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Terroristen im von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen haben am Dienstag und Mittwoch mehrere Brandballons nach Israel geschickt. Am Mittwoch verbrannten rund zwölf Hektar Land, ein großer Teil davon landwirtschaftliche Fläche. Am Dienstag verursachten mit Brandsätzen bestückte Ballons insgesamt 26 Brände in Südisrael. „Leider sind wir schon daran gewöhnt“, sagte Ofer Liebermann, ein Landwirt aus dem Kibbuz Nir Am nahe der Gaza-Grenze. „Wo wir leben ist die Lage weiterhin angespannt, auch nach dem Ende der Militäroperation in Gaza.“ Die israelische Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum Mittwoch Stellungen der Hamas. Es waren die ersten israelischen Luftangriffe seit der Amtseinführung von Premierminister Naftali Bennett am Sonntag. Bennett hatte in der Vergangenheit betont, die israelische Armee solle auf Terror-Ballons genauso reagieren wie auf Raketenangriffe. Die Hamas hatte Israel zuvor wegen des Flaggenmarsches nationalistischer Juden durch Jerusalem mit Raketenbeschuss und Brandballons gedroht. Der Marsch, der traditionell am Jerusalem-Tag stattfindet, war am 10. Mai abgesagt worden, nachdem die Hamas Raketen auf Jerusalem gefeuert hatte. Er wurde schließlich am Dienstag durchgeführt. Die Hamas feuerte jedoch keine Raketen auf Israel. Israelische Medien vermuten, mit ihren Drohungen wolle die Hamas ihre Frustration über das Ausbleiben der monatlichen Hilfszahlungen aus Katar ausdrücken. Israel hat seit dem Raketenkrieg vom Mai die Zahlungen in Millionenhöhe gestoppt und diese an die Bedingung geknüpft, dass die Hamas zwei im Gazastreifen festgehaltene israelische Geiseln sowie die sterblichen Überreste zweier Soldaten freigibt.
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