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Während Israel seine Holocaustmärtyrer und –Helden am „Yom HaShoa“ (Holocaustgedenktag) im April ehrte, berichteten die Medien, dass es weltweit einen Anstieg von Gewalt gegen die Juden gibt. In der Tat wird Juden in Norwegen und in Frankreich empfohlen, auf offener Straße keine Dinge zu tragen, die sie als Juden identifizieren. Antisemitismus ist keine Neuerscheinung auf der Weltbühne. Er hat eine Geschichte, die Tausende von Jahren zurückgeht. Vielen Leuten fällt es nicht schwer, Juden zu hassen, und sie klinken sich überall dort ein, wo sie ihren Hass rechtfertigen können. Sie geben sogar den Juden die Schuld an dem Angriff auf die Zwillingstürme von New York, trotz der erwiesenen Tatsache, dass bin Laden und seine Verbrecherbande sich lachend zu diesem Verbrechen bekannt haben!
Was ist aber der Grund für Antisemitismus? Oder anders gefragt, was sind seine Wurzeln? Sicherlich hat diese Frage die Köpfe der Gelehrten über Jahrhunderte beschäftigt, und ich möchte nicht den Anschein erwecken, als ob ich in dieser Kürze vollständig darauf antworten könnte. Jedoch möchte ich zu diesem Thema einige Gedanken zum Ausdruck bringen, die in der Bibel begründet sind.
Wir leben heutzutage in einer Welt, die im Allgemeinen das Übel nicht wahrhaben will und es ignoriert. Frühere Generationen, die mehr von der jüdisch/christlichen Ethik beeinflusst waren, hatten damit keine Probleme. Das Übel war real vorhanden und wurde definiert als Widerstand gegen die heiligen gerechten Liebesgebote Gottes. Je mehr jemand den „Werten Gottes“ widersprach, so sagt es uns die Bibel, umso mehr Böses kam aus ihm hervor. Und es war eben diese Herausforderung, die dem neu erschaffenen Menschenpaar im Garten Eden auferlegt wurde. (1. Buch Moses Kapitel 2, Verse 8-17)
Im 1. Buch Moses Kapitel 3 ist die Rebellion des Menschen gegen Gott aufgezeichnet, und mit dieser Auflehnung hielt das Übel Einzug in die Herzen der Männer und Frauen und so auch auf der ganzen Welt. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass danach Mord, Lüge, Betrug und Konflikte zu den ganz normalen menschlichen Erfahrungen gehörten. So ist es bis heute, wie die neuesten tragischen Ereignisse an der Technischen Universität von Virginia belegen. Das Übel ist überall und ergreift jedes Herz. Gott warnte Kain davor und beschwor ihn, sich nicht darauf einzulassen. (1. Mose 4, 4-7) Paulus bezog sich auf diese Realität, indem er feststellte, dass alle Menschen gesündigt haben und der Herrlichkeit Gottes ermangeln.“ (Römer 3, 23)
Obwohl es für manche schwer ist, das zu verstehen, bestätigt die Bibel die Existenz des Teufels uns seinen finsteren Anhängern in beiden Testamenten. Der Teufel war höchstpersönlich im Garten Eden und verführte Adam und Eva dazu, sich gegen Gott aufzulehnen und das Übel in sich aufzunehmen. Die Entscheidung lag ganz allein bei ihnen; der Teufel bot ihnen lediglich die Möglichkeit der freien Wahl. Adam zog das Übel Gott vor, und dadurch wurde er zum willigen Verbündeten „Satans“ – der Name bedeutet „Der Widersacher“. Auf unterschiedliche Art und Weise wiederholt sich dasselbe Drama von Generation zu Generation. Aber nicht alles Übel hat seinen Ursprung in der Menschheit. Es gibt unsichtbare Mächte, die jede Gelegenheit wahrnehmen, um Menschen für sich einzunehmen.
