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Am 7. Oktober wurde die Welt Zeuge der schlimmsten Manifestation des Antisemitismus seit dem Holocaust. Der Angriff kam für Israel völlig überraschend. Die Berichte aus den überfallenen israelischen Gemeinden waren schockierend. Frauen, Kinder und alte Menschen wurden brutal ermordet, verstümmelt, vergewaltigt, gefoltert und bei lebendigem Leib in ihren Häusern verbrannt oder als Geiseln nach Gaza verschleppt. Die Terroristen waren stolz auf das, was sie taten – sie zeichneten ihre Gräueltaten sogar selbst mit Bodycams auf und hinterließen so eine erschreckende Dokumentation des Massakers.
Diesen absoluten Vernichtungswillen haben die Hamas-Führer noch nie verheimlicht. Sie rufen seit Jahrzehnten zur Vernichtung aller Juden weltweit auf. Die Hamas-Charta beruft sich dabei ausdrücklich auf die Worte Mohammeds, dass Muslime gegen die Juden so lange kämpfen und sie töten sollen, bis die Felsen und Bäume rufen: „O Muslim, hinter mir ist ein Jude, komm und töte ihn!“ Es ist ein uralter Hass – hinter dem sich ein dämonischer Geist verbirgt. Er manifestierte sich in der Vergangenheit durch das räuberische Normandenvolk Amalek und infizierte später viele andere Völker. Dieser bösartige Geist Amaleks gab sich am 7. Oktober erneut zu erkennen. Heute nennen wir ihn Antisemitismus.
Der Geist von Amalek ist der älteste Feind Israels. Er hasst das jüdische Volk. Die Amalekiter waren die Ersten, die Gottes Volk angriffen, als es Ägypten verließ, um ins verheißene Land zu ziehen (2. Mose 17,8ff). Amalek war ein Enkel Esaus (1. Mose 36,12), der nach Meinung der Rabbiner den Neid und Hass erbte, den sein Großvater Esau gegen seinen Zwillingsbruder Jakob hegte.
Esaus Hass hat verschiedene Wurzeln: Als Rebekka mit ihren Zwillingssöhnen schwanger war, erhielt sie von Gott das Wort, dass „der Ältere dem Jüngeren dienen wird“. Diese göttliche Erwählung wurde zu einer Wurzel der Eifersucht in Esaus Herz. Dazu kamen die Wurzeln der Bitterkeit: Weil Esau sein Erstgeburtsrecht für eine Schüssel Eintopf an seinen jüngeren Bruder Jakob verkauft und Jakob sich den Segen des Erstgeborenen vom Vater mit Betrug erschlichen hatte (1. Mose 25,29ff, Hebräer 12,16-17, 1. Mose 27). Esaus Hass war so groß, dass er bereit war, seinen Bruder Jakob zu töten (1. Mose 27,41).
Noch Jahre später mobilisierte Esau 400 bewaffnete Männer, um seinen Bruder bei seiner Rückkehr im Heimatland „willkommen“ zu heißen. Jakob kannte den tiefen Hass seines Zwillingsbruders. Deshalb rang er mit Gott in der Nacht vor der Ankunft – und wurde „Israel“. Als Antwort auf sein Gebet berührte Gott Esaus Herz, die Brüder versöhnten sich.
Doch Esaus Enkel Amalek hielt an diesem Geist der Eifersucht fest und wurde im Laufe der Geschichte zu Israels Erzfeind (4. Mose 14,25; Richter 3,13; 6,3; 10,12; Psalm 83,7). Das Wesen dieses mörderischen Judenhasses ist die Eifersucht auf Israels Berufung und Erwählung zur Erlösung der Welt, auf sein Erbe des Landes und auf den Segen, der von Abraham auf Isaak und Jakob/Israel übergegangen ist.
