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Und plötzlich war Krieg. Die Gebetsreisegruppe der ICEJ war gerade dabei, am Flughafen von Tel Aviv die Koffer für den Rückflug aufzugeben, als der 12-tägige Iran-Israel-Krieg begann. Ein Interview mit Reiseleiter und ICEJ-Gebetskoordinator Christoph Scharnweber.
Warum eine Gebetsreise nach Israel – und gerade in dieser Zeit?
Scharnweber: Als deutscher Zweig der ICEJ haben wir schon seit 2023 jährlich spezifische Gebetsreisen angeboten, um dem Motto der ICEJ „Tröstet, tröstet mein Volk!“ auch auf der Ebene des Fürbittedienstes noch besser nachzukommen und besonders Israelfreunde, die im Gebetsdienst stehen, dazu sammeln und motivieren zu können. Jedes Jahr hatten wir über 35 Teilnehmer, was zeigt, dass dieses Angebot auch dankbar in Anspruch genommen wurde. Angesichts der gerade seit 2023 gewachsenen Bedrohung Israels und der jüdischen Menschen weltweit, ist das Gebet sicherlich besonders in dieser Zeit eine hervorragende Möglichkeit, den Entwicklungen nicht nur passiv gegenüberzustehen, sondern sich aktiv an der weiteren Entwicklung Israels und des Nahen Ostens dort vor Ort zu beteiligen.
Welche Orte waren Euch wichtig für gemeinsame Gebetszeiten?
Von den über 30 Orten, an denen wir bei der diesjährigen Reise gebetet haben, möchte ich folgende herausheben: Auf dem Karmelberg, auf den Golanhöhen an der Grenze zu Syrien, in Nazareth in einem christlich-arabischen Gebetshaus, in Jerusalem auf der Stadtmauer, dem Ölberg, im Gartengrab, vor der Knesset und im Gebetshaus „Succat Hallel“, an verschiedenen zerstörten Orten am Gaza-Streifen, in Tel Aviv vor der „Pride Parade“, die dann ausfiel, und auch ungeplant: im Süden Israels und in Ägypten. Überall war Gottes Gegenwart präsent, aber an den verschiedenen Orten haben wir auch immer einen unterschiedlichen Gebetsschwerpunkt gespürt, und dementsprechend auch spezifisch gebetet.
Du erwähnst den Begriff „ungeplant“. Was ist passiert?
Unser Rückflug sollte am Freitag, den 13.06. frühmorgens stattfinden, aber dann brach unmittelbar vor unserem Abflug der zwölftägige Krieg zwischen dem Iran und Israel aus und wir wurden nach einem kurzen Aufenthalt im Schutzbunker des Flughafens evakuiert und mussten wieder nach Jerusalem zurückkehren. In den nächsten Tagen und Nächten wurde der regelmäßige Gang zum Schutzbunker aufgrund der vielen Raketenangriffe für uns zum Alltag und wir haben diese plötzliche Änderung unserer Reiseablaufs so verstanden, dass wir die verlängerte Zeit in Israel für weitere Gebetsdienste nutzen sollen. Nachdem der Flughafen von Tel Aviv auch nach mehreren Tagen noch nicht wieder geöffnet wurde, sind wir als Gruppe auf Umwegen über Ägypten wieder nach Deutschland zurückgekehrt.
Welche Erfahrungen hat Ihr in dieser speziellen Gebetssituation im Krieg gemacht?
Ich möchte allen danken, die für uns in Deutschland in dieser kritischen Zeit der iranischen Raketenangriffe gebetet haben. Wir haben ihren Rückhalt deutlich gespürt. Da wir ja bereits vor Kriegsbeginn täglich in mehrfachen Gebetszeiten gestanden sind, haben wir diese einfach fortgesetzt und auch gespürt, dass es einerseits eine Herausforderung ist, ausgerechnet während der iranischen Angriffe im Krieg in Israel zu sein, andererseits aber gleichzeitig auch ein Vorrecht, genau in jenen entscheidenden Stunden in Israel selbst in der Fürbitte zu stehen und auch hautnah miterleben zu können, durch was die Israelis in diesen Tagen emotional, aber auch aus geistlicher Perspektive gegangen sind. Natürlich führen solche immer wiederkehrenden Raketenalarme in eine intensive Fürbitte, aber dadurch, dass wir bereits neun Tage vor Kriegsbeginn unsere Gebetszeiten im Land Israel begonnen hatten, waren wir spirituell so wach und geschärft, dass es uns möglich war, auch während des Krieges und der Evakuierung den Fokus auf unseren Gebetsauftrag nicht zu verlieren.
Was ist Euch nach dieser „verlängerten“ Reise als Erinnerung geblieben?
Viele Menschen in Deutschland haben uns nach der Rückkehr natürlich auf die Kriegszeit angesprochen und gefragt, wie wir uns während der Raketenangriffe und dann auf der Evakuierungsfahrt durch den Sinai in Ägypten gefühlt haben. Ich kann sagen, dass uns die Begegnungen, Gespräche und Gebete mit verschiedenen geistlichen Leitern, unseren Projektpartnern, aber auch den Einwohnern Israels, denen wir auf der Reise manchmal auch ungeplant begegnet sind, eindrücklich in Erinnerung geblieben sind. Diese Menschen sind ja seit langem den Raketenalarmen ausgesetzt, leider auch jetzt in diesen Tagen, während wir wieder in Deutschland angekommen sind. Von ihnen können wir viel lernen, sind aber auch aufgerufen, weiterhin für sie zu beten.
Hattet Ihr Angst während der Raketenangriffe?
Das israelische Raketenfrühwarnsystem ist sehr professionell und warnt meist frühzeitig vor kommenden Attacken. In unserem Jerusalemer Hotel haben wir uns sehr gut versorgt und aufgehoben gefühlt während der kritischen Tage. Unser Reiseguide Chaim Lavi, der uns am Flughafen Ben Gurion bereits verabschiedet hatte, kam extra wieder zu uns ins Hotel, um in den Herausforderungen bei uns zu sein. Deswegen würde ich weniger von „Angst“ sprechen, als vielmehr von der Sorge, ob und wie es uns gelingen wird, alle 37 Reiseteilnehmer in möglichst einem Flugzeug wieder ausfliegen zu können. Wir wollten die Gruppe nicht aufteilen – und dies ist auch gelungen, wofür wir sehr dankbar sind.
Wie geht es jetzt weiter mit der Gebetsarbeit?
Seit dem 7.10.23 beten wir an jedem Montag, Mittwoch und Freitag um 19.30 Uhr online. Hier sind die Zugangsdaten und Informationen auch über Präsenzgebete an vielen Orten in ganz Deutschland: https://de.icej.org/jesaja-62-initiative-der-icej
Wir laden herzlich ein, daran teilzunehmen und freuen uns auch bereits auf die nächste große Gebetskonferenz am 22. November 2025 in Nürtingen bei Stuttgart, wozu wir Rania Sayegh aus dem oben erwähnten christlich-arabischen Gebetshaus in Nazareth eingeladen haben.
Räumungsverkauf Jerusalem Boutique Michelstadt
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