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"Mit ICEJ durften wir dieses Jahr endlich unseren ersten Hands-On-Einsatz durchführen, nachdem wir die Reise im vergangenen Jahr aufgrund des Angriffs auf den Iran leider absagen mussten.
Ursprünglich hatten sich fünf Personen für den Einsatz angemeldet. Aufgrund der angespannten Situation in Israel sowie verschiedener Flug- und Buchungsprobleme mussten jedoch mehrere Teilnehmer ihre Reise absagen, sodass schliesslich nur noch mein Vater und ich die Reise antreten konnten.
Wir waren im Kibbuz Hanita an der libanesischen Grenze im Einsatz. Unsere Aufgabe bestand darin, die Gärtner des Kibbuz zu unterstützen. So halfen wir unter anderem beim Zurückschneiden von Bäumen entlang der Strassen, beim Entfernen von Unkraut auf den Gehwegen sowie beim Anlegen eines neuen Blumenbeets.
Von Anfang an wurden wir herzlich aufgenommen. Besonders berührt haben uns die vielen Einladungen zum Abendessen. Dadurch lernten wir die Menschen vor Ort und ihre Lebensrealität besser kennen. Sie leben seit Jahren unter der Bedrohung des Raketenbeschusses durch die Hisbollah und tragen die Folgen dieses Konflikts tagtäglich mit sich.
Besonders bewegt hat uns die grosse Dankbarkeit der Menschen. Immer wieder wurde deutlich, wie viel es ihnen bedeutet, dass es noch Menschen gibt, die an der Seite Israels stehen und ihre Unterstützung zeigen. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus weltweit wieder deutlich spürbar ist, waren diese Begegnungen für uns sehr eindrücklich und ermutigend." - Philip Nussbaumer
"Es war meine erste Reise nach Israel. Ich hatte bis dahin eine falsche Vorstellung von einem Kibbuz, nämlich dahingehend, dass es sich um einige Häuser mit Schwerpunkt Landwirtschaft handelt. Dem ist aber nicht so. Hanita ist ein Kibbuz-Dorf mit rund 700 Einwohnern. Ein Highlight: Hanita ist an einem Hang gelegen mit einer wunderschönen Aussicht bis nach Haifa. Wir lernten auch „ehemalige“ SchweizerInnen kennen, die 50 und mehr Jahre im Kibbuz leben – sie können sich nicht vorstellen in die Schweiz zurückzukehren, trotz des jahrelangen Konflikts mit der Hisbollah.
Auch wir erlebten diesen Konflikt während unseres Aufenthalts, fühlten uns aber sicher. Die Menschen im Kibbuz gehen mit der Situation erstaulich gut um. Sie sind offen, herzlich und machen das Beste aus jedem Tag.
Mein Fazit: Als Schweizer den Ordnungsanspruch ein bisschen nach unten korrigieren! Über alles gesehen, war es eine gute und interessante Erfahrung, die ich gerne weiterempfehle." - Toni Nussbaumer
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