Sind diese Menschen erstmal vereinnahmt, sind sie bereit, die Taten des Bösen zu fördern, und dadurch widersetzen sie sich Gottes Absichten. Entscheidend für die Absichten Gottes aber ist die Nation Israel. Deshalb ist es ein fataler Fehler, die Existenz des Teufels zu leugnen! Wenn man nicht glaubt, dass er existiert, wird man nie dazu in der Lage sein, in vollem Umfang die Schrecken des Übels und des Antisemitismus zu erkennen. Hierin liegt die Botschaft des erstaunlichen Buches der Bibel genannt „Hiob“. (Hiob 1, 6-12)
In 1. Mose 12 wird uns wiedergegeben, was Gott tut, um sich der gefallenen Welt zu widmen. Wir haben nicht auf Ihn geschaut. Er kam jedoch und schaute auf uns! Er tat es, indem er sich einem Sumerer näherte, der Abram hieß. Dieser zog später nach Kanaan und wurde somit zum ersten Hebräer, welche man heute Juden nennt. Das war die „Morgendämmerung für die Erlösung der Welt“, und Israel ist das Herzstück davon. Erlösung ist jener Prozess, bei dem Gott die Menschheit zurückkauft von allem, was böse und übel ist. Israel ist das „Instrument“ dieser Welterlösung oder anders gesagt der „Befreiungsmechanismus“. Es ist das Mittel, wodurch Gott sich selbst in einer üblen Welt bekannt macht und nach der er sich ausstreckt. Aus diesem Grunde sagte Jesus: „Das Heil kommt von den Juden“, (Johannes 4,22), und Paulus behauptete, dass Israels Einzigartigkeit in zwei Dingen begründet sei:
Diese Wahrheit, in der keine andere Nation lebt, hat die Juden zur Zielscheibe gemacht für alles, was übel und böse ist – „Töte den Juden, und du tötest dadurch Gott und seinen Heilsplan für die Welt!“ Das ist der unheimliche, finstere Plan, der in den Herzen der Menschen lauert und der die Mächte der Finsternis antreibt. Er hat sich in der gesamten Menschheitsgeschichte manifestiert; seinen diabolischen Ausdruck fand er im Holocaust.
Johannes sah dieses Phänomen auf der Insel Patmos, als er „Die Offenbarung“ empfing. In Kapitel 12 dieser „Enthüllung“ sieht er eine Frau, die mit der Sonne, dem Mond und 12 Sternen bekleidet ist. Sie ist schwanger, wird aber bedroht. Vor ihr steht ein roter Drache, der mit allen möglichen Mitteln versucht, sie zu vernichten. Der Drache wird identifiziert als der Teufel!
Diese Bilder stehen im Zusammenhang mit dem 1. Buch Moses, Kapitel 37, wo Josef einen Traum hatte, in dem sein Vater, seine Mutter und seine elf Brüder als Sonne, Mond und 12 Sterne (einschließlich ihm selbst) dargestellt wurden. Nun, die Botschaft ist klar: Die Frau ist Israel! Sie wird bedroht, weil sie Gottes Erlösungsabsicht in die Welt gebärt. In dieser Rolle muss sie den Zorn von allem aushalten, was von Übel ist. Hier haben wir die Wurzel für den Antisemitismus.
Die Tatsache, dass die heilige Schrift die Existenz des Teufels bescheinigt, gibt der Menschheit noch lange keine Entschuldigung für die Rolle, die sie in der Ausübung des Antisemitismus spielt. Das menschliche Herz ist eine Zitadelle der Entscheidungen, Handlungen und Gedanken. Deshalb ist es vollständig für alle seine Taten verantwortlich. Das bedeutet, dass es willentlich Böses tut, es in sich hineinlässt und seine Ziele verfolgt. Es gibt keinerlei Entschuldigung für Antisemitismus. Haman zu Esthers Zeiten wurde von Gott dafür verantwortlich gemacht und zahlte seinen Preis. Und so werden alle anderen Antisemiten der Geschichte ihren Preis bezahlen müssen. Das wird auch in Zukunft so sein. Ich sage noch einmal, dafür gibt es keine Entschuldigung!
Heute ist der Anti-Semitismus zum Anti-Israelismus geworden. In vielen Ländern des Nahen Ostens werden Hitler und das Dritte Reich immer noch verehrt, und „Mein Kampf“ und die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“ sind immer noch frei verfügbar. Karikaturen stellen die Juden auf dieselbe Art und Weise dar, wie es die Nazis taten, und der Holocaust wird geleugnet. Die liberalen Linken sind auch gerade dabei, diese Gedanken aufzunehmen. Das zeigt immer noch, dass eine gute Bildung oder ein hoher Intellekt noch kein Schutz gegen dieses Übel sind. Die Nazi-Elite, die in der Villa Wannsee nahe Berlin im Januar 1942 die Ausrottung der Juden in Europa plante, bestand ausnahmslos aus hoch gebildeten Leuten. Einige von ihnen besaßen den Doktortitel in Rechtswissenschaft und Theologie!
Wahrheit – das ist die befreiende Wahrheit von Gottes Wort. Sie ist die einzig wahre Waffe gegen dieses Übel, weil sie zur Reue und Erlösung führt.
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