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Wir sind äußerst bestürzt darüber, dass die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) am Donnerstag erneut eine skandalöse Resolution verabschiedet hat, die jegliche jüdische Verbindung zu den heiligen Stätten in Jerusalem und im Land Israel, darunter der Tempelberg, leugnet.
Die Resolution lässt die traditionellen, biblischen Namen heiliger jüdischer Stätten weg und nennt sie stattdessen bei ihren alternativen muslimischen Namen. Dies kommt einer Neuschreibung der Geschichte gleich und entzieht diesen Stätten ihre 4.000 Jahre alte jüdische und 2.000 Jahre alte christliche Verbindung. Als Christen sind wir zutiefst besorgt, dass mit der Akzeptanz solcher Formulierungen durch eine internationale Organisation jegliche jüdische und christliche Verbindung zu den heiligen Stätten eliminiert werden soll.
Dies stellt eine absichtliche Beleidigung des jüdischen Volkes dar und ist eine Kränkung der zwei Milliarden Christen weltweit, die sehr wohl wissen, dass Jesus als treuer Jude den heiligen jüdischen Tempel an dieser Stätte regelmäßig besucht, dort gelehrt und sich mit Eifer für dessen Berufung als „Haus des Gebets für alle Völker“ eingesetzt hat.
Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) richtet derzeit die Feier des biblischen Laubhüttenfestes in Jerusalem aus, zu der mehr als 5.000 Christen aus fast 100 Ländern erwartet werden. Ihre Anwesenheit in der Stadt, um gerade in dieser Zeit ein jüdisches Fest zu feiern, zeigt die historische Kontinuität unseres jeweiligen Glaubens und den besonderen Platz, den Jerusalem und besonders der Tempelberg für Juden und Christen gleichermaßen einnimmt.
Im Namen dieser christlichen Pilger und der weiteren Millionen Christen in ihren Heimatländern, die sie repräsentieren, wollen wir der israelischen Öffentlichkeit versichern, dass wir die jüdische Hochachtung für Jerusalem und den Tempelberg respektieren und dass wir an eurer Seite stehen und diesem verschlagenen Angriff auf die historischen Stätten in Israel mit euch entgegentreten werden.
Als ICEJ haben wir bereits unsere nationalen Zweigstellen in den letzten Wochen aktiviert, um den Wortlaut dieser schändlichen UNESCO-Resolution zu ändern. Seid versichert, dass wir Jerusalem niemals vergessen werden! (Psalm 137,5-6)
Dr. Jürgen Bühler
Geschäftsführender Direktor der ICEJ in Jerusalem
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