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Abram durchzog das Land Kanaan
Abram durchzog das Land bis an die Stätte bei Sichem, bis zur Eiche More … Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben. Und er baute dort einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war. … Danach zog Abram immer weiter bis ins Südland. – 1. Mose 12,6–7,9 (LUT 2017)
Jesus zog durch das Land
Und Jesus zog umher in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen. – Matthäus 9,35 (LUT 2017)
Die Ereignisse in der Bibel spielen sich vor allem im Land Israel ab. Abraham durchwanderte dieses verheißene Land. Auch Jesus durchzog das Land während seines Wirkens. In diesem Kapitel werden wir einige wichtige biblische Orte entdecken. Dabei beschränken wir uns auf die Städte, die für Abraham, David und Jesus von Bedeutung waren und die in der Geschichte Israels eine Rolle spielten. Es ist gut, sich mit diesen Orten näher vertraut zu machen, um zu entdecken, was sie uns erzählen können: Hebron, eine sichere Stadt der Freiheit; Beerscheba, die Stadt der Quellen; Betlehem, das Haus des Brotes; Nazareth, die Stadt der Christen; Kapernaum, der Ort des Trostes; und Jerusalem, die Stadt des Friedens.
Gott rief Abram aus seinem Heimatland, dem Kreis seiner Familie und dem Haus seines Vaters, damit er in das Land zöge, das Gott ihm zeigen würde. Gott versprach, er würde Abram zu einem großen Volk machen, ihn segnen und ihn für alle Generationen der Erde zum Segen setzen. Was für eine erstaunliche Verheißung! Abram gehorchte und machte sich auf den Weg, genau wie der Herr es ihm gesagt hatte. Er durchstreifte das Land. Überall, wo er hinkam, errichtete er Altäre für Gott – und nahm so das Land geistlich in Besitz.
Doch Gott gab Abram, der später Abraham genannt wurde, einen seltsamen und schwierigen Auftrag: seinen Sohn auf dem Berg Moria zu opfern. Der Berg Moria liegt in Jerusalem, genau dort, wo später der Erste und der Zweite Tempel standen. Er ist auch ganz in der Nähe des Ortes, an dem Jesus gekreuzigt, begraben und auferweckt wurde. Machen wir uns bewusst, dass Abraham die Erfüllung der Verheißungen nicht selbst erlebte, sondern auf ihre letztendliche Verwirklichung hoffte. (Hebräer 11,13)
Die Verheißungen, die Gott durch sein Volk Israel gab, gelten letztlich der ganzen Welt. Eine von vielen Bibelstellen, die dies bekräftigt, finden wir kurz vor Jesu Himmelfahrt, als er seinen Jüngern den sogenannten Missionsbefehl erteilte: „Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“ (Matthäus 28,19–20 (ELB)) Was für ein Auftrag und was für eine Verheißung – dass Gott immer bei uns sein wird bis zum Ende der Welt!
In 1. Mose 1,1 heißt es, dass Gott „am Anfang“ Himmel und Erde schuf – BeReschit Bara Elohim Et HaSchamajim VeEt HaAReTz. Das Wort AReTz bedeutet in diesem Vers „Land“ oder „Erde“, daher steht HaAReTz hier für die ganze Erde. Weiter hinten in der Bibel wird das Land Israel, AReTz, erwähnt, als Gott Jakob anweist: „Kehre zurück in das Land [AReTz] deiner Väter … Ich werde mit dir sein.“ (1. Mose 31,3 (ELB)) Heute wird das Land Israel als EReTz JiSRAeL bezeichnet oder manchmal zu HaAReTz abgekürzt: „das Land“.
Abraham durchzog das Land als Fremder, als Pilger, der nichts besaß, sondern auf Gottes Versorgung und Schutz vertraute: „Durch Glauben siedelte er sich im Land der Verheißung an wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.“ (Hebräer 11,9–10 (ELB)) Auch du bist ein Pilger. Was ist dein Ziel?
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