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Den sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden eine Stimme geben – das ist das Anliegen der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem (Jerusalem), erklärte Dr. Noa Mkayton von der Internationalen Schule für Holocaust-Studien in Yad Vashem am Montag. Zu dem Vortrag der ICEJ-Academy auf der Videoplattform ZOOM hatten sich mehr als 120 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zugeschaltet. „Die Geschichte wird aus der Sicht des Siegers geschrieben, nicht des Besiegten“, erklärte Dr. Mkayton. Daher dokumentierten Juden noch während des Holocaust – in den Ghettos und Konzentrationslagern – ihre Erlebnisse, Erinnerungen und Gedanken. Sie waren besorgt, dass all dies nach ihrem Tod, den sie Tag für Tag vor Augen hatten, verloren gehen würde. Daran knüpfe Yad Vashem an, sagte Dr. Mkayton. Die Holocaustgedenkstätte rückt die Erinnerung an den Einzelnen in den Fokus. „In der jüdischen Erinnerungskultur braucht man einen persönlichen Bezug.“ Die Geschichte der Ermordeten – vor und während des Holocaust – müsse mit ihrer eigenen Stimme erzählt werden, anhand von Fotos, Briefen und Augenzeugenberichten. Nur auf diese Weise könne man die von den Nazis so perfide betriebene „Entmenschlichung“ der Juden in der Erinnerung rückgängig machen. Sari Granitza, Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems, betonte die wichtige Funktion der Informations- und Aufklärungsarbeit im Kampf gegen den Antisemitismus und dankte den Teilnehmern für ihre Unterstützung.
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