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Zweimal begegnete Anton Adolf Hitler persönlich. Der Hitlerjunge war gläubiger Anhänger des Nationalsozialismus – und erlebte eine erstaunliche Wende.
Anton Schreiners Leben erinnert uns daran, wie wichtig es ist, unsere Jugend vor antisemitischer Indoktrination zu beschützen, gerade an Schulen, Universitäten und im öffentlichen Raum. Es erinnert uns aber auch daran, dass bei Gott nichts unmöglich und nichts verschwendet ist. ER kann alles zum Guten wenden. Keine Begegnung, kein Gespräch und kein noch so kleiner Schritt des Gehorsams sind vergeblich, wenn wir sie in Gottes Hände legen.
Die Begegnung mit Hitler war viele Jahre bedeutsam für den heranwachsenden Anton, doch eine andere Begegnung prägte ihn schließlich viel tiefgreifender: Als ihn viele Jahre später ein messianischer Jude herzlich in die Arme nahm, geschah etwas, das Anton nie vergessen konnte – der über Jahrzehnte eingeimpfte Hass auf das jüdische Volk schmolz in diesem Augenblick dahin. Es war, als fiele der Mantel des Antisemitismus, den ihm die nationalsozialistische Erziehung während seiner Kindheit übergestülpt hatte, einfach von ihm ab.
Anton Schreiner erkannte, dass sein Leben nicht durch den Tag bestimmt wurde, an dem er Adolf Hitler die Hand schüttelte, sondern durch den Tag, an dem er seine Hand Jesus, dem Messias Israels, reichte.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unser HERR die Dinge lenkt – auch bei der Bewahrung dieses außergewöhnlichen Lebenszeugnisses: 2016 arrangierte meine Frau ein Interview für unseren Freund Joshua Turnil. Er arbeitet für die Organisation „Juden für Jesus“ und wollte in seinem Newsletter ein Interview mit Anton veröffentlichen. Ich wiederum nutzte die Gelegenheit und stellte Anton Schreiners Interview auf meine Facebook-Seite. Dort stieß ein Jahr später der kanadische Regisseur Ronen Israelski bei seiner Suche nach Zeitzeugen, die Adolf Hitler persönlich begegnet waren, auf die Geschichte.
Im April 2017 reiste Israelski mit seinem Filmteam nach Linz und Antons Geschichte wurde Teil des Dokumentarfilms „The day I met Hitler“, der international mehrfach ausgezeichnet wurde. Rückblickend wird sichtbar, wie Gott scheinbar unabhängige Ereignisse miteinander verknüpfte. So wurde Antons Zeugnis für Menschen auf der ganzen Welt bewahrt.
Dabei gilt auch besonderer Dank Rolande Wozabal, die am 18. Mai 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Ohne sie hätten wir den Kontakt zu Anton erst gar nicht gehabt. Viele Jahre lang kümmerte sich Rolande sowohl geistlich als auch praktisch um Anton. Ihr Leben war Teil in dieser erstaunlichen Geschichte, die Gott auf wunderbare Weise zusammenfügte.
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