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„Aber die vom Volk, die ihren Gott kennen, werden stark sein und danach handeln.“ (Daniel 11,32)
der Dezember (oder Kislew im hebräischen Kalender), erinnert uns daran, dass dies die Zeit von Chanukka ist, dem Fest der Tempelweihe. Über die bekannten Lichter und Geschichten hinaus ist Chanukka einer der prophetischsten Momente in der Heiligen Schrift. Das Fest verweist auf eines der dunkelsten Kapitel der jüdischen Geschichte und offenbart dennoch, wie Gott ein Volk formt, das „seinen Gott kennt“ und daher „stark“ ist und „danach handelt“ (Daniel 11,32). Es ist auch eine Zeit, die historisch von Wundern geprägt ist, eine Zeit, in der Gott sich auf eine Weise als treu erweist, die weit über die menschliche Kraft hinausgeht.
In den Tagen des syrischen Herrschers Antiochus IV. aus dem Hause der Seleukiden brach plötzlich Dunkelheit über Israel herein. Er versuchte, dem jüdischen Volk die hellenistische Kultur aufzuzwingen und verlangte die Verehrung des griechischen Götterpantheons. Was als Streben nach regionaler Vorherrschaft begann, schlug bald in gezielte Feindseligkeit gegenüber den Juden um. Nach einer militärischen Niederlage in Ägypten richtete Antiochus seine Frustration gegen Israel. Jerusalem war in Aufruhr, das Volk gespalten und Antiochus übernahm brutal die Kontrolle. Unschuldige wurden getötet, heilige Bräuche wie die Beschneidung verboten, Schriften verbrannt und die Treue zum Bund Gottes mit dem Tod bestraft. Der Tempel wurde entweiht, fast über Nacht veränderte sich alles.
Doch in diesem Moment erfüllte sich Daniels Prophezeiung. Diejenigen, die ihren Gott wirklich kannten, vollbrachten Großes. Sie widerstanden dem Druck, blieben der Wahrheit des Bundes treu und leuchteten wie Lichter in einer Zeit tiefer geistlicher Finsternis. In eben dieser Finsternis geschah das Wunder von Chanukka, als mit dem reinen Öl aus einem einzigen Krug, das nur für einen Tag ausreichte, acht Tage lang die Menora brannte. Es war ein Zeichen dafür, dass Gott selbst sein Volk erhält, wenn die menschlichen Kräfte erschöpft sind. Chanukka zeigt, dass Gott sein Volk in Krisenzeiten nicht im Stich lässt; er vermehrt das, was übrigbleibt und lässt sein Licht die Finsternis überdauern.
Dieses Fest lehrt uns, dass der Kampf zwischen Licht und Finsternis sowohl historisch als auch prophetisch ist. Jesus verwies auf diese Passagen in Daniel und forderte seine Jünger auf, wachsam zu sein, aufmerksam und treu zu bleiben. Paulus schloss sich dem an und warnte vor der kommenden Gesetzlosigkeit, die das Volk Gottes erneut auf die Probe stellen wird. Doch die Schrift lässt uns nicht in Angst zurück, sondern verspricht, dass „Druck“ ein Volk veredeln wird – so werden Gottes treue Nachfolger wie Sterne leuchten und viele zur Gerechtigkeit führen.
Bei Chanukka geht es letztendlich um die Wiedereinweihung und Reinigung des Tempels, sowohl des physischen Tempels vor langer Zeit als auch des spirituellen Tempels, der wir heute sind. In dieser Zeit der Wunder können auch wir erwarten, dass Gott mit ungewöhnlicher Gnade eingreift, um das zu erhalten, was zu fehlen scheint, um das zu erhellen, was verborgen erscheint und um das zu stärken, was schwach erscheint.
Lasst uns in diesem Monat mit neuer Hingabe dem Herrn näherkommen. Lasst uns darum beten, dass wir Ihn wirklich kennenlernen, in inniger Gemeinschaft mit Jeschua wandeln und fest in der Wahrheit des Bundes stehen. Möge das Licht Seiner Gegenwart jede Dunkelheit um uns herum vertreiben und möge Sein Volk gestärkt werden für alle Veränderungen, die möglicherweise schnell unter den Nationen eintreten werden.
Möge der Herr in dieser Zeit der Hingabe und der Wunder unser Zuhause und unser Herz mit Seinem Licht erfüllen.
Joshua Gooding
Gebetsleiter der ICEJ, Jerusalem