Amalek erscheint zum ersten Mal als Nation in 2. Mose 17,8: „Dann kam Amalek und kämpfte gegen Israel bei Rephidim.“ Mose wies Josua an, ein Heer aufzustellen, während er zusammen mit Aaron und Hur auf einen Hügel stieg, um zu beten – und diese Gebete wurden zum entscheidenden Faktor für den Ausgang der Schlacht. „Wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek.“ (2. Mose 17,11)
Kurz bevor David König von Israel wurde, lesen wir, dass die Amalekiter sein Lager in Ziklag niederbrannten und seine Frauen raubten (1. Samuel 30,1-2). David „stärkte sich in dem Herrn“ und fragte, ob er angreifen sollte. Gott befahl ihm, den Feind zu verfolgen, ihn zu überwältigen und die Geiseln zu retten. Erstaunlicherweise fand dies alles in der Nähe der Kibbuzim Be'eri und Kfar Aza statt, wo auch die Hamas ihre schlimmsten Gräueltaten verübt hat. Also ist auch unser Gebet in dieser aktuellen Situation, dass Israel seine Feinde verfolgen, einholen und besiegen möge!
In der Bibel erscheint Amalek zuletzt im Buch Esther. Haman, der Erzfeind der Juden, war ein Agagiter – er stammte aus dem Haus Agag, der königlichen Familie der Amalekiter (siehe 1 Samuel 15; 4. Mose 24,7). Er plante den bösartigsten aller bisherigen Angriffe: Persien von allen Juden – Männern, Frauen und Kindern – ethnisch zu „säubern“ (Esther 3,8-9)
Damit Esther diesen Plan verhindern konnte, brauchte sie geistliche Unterstützung, so wie Mose zuvor von Aaron und Hur. Sie rief ganz Israel zu einem dreitägigen Fasten auf (Esther 4,16). Nach diesem Fasten änderten sich die Dinge schnell und es kam zu einer völligen Umkehr der bösen Pläne Hamans. Die Juden durften sich zwei Tage lang verteidigen und ihre Feinde kamen ums Leben. Haman wurde genau an dem Galgen aufgehängt, den er für die Juden errichtet hatte.
Diese Geschichten enthalten mehrere Gemeinsamkeiten, die uns lehren, wie wir in diesen Tagen strategisch beten können.
Amaleks Feindschaft ging über einen bloßen Konflikt hinaus. Amalek trat bösartig und blutrünstig auf. Seine Hauptziele waren die Schwachen, die Müden und die Nachzügler in Israels Lager. Amalek hatte es vor allem auf wehrlose Menschen abgesehen – wie heute die Hamas. Deshalb fürchtete Jakob um seine Frauen und Kinder. Und auch zu Davids Zeiten entführte Amalek Frauen und Kinder. Am Ende seines Lebens erinnerte Mose Israel daran: „Denke daran, was dir Amalek tat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zogt: wie sie dich unterwegs angriffen und deine Nachzügler erschlugen, alle die Schwachen, die hinter dir zurückgeblieben waren, als du müde und matt warst, und dass sie Gott nicht fürchteten.“ (5. Mose 25, 17-18)
Derselbe dämonische Geist der hemmungslosen Gewalt zeigte sich in dem brutalen Gemetzel der Hamas. Israelische Ärzte mussten feststellen, dass 80 Prozent der bisher identifizierten Hamas-Opfer vergewaltigt oder gefoltert wurden. Darüber hinaus unterscheidet sich Amalek von anderen historischen Feinden wie Ägypten oder Babylon durch sein erklärtes Ziel, das jüdische Volk vernichten zu wollen. „Sie haben gesagt: 'Kommt, lasst uns sie als Volk ausrotten, damit man des Namens Israels nicht mehr gedenkt' “. (Psalmen 83,5)
Alle Schlachten mit Amalek wurden durch Gebet und Fasten gewonnen. Nach dem Sieg Israels bei Rephidim finden sich im 2. Buch Mose mehrere wichtige Aussagen:
„Danach sprach der HERR zu Mose: Schreib dies zur Erinnerung in ein Buch und lege in die Ohren Josuas, dass ich die Erwähnung von Amalek vollständig unter dem Himmel auslöschen werde! Und Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: »Der HERR ist mein Feldzeichen«, indem er sagte: Fürwahr, die Hand ist am Thron Jahs: Krieg hat der HERR mit Amalek von Generation zu Generation!“ (2. Mose 17,14-16)
a) Wir sehen, dass das Gebet den Himmel bewegt. Mose spricht von „yad al kiseh Adonai“ – „die Hand auf dem Thron des Herrn“. Er verstand, dass er mit seinem Gebet den Thron des Himmels selbst berührte. Sein Gebet setzte himmlische Armeen frei, um für Israel zu kämpfen.
