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Während der ICEJ-Laubhüttenfestfeier in Jerusalem haben ICEJ-Direktoren aus knapp 40 Ländern an einer Gedenkzeremonie in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem teilgenommen. In der „Halle der Erinnerung“ entzündeten ICEJ-Direktor Rene Terra Nova aus Brasilien und Dr. Billy M. Wilson vom „International Center for Spiritual Renewal“ und der Initiative „Empowered21“ die Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust. Dr. Jürgen Bühler, Geschäftsführender Direktor der ICEJ, las Psalm 102, das Gebet des Gequälten, und Juha Ketola, Internationaler Direktor der ICEJ, den letzten Brief eines Holocaustopfers an seine Familie. ICEJ-Vorstandsmitglied Rev. Malcolm Hedding und ICEJ-Direktor Leif Wellerop aus Norwegen legten einen Gedenkkranz auf der Steinplatte nieder, unter der Asche aus Konzentrationslagern begraben liegt.
Nach der Gedenkveranstaltung in der „Halle der Erinnerung“ legten die ICEJ-Direktoren Kränze für ihr jeweiliges Land auf dem Platz des Warschauer Ghettos nieder. Dr. Jürgen Bühler dankte Schaja Ben Jehuda, Direktor der Internationalen Abteilung in Yad Vashem, und Dr. Susanna Kokkonen von den „Christlichen Freunden Yad Vashems“ für die Freundschaft und gute Partnerschaft. Im Namen der verschiedenen Zweige der ICEJ erklärte Bühler: „Wir werden sicherstellen, dass das Gedenken an die Opfer des Holocaust lebendig bleibt und alles tun, was wir können, auch in der Kirche, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.“
Stellvertretend für Gottfried Bühler, den Leiter der ICEJ-Deutschland, legten Pastor Andreas Sohl, Vorstandsmitglied im Deutschen Zweig und Hannelore Illgen, Mitglied des Deutschen Zweiges der ICEJ (siehe Bild oben), einen Kranz nieder. „Das ist ein unglaublich wichtiger Augenblick, denn er hat zu tun mit unserem Land, mit Deutschland. Ich habe mich viel mit dem Holocaust auseinandergesetzt und war in vielen Konzentrationslagern. Die Eindrücke von diesen Besuchen kommen jetzt hoch und das Entsetzen darüber, was geschehen ist“, sagte Andreas Sohl bewegt. „Und trotzdem gibt es Hoffnung, Seite an Seite zu gehen, die Schuld zu benennen und Freisetzung zu erfahren. Wir als Christen stehen zusammen mit Israel.“
Hannelore Illgen ergänzte: „Mich bewegen viele Gefühle. Wir waren hier und haben stellvertretend Buße getan, denn viele Länder sind schuldig geworden, besonders Deutschland. Wir haben dankbar Vergebung empfangen. Nun können wir als Nationen frei von Schuld und Scham zu Gott kommen und unsere Schätze bringen, wie es in Offenbarung 21,26 heißt.“
ICEJ-Direktor Pastor Antonio Rozzini erklärte: „Ich bin sehr geehrt, dass ich Italien hier vertreten darf. Italien war ein Alliierter Nazi-Deutschlands und hat einige schändliche Gesetze gegen Juden erlassen. Es ist ein großes Privileg, Deutsche und Italiener, die in der Vergangenheit Verfolger waren, heute sagen zu hören: `Wir sind mit dir, Israel.´ Dafür bin ich sehr dankbar.“ Auch Karl Klanner, ICEJ-Direktor aus Österreich, und sein Schweizer Amtskollege Hansjörg Bischof legten jeweils einen Kranz nieder.
ICEJ-Direktorin Susan Michael aus den USA erklärte nach der Zeremonie: „Es ist sehr bewegend. Jügens Worte waren kraftvoll und erinnern uns an die Gefahr, dass die Erinnerung ausglöscht werden kann und wie wichtig es ist, die Institution zu erhalten, die das Gedenken bewahrt. Die besondere Partnerschaft der ICEJ mit Yad Vashem hat globale Bedeutung, da die ICEJ Christen aus aller Welt repräsentiert.“
Zu den weiteren ICEJ-Direktoren, die Kränze niederlegten, gehörten auch Rev. Mosy Madugba aus Nigeria, Howard Flower aus Russland und PastorKrisada Chusakulthanachai aus Thailand.„Ich schätze es sehr, hier zu sein“, erklärte Chusakulthanachai. „Wir unterstützen Yad Vashem auch von Thailand aus.“
Dr. Abdou Maiga aus dem Senegal, ICEJ-Direktor für Westafrika, war erstmals bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust in Yad Vashem. „Ich erkannte, wie böse die Menschen sind, dass sie sechs Millionen Menschen aufgrund ihrer Rasse und Religion ermordeten. Mein Gebet für Israel ist es, dass sie vergeben können – nicht vergessen. ICEJ-Westafrika steht zu Israel und wir unterstützen es“, erklärte Maiga.
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