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Im Rahmen der ICEJ Academy wurde ein Einsteigerkurs für Hebräisch angeboten. Die Resonanz war sehr groß. Eine hoch motivierte Gruppe an „Talmidim“ (Lernende) traf sich ab März zweimal monatlich zum Unterricht.
Sacharja 4,10: „Denn wer hat die kleinen Anfänge verachtet? Sie alle sollen sich freuen, wenn sie den Schlussstein in Serubbabels Hand sehen“.
Nach diesem Motto wagten wir uns an den riesigen Berg der hebräischen Sprache heran. Wir wollten uns nicht abschrecken lassen, sondern haben uns mit festen, sicheren Schritten auf den Weg gemacht. Unsere erste Herausforderung war das Erlernen der 22 hebräischen Buchstaben, das Aleph-Beth. Diese Hürde haben alle Teilnehmer mit Bravour gemeistert und wir haben gemeinsam lesen und schreiben gelernt! Anhand eines Lehrbuches haben wir viele wichtige Vokabeln kennengelernt und die hebräische Grammatik studiert, bis uns der Kopf geraucht hat. Wir haben Texte gelesen und durch unterschiedliche Konversationsübungen gelernt, miteinander hebräisch zu sprechen. Ein vielfältiges Programm, bei dem das Lernen keine Sekunde langweilig geworden ist. Im Gegenteil: die 90 Minuten vergingen wie im Flug.
Jede Lehreinheit wurde mit einer Lektion „Schätze hebräischen Denkens“ beendet. Wir beschäftigten uns mit biblischen Wortanalysen und betrachteten die Grundbedeutung biblischer Begriffe. Wir machten unbekannte Wortentdeckungen und erlangten viele neue Spracherkenntnisse. Das Eintauchen in die hebräische Sprache birgt einen großen Gewinn für unseren christlichen Glauben und motiviert zum genaueren Lesen der Bibel.
Wir beobachten bei der ICEJ, dass bei vielen Christen in jüngster Zeit der Wunsch aufsteigt, sich mit der hebräischen Sprache zu beschäftigen. Wie ein Wehen des Geistes Gottes, der uns Menschen durch die Originalsprache der Bibel in ein tieferes Verständnis führen möchte. Ein hoffnungsvolles Signal, dass gerade deutsche Christen so kurze Zeit nach Ende des Holocausts die Schätze der hebräischen Sprache und der jüdischen Kultur entdecken möchten. Dies schafft neue Brücken und Verbindungen zu unseren jüdischen Freunden. Gegenseitiges Verstehen und Kennenlernen ist ein tragendes Fundament für ein zukünftiges Miteinander. Und was ist das Resultat? Wir entziehen dem Antisemitismus weiter den Nährboden! Bildung gegen Vorurteile!
Wir wollen nicht den Tag des geringen Anfangs verachten. Bei Gott fangen die Dinge oft klein und im Verborgenen an. Das ist eine große Ermutigung für unser persönliches Leben. Wir möchten die kleinen Anfänge wertschätzen, weiter lernen mit dem Ziel vor Augen. Was für ein Moment der Freude wird es sein, wenn wir den Berg erklommen haben. Eine Vorfreude, die uns Ausdauer gibt! Diese Erkenntnis betrifft nicht nur unseren Hebräischkurs, sondern viele andere Herausforderungen in unserem Leben.
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