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Das Laubhüttenfest: Gottes Treue und Versorgung feiern

Das Laubhüttenfest: Gottes Treue und Versorgung feiern

Dr. Jürgen Bühler, Präsident der ICEJ in Jerusalem
Eine Sukka im jüdischen Viertel in Jerusalem

Das Laubhüttenfest ist das dritte der großen Pilgerfeste Israels und der Höhepunkt seiner prophetischen Bestimmung.

Foto: ICEJ, Eine Sukka in Jerusalem

Die drei Pilgerfeste der Bibel

Das Passahfest (oder Pessach) erinnert an den Auszug aus Ägypten und daran, dass das Blut eines fehlerlosen Lammes alle diejenigen rettete, die sein Blut an ihre Türpfosten strichen. Als Christen erinnern wir uns daran, dass das Blut Jesu Christi, des fehlerlosen Lammes Gottes, uns ewiges Heil gebracht hat.

Beim Pfingstfest (Schawuot) feiert Israel den Empfang des Gesetzes, wie der Herr im Feuer auf den Berg Sinai herabkam. Die Christenheit erinnert sich daran, wie der Geist Gottes auf die junge Gemeinde am Pfingstfest herabkam, wieder mit Feuer und einem mächtigen Brausen des Windes. Er erfüllte das Leben der Gläubigen mit der Gegenwart Gottes.

Das letzte große Fest ist das Laubhüttenfest (Sukkot). Hauptbestandteil ist die Sukka (Laubhütte). Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen… dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR, euer Gott.”(3. Mose 23,42-43)

Jahwe Jireh – Gott unser Versorger

Israel ist dazu aufgerufen, sich an die Versorgung Gottes während der 40 Jahre ihrer Wüstenwanderung zu erinnern. Die Zeit im Sinai war schwierig und hart, doch gleichzeitig versorgte Gott sie und wirkte Zeichen und Wunder. Er versorgte Israel mit allem, was sie für ihr tägliches Leben brauchten, auf ganz außergewöhnliche Weise. Er war Jahwe Jireh (Gott unser Versorger) in jeglicher Hinsicht. Er gab ihnen Wasser aus dem Felsen und tägliches Brot, das für Engel gedacht war. Ihre Kleidung verschliss 40 Jahre lang nicht und ein übernatürliches „Gesundheitsprogramm“ stellte sicher, dass keine Schwachen unter denen waren, die Ägypten verließen (Psalm 105). Gottes eigene Gegenwart leitete sie in einer Wolke bei Tag und einer Feuersäule bei Nacht. Gott kümmerte sich um jedes Detail ihres Lebens.

Im 1. Korintherbrief 10,11 wird dieser Zeitabschnitt der Geschichte Israels als Beispiel für die heutige Gemeinde bezeichnet, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist.“Doch es ist bemerkenswert, dass die Christenheit zwar Passah/Ostern und Pfingsten feiert, aber niemals das Laubhüttenfest angenommen hat. Das hat einen einfachen Grund: Die Christenheit befindet sich immer noch „auf dem Weg in das verheißene Land“. Das bedeutet, wir leben heute immer noch in unseren Hütten, d.h. in unseren irdischen Körpern. Darauf bezieht sich Paulus im 2. Korinther 5,1-2: „Denn wir wissen: Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel. Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden“.

Die irdische Hütte

Paulus schreibt, dass wir in unserer irdischen Hütte seufzen. Für ihn war das Leben nicht immer einfach. Leid gehört zum Leben des Gläubigen hier auf der Erde dazu. „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit das Übermaß der Kraft von Gott sei und nicht aus uns. In allem sind wir bedrängt, aber nicht erdrückt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg; verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht vernichtet.“(2. Korinther 4,7-9)

Unser Leben ähnelt oft der Wüstenerfahrung Israels. Manchmal bekommen wir die glühende Hitze zu spüren. Es gibt Zeiten, in denen wir aufgeben wollen. Selbst der große Apostel des Glaubens fand sich selbst in diesem Zustand wieder und bekannte, „dass wir übermäßig beschwert wurden, über Vermögen, so dass wir sogar am Leben verzweifelten.“(2. Korinther 1,8) Doch in dieser verzweifelten Lage erfuhr er eine wunderbare Befreiung, die sein Vertrauen und seine Hoffnung auf Gott stärkte.

Hoffnung in schwierigen Zeiten

Es waren die großen Herausforderungen in der Wüste, die es Israel erlaubten, Gott als seinen großen Befreier zu erkennen. Ohne Wassermangel hätte es kein Wasser aus dem Felsen gegeben. Es war ihre verzweifelte Lage zwischen der ägyptischen Armee und dem Roten Meer, die es ihnen erlaubte, eines der größten Wunder der Geschichte zu erleben, die Teilung des Meeres.

Daher ist unsere Lektion des Laubhüttenfestes heute, dass wir immer noch in zerbrechlichen Hütten leben. Vielleicht befinden Sie sich in schwierigen und herausfordernden Umständen. Sie verzweifeln vielleicht gerade am Leben. Doch diese Situationen sollten Hoffnung in uns wecken. Wenn wir seufzen, sollten wir uns nie beschweren. Je größer unser Bedürfnis, desto größer ist das Wunder, das Gott für uns wirken kann.

Ich ermutige Sie, auf eine Berührung Jesu bei diesem Laubhüttenfest zu hoffen und zu vertrauen. Vielleicht fühlen sich geistlich ausgetrocknet. Doch ER kann lebendiges Wasser aus dem Felsen Christi gerade für Sie hervorbringen!

Warum Christen das Laubhüttenfest feiern

Die Erfüllung des Laubhüttenfestes erwarten wir erst in der Zukunft, wenn Jesus nach Jerusalem zurückkehrt und seine tausendjährige Herrschaft hier auf der Erde errichten wird. Dann werden die Nationen nach Jerusalem kommen und sich an Gottes Versorgung während ihres langen Weges nach Hause erinnern, als es Gründe gab, zu seufzen. Letztendlich warten wir auf unsere himmlische Behausung, das himmlische Jerusalem!

Doch warum feiern wir dann heute schon Sukkot? Diese Laubhüttenfestfeier ist immer ein wundervoller Vorgeschmack auf die Zeit, wenn alle Völker nach Jerusalem hinaufziehen werden, um Sukkot zu feiern. Sie ist eine prophetische Proklamation, dass unser Herr bald wiederkommen wird. Und sie verkündet Israel und den Nationen, dass ein neuer Tag anbricht. Der König kommt, und wir sind hier, um uns an seiner verändernden Kraft zu freuen und über seine baldige Ankunft fröhlich zu sein.

Es ist auch der richtige Zeitpunkt, an Israels Seite zu stehen und den Menschen hier zu versichern, dass der Gott, der sie aus Ägypten befreit hat, sie auch heute befreien wird. Der Gott Israels wird kommen und unter seinem Volk wohnen. Daher ist es ein Fest großer Freude, großer Hoffnung und großer Wunder!

Seien Sie dieses Jahr bei unserem Laubhüttenfest mit dabei und feiern Sie mit Christen aus der ganzen Welt gemeinsam dieses freudige Fest des Herrn! Kommen Sie mit zum ICEJ-Laubhüttenfest

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