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Bundesverdienstkreuz für Eva Erben

Bundesverdienstkreuz für Eva Erben

ICEJ-Team
Bundesverdienstkreuz für Eva Erben Eva Erben mit urkunde und botschafter scaled

Sie sind tot – aber wir leben!

Eva Erben wurde in Israel mit dem Bundesverdienstkreuz Erste Klasse ausgezeichnet. Unsere liebe Freundin erhielt die höchste deutsche Auszeichnung für ihre Vorträge, die sie als Holocaust-Überlebende im Rahmen der Zeitzeugen-Schulbesuche der ICEJ in ganz Deutschland hält.

Höchste Auszeichnung

In der Residenz von Steffen Seibert, dem deutschen Botschafter in Israel, fand die feierliche Zeremonie statt: Eva Erben erhielt das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse in Anerkennung ihrer zahlreichen Vortragsreisen. Seit rund zehn Jahren erzählt Eva Erben als Gast der ICEJ ihre Überlebensgeschichte vor jährlich tausenden Schülern in ganz Deutschland. Die Ehrung bedeutet auch eine Anerkennung für die Bildungs- und Jugendarbeit der ICEJ. Deshalb war Jannie Tolhoek als Repräsentantin der ICEJ zur Ehrung von Eva Erben eingeladen. Jannie Tolhoek begleitet Eva Erben zumeist bei ihren Vortragsreisen nach Deutschland.

„Die Bundesrepublik Deutschland würdigt Sie heute als eine Frau, deren Stimme für Generationen zu einem moralischen Kompass geworden ist“, ehrte Botschafter Seibert die Holocaust-Zeitzeugin. Eva wurde 1930 in der Tschechoslowakei geboren. Sie überlebte Theresienstadt und Auschwitz. Bei ihrer Ankunft im berüchtigten Vernichtungslager stand sie in einer von Dr. Mengele überwachten Selektionsreihe. Eva erinnert sich bis heute an seine schwarz glänzenden Stiefel. In Auschwitz wurde ihr Vater ermordet. Ihre Mutter starb später auf einem Todesmarsch. Eva überlebte den Holocaust als Einzige ihrer Familie. Nach dem Holocaust hatte sich die Überlebende aus dem Nichts ein Leben in Israel aufgebaut. „Hitler und Eichmann haben versucht, uns zu ermorden. Sie sind tot – aber wir leben. Israel lebt!“

„Selfies“ mit Schülern

Für Eva Erbens Vortragsreisen organisiert und füllt der deutsche Zweig der ICEJ große Hörsäle und Konzerthallen mit oft bis zu 3.000 Schülern. Es gelingt Eva Erben immer wieder, ihre ernsten Botschaften mit einem großartigen Sinn für Humor zu vermitteln und Hoffnung zu wecken. Die Vorträge enden meist mit Standing Ovationen. Jugendliche stehen Schlange, um Eva zu umarmen und „Selfies“ mit ihr zu machen.

Bei der Preisverleihung bedankte sich die 94-Jährige bei Gottfried Bühler, dem Vorsitzenden des deutschen Zweigs der ICEJ und seiner Frau Katja für ihren außergewöhnlichen Einsatz und die stets liebevolle Betreuung in Deutschland. Ihr Dank galt auch TV-Moderator Günter Jauch, „der mich mit der ICEJ in Verbindung brachte“, so Eva Erben: „Dank der ICEJ wird meine Stimme in Deutschland gehört. Ich kann den Jugendlichen erklären, wer wir als jüdisches Volk sind – jetzt kennen sie mich.“ Und das sei auch wichtig für die Gegenwart und den Blick auf Israel, glaubt die Holocaust-Überlebende: „Denn heute sehen wir, dass Antisemitismus sich als Israel-Hass verkleidet.“

Herzlichen Dank

Herzlichen Dank allen ICEJ-Freunden, die durch ihre Spenden die wertvolle Zeitzeugen-Schultouren der ICEJ möglich machen! Bitte unterstützen Sie die Vorträge weiterhin mit Ihrer Spende, Verwendungszweck „Schultouren“. Herzlichen Dank!

Nicht die ganze Wahrheit

Eva Erben verbindet ihre Holocaust-Vorträge und Interviews im deutschen Fernsehen stets auch mit dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober und dem weltweiten Anstieg des Antisemitismus. Drei ihrer wichtigsten Aussagen:

„Warum gibt es einen solchen Hass gegen Juden? Wir haben der Welt so viel gegeben. Der Antisemit nimmt und benutzt gerne alle jüdischen Erfindungen.“

„Die Medien sind voreingenommen, wenn sie über Israel berichten. Sie sagen, Israel habe das Krankenhaus bombardiert – aber sie erwähnen nicht, dass sich unter der Klinik ein Raketenarsenal befindet, das gegen Israel eingesetzt wird. Die Medien vermitteln nicht die ganze Wahrheit. Deshalb ist der Hass gegen Israel so groß. Vergessen Sie nicht, dass Gaza wie Singapur hätte sein können!“

„Wer hat seine Stimme erhoben, als wir in den Gaskammern ermordet wurden? Wer meldet sich jetzt zu Wort? Stattdessen erhebt die Welt ihre Stimme gegen Israel, wenn es sich selbst verteidigt.“

(Foto: Eva Erben mit Botschafter Steffen Seibert)

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