MENÜ

Als treue Wächter hütete das jüdische Volk die Heilige Schrift über Jahrtausende hinweg bis heute – trotz Existenzkämpfe und Zerstreuung. Als Zeichen der Dankbarkeit finanzierte die ICEJ eine Tora-Rolle für eine besondere Synagoge im Shuni-Park. Die deutsch-schweizerische Solidaritätsdelegation war zu Besuch.
Wir ziehen die Köpfe ein und flüchten vom Bus in die Synagoge. Es regnet. Ach nein, es schüttet! „Danke, dass Ihr Regen mitgebracht habt“, begrüßen uns die Mitarbeiter des Jüdischen Nationalfonds KKL: „Regen ist für uns ein Segen.“ Die Worte werden vom strömenden Regen verschluckt, der auf das Dach der kleinen Synagoge niederprasselt. Dabei war heute im Wetterbericht kein einziger Tropfen Niederschlag angekündigt und wir wollten nach dem Synagogenbesuch noch Bäume pflanzen. Aber die Stimmung ist gut. Wir vertrauen auf Gottes Zeitplan. Wir sind im Shuni-Park, umgeben von Weinbergen beim Carmel-Gebirge. Hier entsteht ein Erholungs- und Lernzentrum speziell für junge Leute. Es wird einmal 400 Übernachtungsplätze in Zelten und unter freiem Himmel geben. Eigentlich sollte der Park bereits fertig sein, doch durch den Angriffskrieg der Hamas konnten die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen werden.
Die Synagoge bildet das Zentrum des Parks – und ist allein schon sehenswert! Denn sie ist nicht gemauert, sondern ein Nachbau des Stiftszelts, mit dem das Volk Israel einst durch die Wüste zog, erklärt uns Jeremy David, der Leiter des Shuni-Zentrums. Originalgetreu auch die Innen-wandverkleidung: Stoffe aus Ziegenhaar. „Sie haben sich mit dem Geist des Zionismus identifiziert und Ihr Schicksal mit dem Schicksal des jüdischen Volkes verbunden“, dankt David der christlichen Besuchergruppe.
Wir besuchen das Herzstück der Synagoge: Die neue Torarolle, handgeschrieben, mit Tinte und Feder auf Pergamentpapier, die einzelnen Seiten sorgfältig zu einer Rolle zusammengenäht. Rund ein Jahr Arbeit steckt in diesem heiligen Kunstwerk, finanziell ermöglicht durch den deutschen Zweig der ICEJ, ebenso wie der Bau dieser besonderen Synagoge. „In der Vergangenheit wurden in Deutschland Torarollen verbrannt“, erläutert Stephan Lehnert, Reiseleiter und Geschäftsführer des deutschen Zweigs der ICEJ, die Hintergründe: „Daraus wurde die Idee geboren, diese Torarolle zu stiften.“
Fünf Buchstaben fehlen noch, das letzte Wort der Tora. Die Heilige Schrift soll nicht inmitten einer Baustelle eingeweiht werden. Deshalb werden die letzten Buchstaben erst Ende des Jahres vollendet. Es sind die Buchstaben Jud, Sin, Resch, Alef und Lamed: Israel. Wir feiern also die (fast) Vollendung der Torarolle. Es wird gelacht, gesungen, geklatscht. Unsere jüdischen Gastgeber nehmen uns in ihre Mitte und wir tanzen gemeinsam um die Bima, den altarähnlichen Tisch, auf dem im Gottesdienst die große Torarolle ausgerollt wird. Wir feiern, während draußen die Fahnen auf halbmast hängen und überall gelbe Schleifen an die Geiseln der Hamas im Gazastreifen erinnern. Unbezwingbarer Lebensmut trotz bitterem Schmerz. Das erleben wir überall im Land.
Während wir singen und tanzen, hört der Regen auf. Ein kräftiger Wind trocknet die Oberfläche des Bodens binnen weniger Minuten, so dass wir ohne nasse Erdklumpen an den Sohlen über Trampelpfade zur Ein-pflanzstelle marschieren können. In einem abgebrannten Waldstück pflanzen wir robuste kanarische Kiefern. Was gilt es zu beachten? Oberförster Johannes Guagnin lacht und gibt uns den wichtigsten Tipp: „Das Braune nach unten, das Grüne nach oben.“ Das kriegen wir hin.
Teile diesen Beitrag:
Panim bedeutet Gesicht. In Zusammenhang
mit dem hebräischen Wort für Wasser, majim,
heißt es Wasseroberfläche. Interessant ist,
dass es diesen Ausdruck nur in der Pluralform
gibt – Gesichter. Und tatsächlich zeigen wir
Menschen nach außen viele „Gesichter“.
Eine Wasseroberfläche reflektiert das Gegenüberliegende,
die Umgebung. Genauso wir
Menschen: Wir spiegeln das wider, auf das
wir schauen. Wenn wir unseren Blick auf Gott
richten, strahlen wir seinen Charakter aus.
Moses Gesicht leuchtete, weil er Zeit
mit Gott verbracht hatte.
Panim bedeutet Gesicht. In Zusammenhang
mit dem hebräischen Wort für Wa...
„Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind … Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch (basar) gekommen ist, der ist von Gott.“
„Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind ... Daran s...
35 mutige Israelfreunde nahmen im Juni an der deutschsprachigen Gebets- und Solidaritätsreise teil. Ein Bericht von Reiseteilnehmerin Veronika Fast.
35 mutige Israelfreunde nahmen im Juni an der deutschsprachigen Gebets- und Solidaritätsreise teil. Ein ...
Israel und der Libanon haben ein Friedensabkommen unterzeichnet. Das Abkommen ist historisch, denn erstmals wird anerkannt, dass Israels Präsenz im Libanon auf Selbstverteidigung beruht.
Israel und der Libanon haben ...
Jerusalem ist eine einzigartige und heilige Stadt, die nach jüdischer Überlieferung siebzig Namen hat, z.B. Zion, Stadt Davids, Heilige Stadt, Moria
Jerusalem ist eine einzigartige und heilige Stadt, die nach jüdischer Überlieferung siebzig Namen hat, z...
Jesus zog aus Nazareth fort, um in seiner neuen Heimatstadt Kapernaum am nordwestlichen Ufer des Sees Genezareth im Gebiet von Sebulon und Naftali zu leben.
Jesus zog aus Nazareth fort, um in seiner neuen Heimatstadt Kapernaum am nordwestlichen Ufer des Sees Ge...