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Die Geschichte Anne Franks hat viele, viele Menschen ergriffen, da sie die Reise einer Jugendlichen durch die Schrecken des Holocaust in ihren eigenen Worten dokumentiert. Es ist ein persönliches Zeugnis über die Ängste, Emotionen, Gefühle, Gedanken und Leiden einer einzelnen Person, deren Welt vom Bösen und schließlich vom Tod eingenommen wird. Diese Geschichte ist zu Recht der Nachwelt erhalten worden und dient als Warnung für künftige Generationen, die „mit Abstand“ zu den Schrecken der Nationalsozialisten aufwachsen.
Um den 60. Jahrestag der Veröffentlichung ihres berühmten Tagebuches zu begehen, hat das Jerusalem English Speaking Theatre (JEST) im Dezember das mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Stück „Das Tagebuch der Anne Frank“ aufgeführt. Die Entscheidung für das Stück fiel, nachdem JEST den ICEJ-Musikdirektor Chuck King eingeladen hatte, eine Produktion seiner Wahl zu leiten, bevor er nach seinem 12jährigen Israel- Aufenthalt in die USA zurückkehren würde. Statt ein Musical zu wählen, wie alle erwartet hatten, entschied sich Chuck für das Tagebuch, das ihn schon als Schüler in der siebten Klasse tief bewegt hatte.
Als Direktor des Stückes arbeitete Chuck mit der 13jährigen Neuentdeckung Avigayeel Kollek in der Titelrolle. Avi, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Figur Anne Franks aufweist, ist die Enkelin des beliebten verstorbenen Jerusalemer Bürgermeisters Teddy Kollek, während ihr Vater Amos als Filmproduzent in New York arbeitet.
Obwohl es sich um Avis erste Schauspielrolle handelte, wirkte sie völlig natürlich, wie auch Hanna Pick Goslar, die engste überlebende Freundin von Anne Frank, die jetzt in Jerusalem lebt und zur Premiere eingeladen worden war, bestätigte. „Sie war sehr beeindruckend“, erklärte Pick. „Sie sah aus wie Anne. Sie war voller Leben wie Anne. Aber ihr Schauspiel war so gut, dass es bei mir auch gemischte Gefühle und Erinnerungen weckte…“
Ihre persönliche Beziehung zur Autorin des Tagebuchs brachte die Ereignisse aus dem damaligen Amsterdam in die Gegenwart und machte die Produktion noch eindrücklicher. Diese Ehrung Anne Franks stellte auch einen angemessenen Abschluss des bemerkenswerten Dienstes von Chuck King in Israel dar. Sein letztes Geschenk an Israel und die ICEJ war eine Erinnerung an das historische Übel, dass das Jüdische Volk bis auf den heutigen Tag verfolgt – ein angemessene Erinnerung daran, warum wir Israel segnen und ein Zeugnis der persönlichen Treue Chuck Kings.
Einblicke aus Schauspielersicht
von Dr. Susanna Kokkonen Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems
Ich hatte das Vorrecht, die Rolle von Miep Gies zu spielen, einer nichtjüdischen Frau, die der Familie Frank während der Jahre
in ihrem Versteck in Amsterdam geholfen hat. Als ich zuerst für die Rolle vorsprach, waren mir die Dimension und die Wichtigkeit dieses Theaterprojektes gar nicht bewusst.
In einem anderen Stück mitzuspielen, hätte einfach nur spaßig sein können. Aber im Tagebuch der Anne Frank dabei zu sein, hat einen geistlichen Wert, der mein Verstehen übersteigt. Dieses Stück gibt den Menschen eine Stimme, die ihre Stimme in den Massengräbern verloren haben. Es ehrt sowohl die Opfer als auch diejenigen, die versuchten, ihnen zu helfen. Bei der ersten Aufführung war Hanna Pick Goslar, Annes Schulfreundin aus Kindertagen anwesend – welch eine Ehre. Nach einer der Vorstellungen kamen mehrere israelische Kinder zu mir und fragten mich: „Miep, wie hast Du das Tagebuch gefunden?“ Es war herzzerreißend für mich, dass ich für diese Kinder immer das Gesicht von Miep sein würde. Die wahre Miep lebt in Holland und ich kann nicht aufhören, an sie zu denken. Als junge Frau tat sie eine gute Tat, und dies hat ihr ganzes Leben gekennzeichnet und wie der Rest der Welt sie sieht. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Jan ist sie 1972 von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern ausgezeichnet worden.
Emotional gesehen ist es ein schwieriges Stück, weil es eine tragische Geschichte ist. Wegen der lustigen Momente erwartet an ein gutes Ende, das niemals kommt. In Kenntnis dieses Endes möchte ich Anne selbst zitieren, die gesagt hat: „Eine Person, die Mut und Glauben hat, stirbt niemals qualvoll.“ Durch dieses Theaterstück ehren wir sie und so viele andere. Obwohl sie jung gestorben ist, lebt sie in den Herzen der Menschen auf ewig weiter. Sie wollte berühmt werden, und sie wurde berühmt. Sie hat all denjenigen eine Stimme gegeben, die wie sie selbst ihr Leben verloren haben. Es ist für mich keine Pflicht sondern eine Ehre, unter denen sein zu dürfen, die die Erinnerung an Anne Frank wach halten.
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