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Ein Blick hinter die Kulissen

Freiwilligendienst in Israel mit Worldwide Volunteers
Lisa Schmid
Eine Frau und ein Mann lächeln freundlich in die Kamera

Steffen Köpfer (45) von Worldwide Volunteers, einer langjährigen Partnerorganisation der ICEJ, ist Ende Januar gerade in Israel unterwegs, als ich ihn per Video-Anruf in Haifa erreiche.

Steffen, was genau macht Worldwide Volunteers? Was ist euer Bezug zur ICEJ?

Worldwide Volunteers ist eine christliche Entsendeorganisation im Bereich des internationalen Freiwilligendienstes mit Sitz in Friedrichshafen und Villingen-Schwenningen. Wir bieten jungen Menschen die Möglichkeit, einen staatlich geförderten Auslandseinsatz zu machen“ - über die Programme weltwärts und Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Unser Geschäftsführer Andreas Sohl ist langjähriges Vorstandsmitglied bei der ICEJ. Gerade im Bereich Israel arbeiten wir eng mit der ICEJ zusammen.

Wofür bist du bei Worldwide Volunteers zuständig? Erzähl uns etwas über dich persönlich.

Ich bin u.a. für die Volontärs-Betreuung zuständig und besuche gerade unsere sieben Freiwilligen hier in Israel. Ursprünglich stamme ich aus dem Schwarzwald und bin seit 24 Jahren glücklich mit meiner Frau Nine verheiratet. Mit unseren vier Kindern im Alter von 14 bis 21 Jahren leben wir in Konstanz am Bodensee. Wir sind Teil der Hillsong-Church.  Ich liebe diese Kirche und es macht mir große Freude zu sehen, wie junge Leute sich entwickeln.

Wie sieht die Volontärs- Betreuung konkret aus?

Ich habe gerade mit unseren Freiwilligen das sog. Zwischenseminar durchgeführt, es findet nach der Hälfte ihrer Einsatzzeit statt. Wir haben uns fünf Tage lang in einem christlichen Hostel hier in Haifa getroffen, um die Einsatzzeit zu reflektieren: Was ist bisher geschehen, wie geht es mir aktuell, wie sehen meine Zukunftsperspektiven aus? Die jungen Leute durften ganz viel selbst erarbeiten, und wir hatten sehr intensive Austauschzeiten. Ein gemeinsamer Ausflug nach Akko und Rosch Hanikra stand ebenfalls auf dem Programm.

Das Haifa-Heim der ICEJ gehört zu euren Einsatzstellen. Was hast du dort erlebt?

Ich konnte mich sehr ausführlich mit Yudit Setz von der ICEJ unterhalten, die ja vor Ort unsere Freiwilligen betreut.  Ihr Herz und ihre Vision, die Art und Weise, wie sie die Menschen liebt – nicht nur die Bewohner, sondern auch die Mitarbeiter und Volontäre – das hat mich echt beeindruckt. Wie viel an Herzblut und Leidenschaft investiert wird, um den Bewohner Würde zu geben...  Es ist viel mehr als nur ein „Heim“ – hier wird wirklich Leben geteilt. Unser aktueller Freiwilliger Josh wird von allen heiß geliebt. Wenn man diese herzlichen Beziehungen erlebt, bekommt man richtig Lust, dort mitzuarbeiten.

Welche weiteren Projekte betreut ihr in Israel? 

Unter anderem das Carmel Shelter bei Haifa, geleitet von Rita Tsukahira, das geflüchteten Frauen und Kindern aus Afrika Zuflucht bietet. Dort haben wir gerade eine Freiwillige, die zuvor schon mit Worldwide Volunteers in Ghana war. Nach einem halben Jahr in Deutschland hat sie sich nochmal für einen Israel- Einsatz entschieden. Sie war eine große Bereicherung beim Zwischenseminar und konnte den anderen viel mitgeben. Im Reuth Medical Center in Tel Aviv, einem Krankenhaus, haben wir drei Freiwillige und zwei weitere bei AKIM in Hadera. Sie kümmern sich um Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen.

Was ist der Vorteil eines Freiwilligendienstes mit Worldwide Volunteers? 

Unsere Volontäre werden gründlich vorbereitet und auch vor Ort gut betreut. Zusätzlich zum Zwischenseminar gibt es zwei Vorbereitungsseminare und nach der Rückkehr ein Re-Entry-Seminar. Ehemalige stehen als Ansprechpartner zu Verfügung. Es ist so toll zu sehen, wie unsere Freiwilligen bei ihrem Einsatz hinzulernen. Im Urlaub konsumiert man, doch beim Freiwilligendienst gibt man viel und lernt, auf eigenen Füßen zu stehen. Im beiliegenden Flyer gibt es weitere Informationen zu Worldwide Volunteers und unseren Angeboten.

(Foto: Steffen Köpfer mit Yudit Setz vor dem Haifa-Heim)

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