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Warum unterstützen wir Israels Araber

Warum unterstützen wir Israels Araber

Der Auftrag der ICEJ
David R. Parsons, ICEJ-Sprecher und Vizepräsident & Nicole Yoder
drei jüngere Menschen sitzen an Tischen, vor ihnen stehen PCs. Hinter ihnen stehen mehrere Personen

Manchmal werden wir gefragt, warum die ICEJ israelische Araber mit sozialen Hilfsprojekten unterstützt. Bei ihrer Gründung 1980 bekam die ICEJ den klaren biblischen Auftrag, ein Ermutigungsdienst für Israel und das jüdische Volk zu sein. Angesichts der Wunden, die Christen Juden in der Vergangenheit zugefügt haben, führen wir diese Aufgabe treu aus. Doch es gibt auch gute Gründe, den israelischen Arabern, darunter Muslime, Christen, Beduinen und Drusen, zu helfen.

Gottes Liebe

Wir wissen, dass Gott alle Menschen liebt, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft. Als Gott Abraham in eine besondere Bundesbeziehung berief, aus der Israel hervorging, war sein erklärtes Ziel: „In dir sollen gesegnet werden alle Völkerfamilien auf Erden.“ (1. Mose 12,3) Dazu gehören auch arabische „Familien“, die ja ebenfalls von Abraham abstammen. Das mosaische Gesetz forderte die Israeliten auf, den Fremden im Land freundlich zu begegnen, weil sie selbst einst Fremde in Ägypten waren. Sie durften sie nicht „unterdrücken” oder „bedrängen” (2.Mose 22,21; 23,9), sondern sollten sie „lieben“ (3. Mose 19,33-34; 5. Mose 10,19). Als drei Besucher vor Abrahams Zelt erschienen, „lief er ihnen entgegen“ (1. Mose 18,2), betonen die Rabbiner. Heute sehen viele Juden in Israel diese biblischen Maßstäbe als Richtlinien für den Umgang mit der arabischen Minderheit. Auch wir möchten Versöhnung, Frieden und Eintracht zwischen Juden und Arabern unterstützen, wie es Jesus im Gleichnis vom barmherzigen Samariter lehrte (Lukas 10,25-37).

Als Christen sind wir zum Frieden berufen (1. Korinther 7,15), zu Friedensstiftern (Matthäus 5,9). Deshalb sponsern wir viele jüdisch-arabische Sozialprojekte (besonders für Jüngere), um friedliche Koexistenz und gegenseitigen Respekt zu fördern. Den Visionen der hebräischen Propheten, z.B. Jesaja 19, entnehmen wir, dass es eines Tages eine breite Versöhnung zwischen dem wiederhergestellten Israel und seinen arabischen Nachbarn geben wird. Die ersten Früchte sehen wir z.B. in den Abraham-Abkommen und der wachsenden Gemeinschaft zwischen messianischen Juden und arabischen Christen.

Zusammenhalt fördern

Über 21% der israelischen Bevölkerung sind Araber. Sie haben dieselben demokratischen Rechte wie jüdische Bürger. Der größte Teil unserer Hilfsprojekte kommt der jüdischen Mehrheit zugute. Aber wir unterstützen auch die arabische Bevölkerung, zum Beispiel durch Koexistenz-Projekte. Damit fördern wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Dies stärkt Israel und es muss weniger Zeit, Energie und Ressourcen aufwenden, um ethnische Konflikte wie im Mai 2021 zu schlichten. Viele unserer sozialen Hilfsprogramme verbessern die wirtschaftliche Teilhabe von Benachteiligten. Leider sind viele arabisch-israelische Familien von Armut betroffen. Wenn sie mit der Mehrheit nicht mithalten können, drohen Kriminalität, Gewalt, Drogenmissbrauch und Unruhen. Jüdische Israelis bitten die ICEJ oft, arabischen Bürgern bessere Chancen auf Erfolg zu ermöglichen. Beispielsweise boomt Israels Hightech-Industrie, doch nur 3% der Beschäftigten in diesem Bereich sind Araber – der Anteil arabischer Frauen beträgt sogar nur 0,1 %. Aus diesem Grund sponsern wir ein vielversprechendes Computerprogrammierungs-Projekt für bedürftige arabische Schüler. Israel wird immer wieder als „Apartheidstaat“ verleumdet, und uns als christlichen Unterstützern Israels wird wegen unserer angeblichen Gleichgültigkeit gegenüber arabischen Anliegen „Rassismus“ vorgeworfen. Doch wir wissen, dass Israel seine arabische Minderheit fair behandeln will – und die ICEJ reicht der arabischen Gemeinschaft in Israel nun nachweislich seit über 40 Jahren eine helfende Hand. Die Christliche Botschaft möchte, dass Israel bewahrt und gestärkt wird. Auch wenn es unsere Hauptberufung ist, das jüdische Volk zu trösten und zu ermutigen – die arabische Gemeinschaft ist ein integraler Bestandteil der israelischen Gesellschaft. Deshalb wenden wir uns auch ihnen mit aufrichtiger, christlicher Nächstenliebe zu.

 

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