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Abraham ließ sich in Beerscheba nieder
Daher nennt man diesen Ort Beerscheba, weil sie beide [Abraham und Abimelech] dort geschworen hatten. So schlossen sie in Beerscheba einen Bund. … Und Abraham pflanzte eine Tamariske in Beerscheba und rief dort den Namen des Herrn, des ewigen Gottes, an. – 1. Mose 21,31&33 (ELB)
Jesus spricht am Brunnen mit der Samariterin
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser wird in ihm zu einer nie versiegenden Quelle, die ewiges Leben schenkt. – Johannes 4,14 (Hfa)
Die Stadt Beerscheba hat biblische Wurzeln, die Tausende von Jahren zurückreichen, bis in die Zeit, als Abraham dort viele Jahre lang als Fremder lebte. Die Bibel berichtet, dass Abraham sich in Beerscheba mit König Abimelech um einen Brunnen stritt. Der König hatte bemerkt, dass Gott bei allem, was Abraham tat, mit ihm war (1. Mose 21,22), und offenbar hatten das auch andere gesehen. Dort in Beerscheba schlossen Abraham und König Abimelech einen Bund. Um diesen Eid zu besiegeln, schenkte Abraham dem König sieben Lämmer. Abraham pflanzte außerdem einen Tamariskenbaum und rief den Namen des Herrn an, wobei er ihn den „ewigen Gott“ nannte. Die Tamariske ist ein Baum, der sich gut für das Wachstum in der Wüste eignet – durch sein tiefes Wurzelsystem kann er Wasser aufspüren.
Damals stritten sich die Menschen oft um Wasserbrunnen, deren Anlegen mühsam und kostspielig war. Schließlich ist Wasser lebensnotwendig. Selbst Isaaks Hirten stritten um die Brunnen, die Isaak wieder aufgegraben hatte (Abimelechs Männer hatten sie verstopf). Glücklicherweise entdeckten Isaaks Knechte schließlich erneut eine Wasserquelle: „Am selben Tag kamen die Knechte, die den Brunnen gruben, zu Isaak und berichteten: ‚Wir sind auf Wasser gestoßen!‘ Da nannte Isaak den Brunnen Schiba (Schwur). Deshalb heißt der Ort bis zum heutigen Tag Beerscheba.“ (1. Mose 26,32-33 (GNB)) So wie Isaaks Knechte einen Brunnen mit fließendem Wasser wiederentdeckten, kann auch unser Brunnen lebendigen Wassers – der Heilige Geist, der vielleicht vorübergehend unterdrückt wurde – wiedergefunden werden.
Das Neue Testament erwähnt die Stadt Beerscheba zwar nicht, doch zu biblischen Zeiten waren Brunnen wichtige Treffpunkte der Gemeinschaft. Dort begegnete Jesus der samaritanischen Frau, die Wasser schöpfte. Jesus sprach zu ihr vom lebendigen Wasser, verband dabei das Natürliche mit dem Geistlichen und sagte ihr, dass jeder, der davon trinke, in Ewigkeit nie mehr Durst haben werde. Jesus sagte damit, dass er die Quelle des Wassers ist, das den geistlichen Durst stillt: „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.“ (Johannes 7,37-38 (LUT 2017)) Wenn wir geistlichen Durst verspüren, sollten wir daran denken, zu trinken und mit Jesus, der Quelle des lebendigen Wassers, verbunden zu bleiben. Nur dann können wir auf die Verheißung vertrauen, dass auch aus uns Ströme lebendigen Wassers fließen werden – eine natürliche Folge der Verbundenheit mit ihm.
Beerscheba, BER ScheWA בְּאֵר שֶׁבַע, wird gemeinhin als „Sieben-Brunnen“ oder „Schwur-Brunnen“ übersetzt – ein Name, der auf den dort geschlossenen Bund zwischen Abraham und Abimelech zurückgeht. Im modernen israelischen Slang wird die Stadt auch „B7“ genannt. Die Bibel berichtet, dass Abraham an diesem Brunnen mitten in der Wüste Gott als den Ewigen anrief. Im Judentum wird Gott oft als „der Ewige“ bezeichnet. Genau dort, im kargen Wüstenland, rief Abraham am „Sieben-Brunnen“ den ewigen Gott an. Erinnern wir uns daran, dass die Sieben die Zahl der Fülle ist.
Heute ist Beerscheba mit über 200.000 Einwohnern die größte Stadt im Süden Israels. Sie wird als „Hauptstadt des Negev“ bezeichnet. Dort verschmelzen Altes und Neues. Der historische Nationalpark Tel Beerscheba gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe – mit archäologischen Funden, die 4.000 Jahre alt sind. Doch neben der Geschichte hat diese Wüstenstadt auch einen hochmodernen Wissenschafts- und Technologiepark. Diese modernen Entwicklungen werden durch die dortige Universität noch verstärkt, die nach Ben-Gurion benannt ist, dem ersten Ministerpräsidenten Israels, der 1948 den modernen Staat Israel ausrief. Er war davon überzeugt, dass Israels Zukunft in der Wüste liege und setzte sich intensiv für deren Erschließung ein. Denn er wusste, dass Quellen und Wasser entscheidend dafür sind, die Wüste zum Blühen zu bringen. Ben-Gurion ist in der Negev-Wüste begraben.
Die Menschen beobachten dich! Abimelech beobachtete Abraham und sah, dass Gott mit ihm war. Jesus gab der samaritanischen Frau am Brunnen lebendiges Wasser, und ihr Umfeld nahm dies wahr. Kann man sehen, dass auch du aus der Quelle des lebendigen Wassers trinkst? Manchmal ist dein „Brunnen“ vielleicht eine Weile verstopft. Wie kannst du die „Quelle“ wieder zum Fließen bringen?
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