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Die ICEJ holte Zeitzeugin Eva Erben nach Deutschland. Hier erzählte die Holocaustüberlebende vor rund 7.000 Schülern ihre Lebensgeschichte.
Die beiden großen Schulveranstaltungen in Stuttgart und Heidenheim wurden gemeinsam von SCORA, ein Arbeitszweig des Regierungspräsidiums Stuttgart, der sich gegen Rassismus und Antisemitismus an Schulen einsetzt und der ICEJ organisiert und veranstaltet. Somit waren die Anmeldungen der Schulen an diesen bei-
den Standorten doppelt so hoch und es wurden deshalb zwei Veranstaltungen in Folge durchgeführt. Auch die Schulveranstaltungen in Pfalzgrafenweiler und München waren voll ausgebucht.
Es herrschte Stille, als Eva Erben den Schülern von ihrer Kindheit und Jugend während des Holocausts erzählte. Manchmal ging ein Raunen durch die Reihen, wenn die 93-Jährige von einem besonders schlimmen oder traurigen Moment berichtete.

Die Vorträge von Eva Erben endeten mit spontanen Standing Ovations und tosendem Applaus. In Stuttgart leuchteten die Schüler während der Beifallsbekundung sogar mit ihren Handy-Taschenlampen im abgedunkelten Zuschauerbereich. Vor Eva Erben erstrahlte ein heller Sternenhimmel.
In Heidenheim wartete ein ganz besonderer Gast auf den Vortrag von Eva Erben: Frank Schmidt. Der gebürtige Heidenheimer und Fußballtrainer des 1. FC Heidenheim unterhielt sich auch nach dem Vortrag intensiv mit Eva Erben.
Doch nicht nur über ihre Kindheit und Jugend während der Nazi-Zeit berichtete Eva Erben den Schülern, auch über die Terrorangriffe der Hamas, den Krieg und Antisemitismus in der heutigen Zeit sprach sie. Eva Erben erlebte den Hamas-Terror in ihrer Heimat Ashkelon, in der Nähe des Gazastreifens.
Für den Angriff am 7. Oktober wählt Eva Erben klare Worte: „Das ist keine Shoa, es ist ein Pogrom! Wo ist die Welt? Die Hamas sind wunderbare Manipulatoren und die Welt glaubt.“ Eva Erben übte auch scharfe Kritik an der Klimaaktivistin Greta Thunberg, die zuletzt mit antisemitischen Aktionen auffiel. Anschließend wandte sich dann direkt an die Schüler mit dem Appell, immer die Wahrheit zu suchen und gegen Antisemitismus aufzustehen: „Ihr seid nicht nur die Zukunft Deutschlands, ihr seid die Zukunft der Menschheit.“
In enger Zusammenarbeit mit der Polizei führten wir zum ersten Mal unsere Schülerveranstaltungen mit Polizeipräsenz durch. Durch den rasanten Anstieg antisemitischer Vorfälle und antisemitischer Bekundungen auf deutschen Straßen waren diese Sicherheitsvorkehrungen leider unumgänglich. Claudia Rugart, Präsidentin der Abteilung Schule und Bildung im Regierungspräsidium Stuttgart unterstrich in ihrer Rede ebenfalls, dass die Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland seit dem Massaker am 7. Oktober in Israel um ein Vielfaches zugenommen hat. Sie bedankte sich sehr bei der Polizei für ihren Einsatz.
Gottfried Bühler nahm in seiner Rede Bezug auf den bekanntesten Juden aller Zeiten: Jesus Christus! Er prägte die Welt mit seinen revolutionären Sprüchen. Bühler zitierte: „Respektiere und achte deinen Mitmenschen wie dich selbst und behandele ihn so, wie du behandelt werden möchtest.“ Wenn jeder von uns sich an diese Richtlinie halten würde, hätten wir viele Konflikte heute nicht. Eva Erben ist ein wandelndes Beispiel dieser Worte. Trotz ihrer schrecklichen Erlebnisse im Holocaust kommt sie seit vielen Jahren nach Deutschland und spricht ohne Hass und Vorwürfe. Sie appellierte ebenfalls an das junge Publikum: „Was du nicht für dich selbst möchtest, das füge keinem anderen zu.“
Buchtipp: „Mich hat man vergessen“ von Eva Erben
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