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Hoffnung für Ismael – Frieden für Israel

Palästinenser und Israelis bei ICEJ-Konferenz in Stuttgart
Birte Scholz
Hoffnung für Ismael – Frieden für Israel - eine Gruppe von Menschen auf einer blau ausgeleuchteten Bühne in einer Reihe nebeneinander stehend

Ende April hat wieder eine größere ICEJ-Konferenz in Stuttgart stattgefunden. Rund 700 Israelfreunde waren vor Ort in Stuttgart oder per Livestream dabei. Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland, begrüßte die Gäste aus Israel, den jüdisch-messianischen Musiker Shilo Ben Hod mit seiner Lobpreisband und den Palästinenser Tass Saada, ehemaliger Terrorist und Fatah-Kämpfer unter Jassir Arafat. Tass berichtete, wie er Jesus begegnete und anfing, die Juden zu lieben.

Frieden ist möglich

„Im März war ich in Israel und habe in Gusch Etzion Palästinenser und orthodoxe Juden bei einem gemeinsamen Workshop getroffen“, berichtete Gottfried Bühler. Frieden in Israel sei möglich. „Gottes Verheißungen erfüllen sich, weil Gott über sein Wort wacht. Was würde geschehen, wenn mehr Christen für die arabische Welt beteten? Es gibt eine Lösung für den Konflikt, das ist Jesus. Tass Saada ist ein Palästinenser, den Gott gebraucht, um seine Absichten mit den arabischen Völkern zu erreichen.“ Gemeinsam mit ICEJ-Gebetskoordinator Christoph Scharnweber leitete Bühler ins Gebet für deutsche Politiker, eine israelfreundliche Haltung Deutschlands und gegen Genehmigungen antiisraelischer Demonstrationen, auf denen wie kürzlich u.a. in Berlin und Hamburg antijüdische Parolen gerufen werden.

Liebe überwindet Hass

Tass Saada, geboren in Gaza und aufgewachsen in Saudi-Arabien und Katar, hasste Juden so sehr, dass er Fatah-Kämpfer unter Jassir Arafat wurde. Als Scharfschütze und Terrorist tötete er viele Juden und Christen, was ihn heute zutiefst betrübt. 1974 ging er zum Studieren in die USA und blieb dort. Durch einen befreundeten Christen hörte er nach 19 Jahren von Jesus und bekehrte sich, „obwohl dies bedeutete, dass ich einen der Juden lieben musste, die ich so sehr hasste“, sagte Saada. „Jesus fordert ‚liebt eure Feinde‘. ‚Niemals!‘, dachte ich, aber ich spürte plötzlich keinen Hass mehr. Der Jude, den ich nun anbete, hat mein Herz gereinigt.“

Tass Saada gründete die Organisation „Hope for Ishmael“ (Hoffnung für Ismael), um Muslime mit dem Evangelium zu erreichen, Versöhnung zwischen Juden und Arabern zu fördern und Christen zum Gebet für Muslime aufzufordern. „Hoffnung für Ismael bedeutet Hoffnung für Israel“, erklärte er. „Ihr müsst euch bemühen, eure muslimischen Nachbarn in Liebe und Respekt mit dem Evangelium zu erreichen. Wenn Ismael Frieden mit Gott hat, wird auch Israel Frieden haben. Betet immer für den Frieden Jerusalems, auch für die Araber dort.“

Mitreißender Lobpreis

Die jungen Musiker aus Israel um Shilo Ben Hod begeisterten mit modernem israelischem Lobpreis auf Hebräisch und Englisch und mitreißenden Melodien. Der Abschluss des Abends war besonders bewegend, als Tass Saada mit den mes-sianisch-jüdischen Musikern in freundschaftlicher Umarmung auf der Bühne stand, umgeben vom Team der ICEJ-Deutschland.

(Foto: Shilo Ben Hod und Tass Saada (Mitte) mit der Band aus Israel und ICEJ-Mitarbeitern)

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