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Lassen Sie uns zum 75. Geburtstag des modernen Staates Israel zurückblicken auf die Person, mit der die Geschichte des jüdischen Volkes begann: Abraham. Für viele Christen ist er nur einer von vielen großen Gottesmännern der Bibel. Aber Gottes Wort verleiht Abraham einige einzigartige Eigenschaften, die kein anderer Mensch je erreicht hat – außer Jesus. Mit Abrahams Erscheinen begann die Heilsgeschichte.
Die Menschheit hatte sich von Gott entfernt, in jeder Generation – bis Abraham erschien. In 1. Mose 6,12 heißt es, dass „alles Fleisch seinen Weg verderbt hatte auf Erden“. Und selbst das strenge Gericht der Sintflut änderte daran letztlich nichts. „Lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen“, beschlossen die skrupellosen Bewohner von Babel, die sich damit selbst zu Göttern erheben wollten (1. Mose 11,4).
In nur elf Kapiteln fasst die Bibel 2000 Jahre des moralischen Verfalls der Menschheit zusammen – bis Abraham erscheint. Der Rest der Bibel behandelt die nächsten 2000 Jahre – von Abraham bis Jesus. Abrahams Leben war nicht nur ein Neustart der Geschichte, wie bei Noah, sondern der Ausgangspunkt von Gottes Heilsplan für die Welt. Abraham wurde zum Vater des jüdischen Volkes und erhielt mächtige Verheißungen, deren Erfüllung sich bis heute fortsetzt. Diese Verheißungen an Abraham und seine Berufung finden sich in 1. Mose 12,1-3.
„Der HERR sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich werde segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den werde ich verfluchen. Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen.“
Diese Berufung enthält vier Hauptaspekte:
Gott versichert Abraham immer wieder, dass diese Verheißungen absolut feststehen und nicht widerrufen werden können, weil sie mit zwei unveränderlichen Garantien verbunden sind. Erstens hat Gott sie durch einen einseitigen (bedingungslosen) Bund bekräftigt (1. Mose 15,18 ff): „An dem Tage schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen habe ich das Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis zum großen Strom, dem Euphrat.“
Zweitens bekräftigte Gott seine Absicht durch einen unumstößlichen Schwur (1. Moses 22,15 ff). Der Schreiber des Hebräerbriefs kommentiert diesen Eid: „Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Höheren schwören konnte, und sprach: Fürwahr, ich will dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen überaus zahlreich machen. So erlangte Abraham durch seine Ausdauer die Verheißung. Menschen nämlich schwören bei dem Höheren; der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und schließt jeden weiteren Einwand aus; deshalb hat Gott, weil er den Erben der Verheißung ausdrücklich zeigen wollte, dass sein Entschluss unabänderlich ist, sich mit einem Eid verbürgt …“
Gottes Versprechen an Abraham und seine Nachkommen sind also nicht verhandelbar. Gott wird seine Verheißungen erfüllen. Selbst ein untreues Israel kann daran nichts ändern. Wer glaubt, Israels Untreue könnte Gott dazu bringen, seine Meinung zu ändern, sei gewarnt, schreibt Paulus – denn damit erkläre man Gott zum Lügner (Römer 3,3-4). Das bedeutet: Nicht nur im Alten Testament, sondern auch im Neuen Testament haben die Verheißungen, die Gott Abraham gibt, ewige Gültigkeit – einschließlich des Versprechens, Israel das Land zu geben und es zu segnen.
Bemerkenswert ist außerdem, wie stark sich Gott mit Abraham identifiziert. Mehr als zwanzig Mal bezeichnet Er sich selbst in der Bibel als „der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“. Fünf Mal geschieht dies im Neuen Testament, sowohl durch Jesus (z.B. Matthäus 22,32) als auch durch die Apostel (z.B. Apg 3,13). Gott nennt Abraham sogar „meinen Freund“ (Jesaja 41,8, 2. Chronik 20,7 und Jakobus 2,23). Johannes Calvin bemerkte dazu: „Von Gott ‘Mein Knecht‘ genannt zu werden, ist sehr ehrenvoll, aber wie viel mehr ist es, ein Freund Gottes genannt zu werden.“ Nur Jesus hat diesen Titel später für seine Jünger verwendet (Johannes 15,14).
Eine weitere eindrucksvolle Aussage über Abraham stammt von Paulus. In Römer 4,13 nennt Paulus ihn den „Erben der Welt“. Einige jüdische Weisen erinnern daran, dass Abraham, als er dem geheimnisvollen Königspriester Melchisedek begegnete, von diesem als Besitzer des Himmels und der Erde gesegnet wurde (1. Mose 14,19). Viele Rabbiner glauben, dass Abraham damit bereits von Gott zum Erben aller Dinge erklärt werden sollte. Ebenso bemerkenswert ist Paulus‘ Aussage, dass Abraham „unser aller Vater“ ist (Römer 4,16). Paulus wiederholt diese Aussage sowohl im Römer- als auch im Galaterbrief und erklärt, dass alle, die an Jesus glauben, gleichzeitig auch Söhne Abrahams sind (Galater 3,7).
Abraham ist auch der erste Mensch, der als Prophet bezeichnet wird (Genesis 20,7). Tatsächlich hatte er einen beispiellosen Einblick in die ferne Zukunft. Jesus betonte, dass Abraham „meinen Tag sehen“ konnte (Johannes 8,56), was bedeutet, dass Abraham eine Vision und ein Verständnis für den kommenden Messias hatte. Aber seine prophetische Sicht reichte sogar noch weiter! Laut Paulus wurde Abraham das Evangelium zuvor gepredigt (Galater 3,8). Das heißt, Abraham wusste schon früh, dass das, was durch ihn begann, nicht bei seinem eigenen jüdischen Volk enden würde, sondern Gott ihn zum Vater für Nationen und Könige auserwählt hatte, um alle Menschen der Erde durch ihn zu segnen (1. Mose 12,3). Doch erstaunlicherweise endete seine Vision damit nicht. Dem Hebräerbrief zufolge freute Abraham sich auf „die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist“ (Hebräer 11,10). Das heißt, lange bevor Johannes das Buch der Offenbarung schrieb, sah Abraham die Heilige Stadt bereits, die in den Kapiteln 21 und 22 beschrieben wird. Abraham konnte das Ende der Geschichte sehen.
Abrahams Berufung bringt schließlich seine leiblichen Nachkommen zur Welt, das Volk Israel, dem Gott das Land Kanaan anvertraut. Dieses Landversprechen wird in der gesamten Bibel aufrechterhalten, vom 1. Buch Mose bis zum Neuen Testament. 4000 Jahre nach der ersten Verheißung feiert der moderne Staat Israel 75-jähriges Bestehen und die jüdische Nation ist stärker denn je. Israel ist ein Segen für die Welt, so wie Gott es verheißen hat (1. Mose 12,3).
Paulus wies daraufhin, dass die Berufung der Heiden zur Nachfolge Jesu nicht bedeutet, dass Gottes Heilsgeschichte mit Israel beendet wäre. „So frage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, vom Geschlecht Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat“, stellte Paulus beispielsweise in Römer 11,1-2 klar. Paulus zweifelte nie daran, dass Gott eines Tages alle Verheißungen erfüllen wird, die er Abraham gab – und dann „ganz Israel gerettet sein wird.“
Auszug aus der Sonderausgabe Wort aus Jerusalem: "Israel - 75 Jahre Start-up Nation"
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