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Der Herr Jesus Christus hat uns eine Botschaft anvertraut, die wir von Jerusalem aus verbreiten sollen. Sie nährt den Leib Christi weltweit und baut einzelne Gläubige in ihrem Glaubensleben auf. Dieses Wort des Herrn gibt entmutigten Herzen Zuversicht, erfüllt einsame Seelen mit Hoffnung und weckt große Hoffnungen für die herrliche Zukunft, die uns als Gläubige erwartet! Gleichzeitig beinhaltet sie auch die Warnung, geistlich wach zu seien, im Hier und Jetzt für das Königreich Gottes zu arbeiten und unsere Berufung auf dieser Erde vollumfänglich zu erfüllen!
Während wir diesen Auftrag durch das weitverzweigte internationale Netz unserer Zweigstellen ausführen, beschreibe ich unsere Botschaft oft als „zwei Pferde – ein Wagen“. Gott hat Pläne sowohl für seine Gemeinde als auch für Israel!
In der Bibel dreht sich alles um Jesus (Lukas 24,27, 44-47; Offenbarung 19,10). Doch er kam nicht in ein Vakuum, sondern trat in einem ganz bestimmten Kontext auf, und dieser Kontext ist das Jüdische Volk in seinem historischen Heimatland.
Die Bibel berichtet, wie Gott vor viertausend Jahren Abraham begegnete und ihm versprach, dass der Retter der Welt durch ihn kommen würde (1. Mose 12,1-7). Er würde ein Nachkomme Abrahams sein, geboren in der Linie Isaaks und Jakobs – genau in dem Land, das Gott ihm gegeben hatte. Gott schloss einen Bund mit Abraham, bekräftigt durch einen Eid, dass all dies tatsächlich passieren würde (1. Mose 15,22). Und es geschah tatsächlich! Gott setzte seinen Plan geduldig während der nächsten zweitausend Jahre um – und Jesus wurde in Bethlehem geboren!
Nach Jesu Auferstehung von den Toten und der Ausgießung des Heiligen Geistes auf seine Jünger verbreitet sich das Evangelium – es kam zuerst zu den Juden und dann zu den Heidenvölkern. Die Botschaft war ganz klar: nicht nur die Juden, sondern auch die Heiden haben nun Zugang zum Vater durch Jesus Christus (Epheser 2,11-18). Wir als Heiden wurden in die Familie Gottes eingepfropft als rechtmäßig adoptierte Söhne und Töchter (Römer 11,17-21; Galater 3,26-29; Epheser 3,6)!
Nach der tragischen Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch die Römer im Jahr 70 n.Chr. wurde das jüdische Volk ins Exil geschickt, verstreut bis an die Enden der Erde – genau wie der Prophet Hesekiel und Jesus selbst unter Tränen vorhergesagt hatten (Hesekiel 12,15; Lukas 19,41-44; 21,20-24). Doch dieselben Personen haben auch erklärt, dass das jüdische Volk zurückkehren würde – auf Grundlage der Bundesverheißungen, die Gott Abraham gab (Hesekiel 36,22-28; Lukas 21,24).
Und sie sind tatsächlich zurückgekehrt! Gott hat das jüdische Volk zurückgebracht aus den Nationen in sein altangestammtes Heimatland nach zweitausendjährigen Wanderungen. Die Wiederherstellung Israels in unseren Tagen ist eine nachprüfbare Tatsache, die sich vor unseren Augen zugetragen hat! Gottes Pläne für die Gemeinde, das Evangelium unter allen Nationen zu verbreiten, und Seine Pläne, Israel zurückzubringen, haben sich beide erfüllt! Gott ist treu und wahrhaftig in alle Ewigkeit! Und Er hat Israel aus einem bestimmten Grund zurückgebracht. Gottes Pläne für die Gemeinde und für Israel werden beide zu demselben herrlichen Endergebnis führen – der Rückkehr seines geliebten Sohnes, der über diese Welt herrschen wird!
Genauso wenig wie das erste Kommen Jesu nicht in einem Vakuum geschah, wird sich auch sein zweites Kommen nicht im „luftleeren Raum“ ereignen. Das Umfeld und der Kontext werden erneut dasselbe jüdische Volk und ihr historisches Heimatland sein!
Gott hat nicht nur mit Abraham einen Bund geschlossen, sondern auch mit König David. Ihm versprach er, dass sein Nachkomme von Jerusalem aus sowohl über ein wiederhergestelltes Israel in seinem angestammten Land als auch über die Heidenvölker der Welt regieren würde (2. Samuel 7,1-17; Psalm 2; Jesaja 2,1-4; Jeremia 3,17; Sacharja 14,16).
Das jüdische Volk ist als physische Nation in sein Heimatland zurückgekehrt, und nun wird es auch geistlich als ganze Nation zu seinem Gott zurückkehren (Hesekiel 36,22-28; 37). Sie werden tatsächlich eines Tages ihren König in Jerusalem wieder willkommen heißen! (Matthäus 23,37-39)
Unsere Botschaft über Gottes einander ergänzende Pläne für Israel und die Gemeinde nährt daher die Seelen und erweckt den Geist der Gläubigen, denn wir zeigen deutlich, dass Gott seinem Wort treu geblieben ist! Wir sind dazu berufen, das Evangelium überall zu verbreiten, während wir gleichzeitig an der herrlichen Verheißung der Rückkehr des Königs festhalten. Wir sollten auf ihn warten wie eine Braut auf ihren Bräutigam wartet – mit Freude, voller Glauben, Hoffnung und Erwartung!
Der König hat gesagt, dass seine Nachfolger ihre Häupter erheben sollen, wenn Israel wieder zurück in seinem Land ist, da ihre Erlösung naht (Lukas 21,24-28). Mit anderen Worten, die Gemeinde sollte sich freuen, wenn die Juden wieder im Land sind. Jesus kommt wieder! Andererseits hat Jesus auch gesagt, dass dieses Evangelium des Königreichs auf der ganzen Welt gepredigt werden wird, und dann wird das Ende kommen (Matthäus 24,14).
Mit einem unserer beiden Augen sollten wir daher ständig Israel, Jerusalem und das jüdische Volk weltweit betrachten – und uns um ihr Wohlergehen, ihren Segen und ihren Schutz bemühen! Wir sollten aktiv an Gottes Wirken an seinem Volk teilnehmen. Das andere Auge sollte sich auf die Nationen fokussieren – zu ihrem Wohlergehen, Schutz und Segen!
Anders gesagt, wir sollten mit zwei Pferden, aber auf einem Wagen unterwegs sein! Denn diese beiden Pferde laufen parallel, in dieselbe Richtung und beide sind Teil des größeren Erlösungsprozesses, der mit der Wiederkunft des Königs und der Wiederherstellung der Gerechtigkeit auf Erden endet – und Er wird derselbe König über beide Pferde sein!
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