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Bei unserer diesjährigen Schultour mit der 92-jährigen Zeitzeugin Eva Erben aus Israel hatten rund 800 Schüler am Gymnasium in Rutesheim und an der Hochschule in Aalen die Möglichkeit, aus erster Hand die Lebensgeschichte einer Überlebenden der Schoah zu hören.
Begleitet wurde Eva von Jannie Tolhoek von der ICEJ-Sozialabteilung in Jerusalem, Gottfried Bühler, 1. Vorsitzender der ICEJ Deutschland und Katja Bühler, zuständig für Schulbesuche mit Zeitzeugen sowie dem „Faszination Israel“ Fernseh-Team.
Nachdem die jüdische Bevölkerung in der damaligen Tschechoslowakei entrechtet und enteignet worden war, deportierte man Eva und ihre Eltern 1941 nach Theresienstadt. Eva beschrieb diesen fürchterlichen Ort als „Wartezimmer auf den Tod“. Ein Albtraum begann! Evas Vater wurde 1944 nach Auschwitz verlegt. Ihre Mutter und sie folgten ihm zehn Tage später. Auschwitz war der absolute Schock: Geschrei, bissige Hunde, unerträglich süßlicher Geruch, Selektionen, stundenlange Appelle und dazu noch Eiseskälte! Im Frühjahr 1945 ging es auf einen Todes-marsch, bei dem täglich ungefähr 30 Kilometer zu Fuß zurückgelegt wurden. Unterwegs starb Evas Mutter – völlig entkräftet. Mit ihr hatte Eva nun ihre einzige Stütze verloren. Aufgrund wundersamer Fügungen überlebte Eva den Todesmarsch und wurde kurz vor Kriegsende von einer tschechischen Bauernfamilie aufgenommen und gesund gepflegt.
In der anschließenden Fragerunde gab Eva Erben sehr weise Antworten, von denen die Schüler persönlich viel mitnehmen konnten.
Wie verarbeiten Sie Ihre Erlebnisse?
Ich habe über 40 Jahre nicht über meine Erfahrungen im Holocaust gesprochen. Heute besuche ich Schulen und sogar Militärstützpunkte. Ich erzähle meine Lebensgeschichte und ermutige junge Menschen, aus der Geschichte zu lernen und es besser zu machen.
Was empfinden Sie heute, wenn an den Holocaust erinnert wird?
Alles hat seine Zeit. Es ist Geschichte, was in der Vergangenheit passiert ist. Einen schweren Koffer kann man nicht ständig mit sich herumtragen, aber die Erinnerung soll bleiben!
Denken Sie, dass ein Holocaust wieder passieren kann?
Ja, jederzeit, nur anders. Es gibt ein Sprichwort: „Dieselbe Dame in einem anderen Gewand.“ Ein anderes „Gewand“ ist heute beispielsweise der Anti-Israelismus. Antisemitismus ist wie eine chronische Krankheit, mit langer Tradition. Selbst wenn man die Juden auf den Mond schießen würde – der Antisemitismus bleibt.
Was sagen Sie zu dem Krieg in der Ukraine?
Zuerst: dieser Krieg ist schrecklich! Trotzdem kann man diesen Konflikt nicht mit dem Holocaust vergleichen. Die Ukrainer können sich frei bewegen und finden in anderen Ländern Hilfe und Unterstützung, wie zum Beispiel in Deutschland. Die ganze Welt steht ihnen offen. Wir Juden waren damals nicht frei. Wer hat uns geholfen?
Was können wir Schüler persönlich lernen?
Von Dr. Mengele, von Adolf Eichmann und anderen Nazis ist nichts Gutes übriggeblieben. Was haben sie hinterlassen? Nur Tränen. Deshalb: Lebt das Leben und macht das Beste daraus!
Gottfried Bühler motivierte die aufmerksam zuhörenden Schüler und Lehrer mit dem Zitat von Elie Wiesel: „Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.“ Sichtlich bewegt von Evas Lebensgeschichte erkannten die Schüler, dass es wichtig ist, jetzt solche Zeugen zu werden, die sich für die Wahrheit einsetzen und das Mandat, die Stimme der Zukunft zu sein, annehmen “ wie Eva Erben eine Stimme der Vergangenheit ist. Dass kein Schlussstrich unter die deutsche Geschichte gezogen wird, liegt in der Verantwortung der jungen Generation.
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Der Adar spielt auch in der Geschichte von Esther eine Rolle, in der der Feind das Los warf, um den Tag für Israels Vernichtung zu bestimmen. Das Los fiel auf den Adar. Doch was zur Vernichtung bestimmt war, wurde von Gott umgekehrt.
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Dies ist ein dringender Gebetsaufruf angesichts der aktuellen hochgefährlichen Lage im Nahen Osten.
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Für unser Haifa-Heim suchen wir baldmöglichst einen leistungsfähigen Gesundheits- und Kranken- bzw. Altenpfleger (m/w) oder einen Pflegeassistent/Pflegefachassistent (m/w), der auf Freiwilligenbasis den Holocaust-Überlebenden dient.
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6 Millionen Christen beten für Israel. Seit dem 7. Oktober 2023 versammeln sich allein im Zoom-Gebet der ICEJ-Hauptstelle in Jerusalem tausende Christen aus aller Welt zum gemeinsamen Gebet – jeden Tag.
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Am 27.01.2027 fand im Berner Rathaus auf Einladung des Israelischen Botschafters in der Schweiz, S.E. Tibor Shalev Schlosser, eine Gedenkfeier an die über 6 Millionen jüdischen Opfer des Naziregimes statt.
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Das Jahr begann in der Schweiz mit dem schrecklichen Brand in Crans-Montana. Lasst uns weiterhin für die Verletzten, die Familien und Angehörigen der Opfer, die Rettungskräfte und das Pflegepersonal beten.
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Als Obmann der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) in Österreich bin ich dankbar für Initiativen wie das musikalische Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 2025 in Braunau am Inn.
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„Jedes Jahr am 27. Januar wird in Deutschland wieder das routinierte ‚Nie wieder‘ zelebriert. Doch während in Gedenkstätten die Kerzen brennen, brennt draußen die Hütte. ‚Nie wieder‘ oder ‚Nie wieder ist jetzt‘ ist oftmals zur hohlen Phrase verkommen.
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Umrahmt von musikalischen Kostbarkeiten gedachte die ICEJ gemeinsam mit jüdischen Gästen der Opfer des Holocausts – und setzte gleichzeitig ein Statement gegen Antisemitismus und Anti-Israelismus.
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