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Das Wort ‚Sukkot‘ bezeichnet die kleinen Hütten, in denen die Juden während der Festwoche wohnen sollen. Sie erinnern an die behelfsmäßigen Unterkünfte in der Wüste, in denen die Israeliten 40 Jahre lang in vollkommener Abhängigkeit von Gottes Versorgung gelebt hatten. Durch das meist aus Zweigen bestehende Dach einer solchen provisorischen Hütte (Sukka) soll nach rabbinischer Vorschrift der Himmel zu sehen sein. Aufgrund dieser Bauweise wird Sukkot auf Deutsch meist mit ‚Laubhüttenfest‘ wiedergegeben.
Das Laubhüttenfest oder Sukkot (3. Mose 23,33-44) ist ein Erntefest und wird nach dem jüdischen Neujahrsfest (Rosch HaSchana) und dem Versöhnungstag (Jom Kippur) als letztes hohes Fest des biblischen Kalenders im September/Oktober gefeiert. Der erste und siebte Tag der Feierlichkeiten sind Vollfeiertage, an denen das öffentliche Leben in Israel ruht, hinzu kommt ein achter Schlusstag. Das Laubhüttenfest gehört neben dem Passah- (Pessach) und Pfingstfest (Schawuot) zu den drei großen jährlichen Wallfahrtsfesten, die Gott Israel gegeben hat.
Das sichtbarste Symbol des Festes sind die bunt geschmückten Sukkas, die nach Jom Kippur auf Balkonen, in Hinterhöfen oder auf der Straße aufgestellt werden. An Sukkot nehmen Juden zum täglichen Gebet ihren Feststrauß mit. Dieser besteht aus einer Zitrusfrucht (Etrog), einem Palmzweig (Lulav) sowie Myrten- und Bachweidenzweigen. Er wird beim Gebet in alle Himmelsrichtungen geschwenkt, um alle Nationen und Völker zu segnen. Jüdische Geschäfte bleiben geschlossen, die Kinder haben Ferien und viele jüdische und christliche Pilger sind im Land. Sukkot soll ausdrücklich ein Freudenfest sein (3. Mose 23,40).
Das Einzigartige an diesem Fest ist, dass neben Israel auch die Nationen eingeladen sind. Als Salomo den Tempel an Sukkot einweihte, bat er Gott darum, auch die Gebete von Pilgern zu erhören (2. Chronik 6,32-33), „denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker“ (Jesaja 56,7). In seinem Buch „Sukkot“ der Reihe „Die 7 Feste der Bibel und ihr Geheimnis“ erklärt Martin Baron (S.12f): „Die Zahl 70 galt nach alter jüdischer Auffassung als Symbol für die Gesamtheit der Völker der Welt. […] Siebzig Jungstiere wurden während der Tage des Festes geopfert (4. Mose 29,12-34). […] Es ist das Fest, bei dem die Nationen der Welt involviert sind.“
Der Prophet Sacharja sieht voraus, dass die Nationen im messianischen Zeitalter jedes Jahr nach Jerusalem hinaufziehen werden, um „anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten“ (Sacharja 14,16). Die jährliche ICEJ-Feier weist prophetisch auf die Erfüllung dieses Festes hin. Auch Jesus feierte als Jude das Laubhüttenfest (Johannes 7,37-38). Wenn wir als Christen zu Sukkot nach Jerusalem kommen, erwarten wir im Glauben, dass Gott uns begegnet und unsere Gebete beantwortet. Wir werden gestärkt in unserer Erwartung auf das Wiederkommen Jesu und das Offenbarwerden des neuen Jerusalem, wenn Gott ganz bei den Menschen wohnen wird.
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Bilder:
Etrog und Lulav an einem Verkaufsstand in Jerusalem
ICEJ-Partner Rabbi Shmuel Bowman in einer Sukka
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