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Das ist passiert: Im April 1936 begann der drei Jahre anhaltende „Arabische Aufstand“. Am Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen standen mehr als 2.000 getötete Juden, mehr als 3.000 getötete Araber und etwa 600 getötete Briten. Schon damals wurden wichtige Weichen für den heutigen Konflikt gestellt - und auch Deutschland spielte dabei eine Rolle.
Das sollten Sie wissen: Sieben Jahre vor dem „Arabischen Aufstand“ begingen Araber in Hebron und anderen Orten Massaker an ihren jüdischen Nachbarn. Der Ablauf und die Schwere der damaligen Gräueltaten erschütterte die Vision derjenigen Zionisten, die an ein friedliches Miteinander mit der arabischen Bevölkerung glaubten – ähnlich wie am 7. Oktober 2023. Auch 1936 begannen die Aufstände mit antisemitischen Morden. Räuber überfielen am 15. April zehn Fahrzeuge auf der Straße zwischen Tulkarm und Nablus. Die Insassen ließen sie leben, außer zweien, die offenbar nur deshalb ermordet wurden, weil sie Juden waren. Fünf Tage später ereilte das gleiche Schicksal 16 jüdische Hafenarbeiter. Interessant ist, dass diese Morde einen arabischen und nicht einen jüdischen Aufstand auslösten.
Darum ist es wichtig: Nach manchen Interpretationen war der Grund für den arabischen Unmut die Wirtschaftspolitik der britischen Mandatsmacht, die zionistische Industrie vor arabischer Agrarproduktion bevorteilte – eigentlich eine Entwicklung, die in weiten Teilen dem weltweiten Industrialisierungsprozess entsprach. Um zu vermitteln, richteten die Briten die „Peel-Kommission“ ein, die einige Monate nach Beginn der Aufstände einen Teilungsplan für das Land vorlegte. Die jüdische Seite stimmte zu, während die arabische ablehnte. Anführer der Araber war damals der spätere Hitlerverbündete Amin al-Husseini. Von den insgesamt 3.000 bis 3.700 getöteten Arabern starben Schätzungen zufolge 900 bis 3.000 durch seinen Befehl als „Kollaborateure“, weil sie etwa dem Teilungsplan positiv gegenüberstanden. Außerdem beutete Husseini für den Kampf die arabische Landbevölkerung aus. Ab 1938 wurden die Aufstände von Deutschland mitfinanziert. Um die arabische Seite zu besänftigen, legten die Briten 1939 ihr „Weißbuch“ vor, das die jüdische Immigration ins Mandatsgebiet einschränkte, schließlich ganz untersagte und damit Fluchtmöglichkeiten für Juden vor dem Holocaust massiv reduzierte. Nach dem Aufstand war die arabische Bevölkerung deutlich ärmer als zuvor, während die Zionisten wirtschaftliche Unabhängigkeit von den Arabern anstrebten. Der wirtschaftliche, politische und militärische Graben hatte sich vertieft.
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