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Das ist passiert: Die „Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem“ veröffentlichten am vergangenen Wochenende eine Stellungnahme, in der sie sich gegen „jüngste Aktivitäten einzelner Personen vor Ort“ wenden. Sie werfen den namentlich nicht Genannten vor, „schädliche Ideologien wie den christlichen Zionismus“ zu propagieren, „die Öffentlichkeit in die Irre“ zu führen, Verwirrung zu stiften und der Einheit ihrer Herde zu schaden. Die Anschlussfähigkeit dieser „Irrlehren“ an die Politik bedroht aus Sicht der Patriarchen „die christliche Präsenz im Heiligen Land und darüber hinaus im Nahen Osten“. Am Ende betonen die Patriarchen ihren Alleinvertretungsanspruch für die Kirchen im Heiligen Land.
Stellungsnahme von Dr. Jürgen Bühler, Präsident der ICEJ in Jerusalem
"Die ICEJ widerspricht der jüngsten Erklärung der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem.
Als Christen stehen wir für einen Zionismus, der in Ursprung, Glaube, Umfang und Praxis ausschließlich biblisch begründet ist – als Ausdruck unserer aufrichtigen Glaubensüberzeugungen und nicht wechselnder politischer Zielsetzungen.
Die verheißene Wiederherstellung Israels in der heutigen Zeit findet sowohl im Alten als auch im Neuen Testament reichlich biblische Belege. Die Rückkehr der Juden in das Land Israel zeigt und unterstreicht die Treue Gottes, der seine Bundesversprechen grundsätzlich hält. Dadurch wird der christliche Glaube gestärkt und nicht etwa geschwächt oder untergraben.
Darüber hinaus wurde die verheißene Rückkehr der Juden nach Zion von vielen frommen Christen in der gesamten Kirchengeschichte gelehrt – von den ersten Aposteln und einigen der frühen Kirchenväter über mittelalterliche Geistliche bis hin zu heutigen protestantischen und evangelikalen Kirchenbewegungen. Der christliche Zionismus ist somit älter als der Supersessionismus und wird dessen Untergang überdauern.
Der angesehene katholische Prälat Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, hat einmal seine Unterstützung für den biblischen Zionismus zum Ausdruck gebracht. Es sei für Christen von doktrinärer Bedeutung, die tiefe Verbindung des jüdischen Volkes zu seiner angestammten Heimat anzuerkennen. Er fügte hinzu, dass Christen sich über die Rückkehr der Juden in das Land Israel als Erfüllung biblischer Prophezeiung freuen sollten. Dem stimmen wir voll und ganz zu.
Schließlich raten uns unsere gemeinsamen christlichen Schriften, dass es besser ist, etwaige Differenzen in Lehre und Glauben zunächst im direkten Dialog unter Geschwistern anzusprechen, statt sie über die Medien zu verbreiten."
Darauf dürfen Sie sich verlassen: Wir werden weiter für Israel eintreten und bibeltreue Christen aus der ganzen Welt in Jerusalem vertreten.
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