MENÜ

35 mutige Israelfreunde nahmen im Juni an der deutschsprachigen Gebets- und Solidaritätsreise teil. Ein Bericht von Reiseteilnehmerin Veronika Fast.
Das hebräische Wort meint keinen indischen Tee, auch wenn er köstlich schmeckt. Chai bedeutet „es lebt“ und ist ein Ausdruck, der das tiefe Verlangen einer ganzen Nation nach Leben und Frieden widerspiegelt. Unser humorvoller, israelischer Reiseleiter Chaim (Substantiv „Leben“), der seinem Namen alle Ehre macht, begrüßte uns in Israel mit der Feststellung, dass wir dort keine Gäste seien: Wer in dieser besonderen Zeit nach Israel reise, der komme nicht als Tourist, sondern möchte die Menschen, den Alltag und die Realität dieses wunderschönen Landes kennenlernen.
Dies geschah dann auch gleich am ersten Abend mit einem Raketenalarm, da das iranische Regime erneut Raketen auf Israel schoss. Dadurch stiegen wir auch praktisch in unsere Gebetsreise ein und erlebten eine wirksame Zeit im Gebet und der Proklamation des Wortes Gottes in den Schutzräumen des Hotels. Obwohl sich demzufolge einige Pläne änderten, vertrauten wir auf sein Wort, dass wir uns keine Sorgen um den morgigen Tag machen sollten.
Auch die Ungewissheit hielt uns nicht davon ab, in den folgenden Tagen den Gott Israels an besonderen Orten anzubeten und für unsere jüdischen und arabischen Geschwister, das Land und seine Nachbarn zu beten – wie auf dem See Genezareth, an der Grenze zu Syrien, auf dem Ölberg in Jerusalem, auf der Altstadtmauer und vor der Knesset.
Trotz alledem spürten auch wir die Auswirkungen des Krieges der letzten zweieinhalb Jahre, denn an vielen Orten, die wir besuchten, die sonst von Touristen überflutet sind, war unser Bus der einzige auf den riesigen Parkplätzen und wir die einzige Reisegruppe. Für uns war das vorteilhaft, da wir ohne Zeitdruck an den Orten verweilen konnten und häufig mit Israelis ins Gespräch kamen, die verwundert fragten, wer wir seien und was wir gerade jetzt in Israel machen würden. In diesen wertvollen Begegnungen konnten wir unsere Liebe als deutsche Christen gegenüber Israel und Gottes Volk ganz praktisch fließen lassen, denn schon allein unsere Präsenz im Land war eine große Ermutigung für sie.
Gleichzeitig waren auch die geplanten Treffen segensreich, denn sie verknüpften besondere biblische Orte mit der Vergangenheit und der Gegenwart. Eines dieser Treffen fand in Jeschuas (Jesus) Heimatstadt Nazareth statt, wo die arabische Christin Rania Sayegh das Gebetshaus HOPE leitet, welches eine besondere Verbindungsstelle zwischen christlichen Arabern und messianischen Juden darstellt.
Auf dem Berg Karmel, wo einst Elia gegen die Baalspriester antrat, trafen wir dann den Jesusgläubigen Juden und Co-Pastor einer messianischen Gemeinde Colin Mitchell. Er war zutiefst dankbar über unser Kommen, beschönigte gleichzeitig aber nicht den besorgniserregenden Anstieg von Antisemitismus und Israelhass in Deutschland und weltweit seit dem 7. Oktober 2023.
Die verheerenden Folgen dieses Schwarzen Schabbats konnten wir dann mit eigenen Augen sehen, als wir eines der vielen ICEJ-Projekte, das Aufbauprojekt von Kibbuz Be‘eri, besuchten. Hier begegneten wir Lior, Überlebender des Massakers, und hörten mitten in den Trümmern seines Hauses seine zutiefst erschütternde Geschichte und wie er und seine Familie durch ein Wunder überlebten! Sein Haus ist das einzige von 125, das noch als sichtbare Erinnerung an die Zerstörung des 7. Oktober steht, denn alle anderen verwüsteten und ausgebrannten Häuser wurden inzwischen im Rahmen des Wiederaufbaus abgerissen.
