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7. Oktober: Zeigen, was wirklich passiert ist

7. Oktober 2023: Zeigen, was wirklich passiert ist

Kameramann Jürgen Würzinger im Interview
Karin Lorenz
Jürgen Würzinger blickt in die Kamera, auf der Schulter trägt er seine Kamera.

Kameramann Jürgen Würzinger war am Tag des Terrorangriffs in Israel. Für die Fernsehserie „Faszination Israel“ dokumentierte er die Spuren des Grauens in den überfallenen Kibbuzim. Gemeinsam mit Fernsehmoderator Gottfried Bühler informiert er in Vorträgen über den 7. Oktober 2023.

Herr Würzinger, wie haben Sie den 7. Oktober 2023 erlebt?

Wir sind durch einen lauten Knall aufgewacht, haben aus dem Fenster geschaut und den Iron Dome über Jerusalem in Aktion gesehen. Dann heulten die Sirenen. Den Rest des Vormittags mussten wir größtenteils im Hotelbunker verbringen.

Sie konnten einige Tage später das Land verlassen, kamen aber zwei Wochen nach dem Massaker wieder als Kameramann des Filmteams von „Faszination Israel“.

Richtig. Wir waren mit Moderator Gottfried Bühler im Sperrgebiet an der Grenze zum Gazastreifen unterwegs und konnten mit Sondergenehmigung in einem der überfallenen Kibbuzim die Spuren des Massakers filmen.

Darüber haben Sie in öffentlichen Veranstaltungen gesprochen, in christlichen Gemeinden, im Landratsamt und in einer jüdischen Gemeinde. Warum?

Weil ich glaube, dass man zeigen muss, was in Israel wirklich passiert ist. Es gerät in Vergessenheit, wird verfälscht und heruntergespielt.

War es schwierig, Veranstaltungsorte zu finden?

Ich muss sagen, ich bin förmlich hausieren gegangen, um christliche Gemeinden zu finden, die bereit waren, ihre Türen für das Thema Israel zu öffnen. Viele Christen scheinen müde zu sein. Das Thema Israel geht leider oft an ihnen vorbei.

Sie sind nicht auf Offenheit gestoßen?

In vielen Gemeinden ist Israel ein No-Go-Thema. Oft erlebt man viel Desinteresse oder Unwissenheit, aber auch wenig Demut gegenüber unserem großen Bruder. Ich bin allerdings auch vielen Israel-liebenden Christen begegnet – leider waren das selten die Gemeindeleiter.

Wie können Christen Israel praktisch unterstützen beim Kampf gegen Hamas-Propaganda?

Das ist einfach. Frag Gott im Gebet, was du für Israel oder das jüdische Volk tun kannst. Gott ist sehr kreativ. Vertraue darauf: Er wird dir Möglichkeiten schenken. Er braucht nur deine Offenheit und deine Bereitschaft, sein Volk zu lieben. Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn ich Menschen dazu motivieren könnten, Vorträge für Israel zu organisieren.

Wie organisiert man solche Veranstaltungen als „Einsteiger“?

Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, nach Schlüsselpersonen in Gemeinden zu suchen, die Israel wirklich lieben. Das kann ein Gemeindeleiter sei, aber auch andere Personen, die wiederum Kontakte haben, die man nutzen kann. Es ist sehr wichtig, Menschen anzusprechen, ein Netzwerk aufzubauen und zu aktivieren. Instagram und andere Kanäle sind hier sehr hilfreich.

Ihr wichtigster Tipp dazu?

Ihr werdet vielleicht auf viele verschlossene Türen stoßen. Aber lasst euch davon nicht entmutigen! Es lohnt sich! Man spürt, dass man wirklich etwas erreicht mit solchen Veranstaltungen. Die Liebe zu Israel ist wie ein Samen, der aufgeht und sich multipliziert, wenn er in Erde gelegt wird.

Warum ist diese Liebe zu Israel für Christen wichtig?

Weil Gott Israel liebt und wir als Heidenchristen mithineingenommen sind in Gottes Berufung für sein Volk, wie in Epheser 2,11-18 beschrieben. Das anzuerkennen führt im Glauben und im Gebet zu mehr geistlicher Tiefe. Man kann es nicht in Worten erklären, aber Gott segnet das sehr intensiv. Es braucht nur die Bereitschaft von uns, sich dieser Erkenntnis zu beugen, dann füllt Gott das Herz.

Danke für das Gespräch.

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