter wurde zum besonderen ICEJ-Vertreter der südpazifischen Inseln ernannt. Victors Dienst beeinflusste sogar die politische Führung vieler dieser Nationen, so dass sie Israel in internationalen Foren wie bei den UN unterstützen.