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Mitte Februar fand die zweite deutsche Begegnungs- und Projektreise der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) unter der Leitung von Stephan Lehnert und Birte Scholz (beide aus Stuttgart) statt. Mit 25 Teilnehmern aus ganz Deutschland besuchten wir verschiedene Projekte der ICEJ, erfuhren aus erster Hand über die segensreiche Arbeit der Botschaft und begegneten dabei vielen Israelis persönlich.
„Es war sehr interessant, die ICEJ-Hauptstelle in Jerusalem gleich am Anfang kennenzulernen und einen Überblick über die Arbeit zu bekommen“, erklärte Reiseteilnehmer Siegfried Wiegele. Dr. Jürgen Bühler, Geschäftsführender Direktor der ICEJ, empfing die Gruppe mit den Worten: „Die Verbindung zwischen der christlichen Welt und Israel 70 Jahre nach dem Holocaust ist nichts anderes als ein Wunder. Wenn Gott wirkt, kann ihn niemand aufhalten.“
In Rischon LeZion half die Reisegruppe, begleitet von Nicole Yoder, Direktorin der ICEJ-Sozialabteilung, bei der Lebensmittelverteilung an bedürftige Israelis. „Es war sehr eindrücklich: Das Geld nützt nichts, wenn keine Hände da sind, die mit anpacken“, sagte Irmgard Heinze „Am wichtigsten ist, dass Juden erfahren, dass es Christen gibt, die sie lieben“, kommentierte Ute Schmoll. Anschließend genoss die Gruppe den Besuch auf einem Weingut im Elah-Tal, wo David gegen Goliath kämpfte.
Für viele Teilnehmer war der Besuch bei Pastor Naim Khoury von der Ersten Baptistengemeinde in Bethlehem ein besonderer Höhepunkt. Der arabische Pastor, der unerschrocken das Evangelium verkündet und auch über die Erwählung des jüdischen Volkes predigt, erzählte uns sein Lebenszeugnis. „Mir hat die Arbeit von Pastor Khoury imponiert, in welcher Situation er dort evangelisiert, unter Einsatz seines Lebens – er wurde schon angeschossen – und dass er den Mut hat, seinen Glauben und sein Gebet auch über die Kirchenmauern hinweg zu proklamieren“, zeigte sich Ulrich Siegle beeindruckt.
In Beit Jala nahe Bethlehem konnten wir die Behindertenwerkstatt Lifegate für 250 körperlich und geistig behinderte Kinder und Jugendliche besuchen. „Es ist klasse, dass es möglich ist, Netzwerke aufzubauen und Juden und Araber zu verbinden“, erklärte Lena Fröschle. „Dass sie zum Beispiel mit palästinensischen Kindern zum jüdischen Arzt nach Israel fahren ist sehr beachtlich“. Auch für Emily Staacke (14) war der Besuch wichtig. „Ich habe nicht gewusst, dass arabische Eltern sich für ihre behinderten Kinder schämen. Bei uns sind viele mit Rollstuhl einfach mit dabei, hier ist das nicht so. Es ist ermutigend, dass Leute die Möglichkeit erhalten, rauszukommen und nicht immer eingesperrt zu sein.“
In Israels Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem erhielten wir eine mehrstündige Führung von dem renommierten Professor und Auschwitz-Experten Dr. Gideon Greiff. „Der Professor hat sehr gut erklärt, wie das Böse funktioniert und mit Beschämung, Erniedrigung und Demütigung arbeitet“, erklärte Margarete Hannemann. „Es war gut, dass wir erst in Yad Vashem waren und dann Holocaustüberlebende im Haifa-Heim besucht haben.“
Die bewegende Begegnung mit den Bewohnern des Heimes der ICEJ für bedürftige Holocaustüberlebende in Haifa war einer der Höhepunkte der Reise. Yudit Setz und Jannie Tolhoek von der ICEJ-Sozialabteilung begrüßten die Gruppe gemeinsam mit einigen Holocaustüberlebenden, die ihre Lebensgeschichten erzählten. Die Teilnehmer freuten sich über die Offenheit und Herzlichkeit der Bewohner. „Wir müssen unsere Geschichten erzählen, sonst werden sie vergessen. Es ist sehr wichtig, dass ihr kommt, besonders junge Leute“, erklärte Bewohnerin Chava. „Wir werden es unseren Kindern und Enkeln weitergeben“, versicherte Dietlind Galonske.
Auch beim Mittagessen gab es angeregte Gespräche. „Ich war angenehm überrascht, dass sie, die so viel Schweres durchgemacht haben in ihrem Leben, trotz allem eine positive und zufriedene Ausstrahlung haben und etwas Gutes erleben dürfen, hier im Heim leben und versorgt werden“, freute sich Karin Lanz.
Zum Abschluss der Reise richtete sich unser Fokus auf Südisrael. In Netivot besuchten wir eine Schule, an deren Bushaltestelle die ICEJ-Deutschland einen Schutzbunker aufstellen ließ, um den wartenden Kindern eine Zuflucht zu bieten. Insgesamt lieferte die ICEJ im letzten Sommer während der Gaza-Krise elf solche Schutzbunker. „Mir hat die neugierige, natürliche Art der Kinder gefallen, die trotz der ernsthaften Lage lebendig und freundlich sind“, sagte Inès Garcia-Akritidis. „Es ist ganz schrecklich, dass sie so nah am Feind leben, nur 14 km von der Grenze entfernt. Ich bedaure die tägliche Angst, der sie ausgesetzt sind, aber ich schätze auch die Stärke der Leute.“ Am Aussichtspunkt auf den Gazastreifen betete die Gruppe für Palästinenser und Israelis und besichtigte anschließend im Hof der Polizeiwache von Sderot das Lager von Raketenüberresten, die Terroristen aus Gaza auf Israel abgefeuert hatten.
In Beerschewa begegneten wir Neueinwanderern in einem Integrationszentrum. „Man sieht, wie es in der Bibel heißt, dass Gott sein Volk aus dem Norden, Süden, Osten und Westen nach Israel zurückholt.“, erklärte Maximilian Schmid. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie vorbildlich sich Israel um die Integration der Neueinwanderer bemüht“, sagte Dieter Galonske und äußerte sich positiv überrascht über die große Vielfalt an Projekten, die die ICEJ im ganzen Land unterstützt. „Die ICEJ-Sozialabteilung leistet viel und ist mit Herzblut dabei!“
Auch Walter Westphal, mit 82 Jahren der Senior der Gruppe, hielt die besuchten Projekte für wichtig und bedeutungsvoll. „Wir dürfen mit der finanziellen Hilfe nicht nachlassen, sondern sollen auch dafür werben. Ich sehe es als wichtigen Auftrag, auch für mich persönlich, zu versuchen, viele für Israel zu gewinnen.“ Rund 100.000 Euro konnten während der ICEJ-Begegnungsreise an die verschiedenen Projekte übergeben werden. Auch für 2016 ist eine weitere Projekt- und Begegnungsreise geplant.
Dieser Ort ist mehr als ein einfacher Hügel. Er wurde nachTheodor Herzl (1860 – 1904) benannt, dem Wegbereiter und Visionär des modernen Staates
Israel.
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