Doch so wie der Neubau der Häuser als Zeichen des Widerstandes gegen Hass, Tod und Leid dient, so wird nicht nur die Rückkehr der Bewohner nach Be’eri als Zeichen des Neuanfangs gesehen, sondern drückt gleichzeitig die Liebe zum Leben und die Resilienz eines ganzen Volkes aus. Was für ein Privileg, dass wir das Volk Israel auf diesem Weg des Lebens begleiten dürfen! Wir stimmen ein: Am Israel chai!
»Mich erstaunt sehr, was wir alles gesehen haben, was Gott nach dem 7. Oktober 2023 wirkte: Neue Kraft für die Opfer des Hamas-Massakers – wir sehen, wie viel Power da ist. Chaim, unser Reiseleiter, sagte: Viele sehen nur das eine, dass Israel in aller Welt gehasst wird, aber was die Welt nicht sieht, sind die vielen Beter. Das ist der frische Wind, der in den Raum Israel hineinweht – auch wenn wir nicht vor Ort sind.« Marek
»Wir haben Israel gezeigt, dass wir an ihrer Seite stehen. Ich wurde an die Geschichte von Elisa und seinem Diener erinnert (2. Könige 6), dem die Augen geöffnet wurden für die Überzahl derer, die für Israel waren. Ich empfinde, dass wir Israelfreunde viel gewichtiger sind als die, die gegen Israel sind. Das soll uns Beter ermutigen!« Helmut
»Ich habe diese Gruppe durch Zufall bei Scuba-Reisen entdeckt, aber es war eine meiner besten Entscheidungen meines Lebens hier dabei zu sein.« Dong
»Ich habe unseren Lobpreis auf dem Ölberg so stark empfunden … wie eine geistliche Konfrontation, in der der Sieg Jesu über Jerusalem durchgebrochen ist.« Adelheid
»Mich hat sehr gefreut, dass wir von der Reise eine gute Botschaft in unsere Gemeinden bringen können: Es passiert hier auch so viel Gutes und nicht nur Böses. Das Gute ist stärker!« Joachim
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zeichen der Zeit"
Teile diesen Beitrag:
Panim bedeutet Gesicht. In Zusammenhang
mit dem hebräischen Wort für Wasser, majim,
heißt es Wasseroberfläche. Interessant ist,
dass es diesen Ausdruck nur in der Pluralform
gibt – Gesichter. Und tatsächlich zeigen wir
Menschen nach außen viele „Gesichter“.
Eine Wasseroberfläche reflektiert das Gegenüberliegende,
die Umgebung. Genauso wir
Menschen: Wir spiegeln das wider, auf das
wir schauen. Wenn wir unseren Blick auf Gott
richten, strahlen wir seinen Charakter aus.
Moses Gesicht leuchtete, weil er Zeit
mit Gott verbracht hatte.
Panim bedeutet Gesicht. In Zusammenhang
mit dem hebräischen Wort für Wa...
„Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind … Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch (basar) gekommen ist, der ist von Gott.“
„Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind ... Daran s...
Israel und der Libanon haben ein Friedensabkommen unterzeichnet. Das Abkommen ist historisch, denn erstmals wird anerkannt, dass Israels Präsenz im Libanon auf Selbstverteidigung beruht.
Israel und der Libanon haben ...
Jerusalem ist eine einzigartige und heilige Stadt, die nach jüdischer Überlieferung siebzig Namen hat, z.B. Zion, Stadt Davids, Heilige Stadt, Moria
Jerusalem ist eine einzigartige und heilige Stadt, die nach jüdischer Überlieferung siebzig Namen hat, z...
Jesus zog aus Nazareth fort, um in seiner neuen Heimatstadt Kapernaum am nordwestlichen Ufer des Sees Genezareth im Gebiet von Sebulon und Naftali zu leben.
Jesus zog aus Nazareth fort, um in seiner neuen Heimatstadt Kapernaum am nordwestlichen Ufer des Sees Ge...
Wir stoßen auf Nazareth, als Gott den Engel Gabriel sendet, um Maria zu verkünden, dass sie die Mutter Jesu sein wird.
Wir stoßen auf Nazareth, als Gott den Engel Gabriel sendet, um Maria zu verkünden, dass sie die Mutter J...