b) In jeder Generation wird sich ein Amalek gegen das jüdische Volk erheben.
c) Das endgültige Schicksal der Amalekiter ist bereits besiegelt. Gott wird das Andenken an sie unter dem Himmel auslöschen (4. Mose 24,20). Das bedeutet: Wenn wir Moses Strategie anwenden, können wir den Sieg erwarten!
Wir können also diesen blutrünstigen Geistes des Hasses, der sich jetzt überall auf der Welt manifestiert, überwinden mit einem gezielten, kämpferischen Gebet und mit einem Fasten, das so lange andauert, bis der Durchbruch kommt. Das Ende ist besiegelt und Gott wird das letzte Wort haben! Heute sind es die Hände der Kirche, die hochgehoben werden müssen. Wir müssen wie Mose, Aaron und Hur sein und uns gegenseitig im Gebet unterstützen. Israel braucht diese Gebetsdecke dringend und wir sind „zu einer solchen Zeit“ berufen.
Der Geist Amaleks manifestierte sich vor allem an wichtigen Wegkreuzungen in der Geschichte Israels. Jakob war dabei, sein Erbe und sein Schicksal anzutreten, als Esau einen Angriff mit 400 Kämpfern plante. An dieser Kreuzung wurde Jakob zu „Israel“ und erblickte Gott von Angesicht zu Angesicht (1. Mose 32,30ff).
Als Amalek Israel bei Rephidim angriff, befanden sich die Israeliten auf ihrer letzten Station vor dem Berg Sinai und dem einschneidendsten Moment in der Geschichte des Alten Testaments. Gott kam im Feuer herab, schloss einen Bund mit Israel und gab seinem Volk die Zehn Gebote.
Davids Auseinandersetzung mit Amalek hätte dazu führen können, dass David, der Mann nach dem Herzen Gottes, von seinem eigenen Volk gesteinigt wird. Doch David stärkte sich im Herrn, gewann den Kampf und wurde später König von Israel.
Auf Haman folgte der Wiederaufbau Jerusalems durch Nehemia, und Esra führte bedeutende geistliche Reformen durch. Sowohl Nehemia als auch Esra wären erschlagen worden, hätte Haman seine Pläne umsetzen können.
Vor rund 90 Jahren sahen wir kurz nach der Geburt der weltweiten zionistischen Bewegung die schlimmste Ausprägung des Amalek-Geistes im Herzen des aufgeklärten Europas auftauchen. Adolf Hitler und der mächtig verführerische Nazi-Geist ergriffen das deutsche Volk. Nazi-Deutschland ermordete bis 1945 sechs Millionen Juden. Kurz danach entstand der moderne Staat Israel.
Die jüngsten Gräueltaten der Hamas sollten uns also zu denken geben. Könnte es sein, dass Israel an einem weiteren Scheideweg steht? Stehen wir kurz davor, in eine Zeit der geistlichen Erweckung in Israel einzutreten, in der sich die alten Prophezeiungen erfüllen werden: dass Gott seinen Geist über Israel ausgießt? Vielleicht stehen wir kurz vor der Verheißung in Sacharja 12,10-14, wenn Gott den Geist der Gnade und des Flehens ausgießen wird und sie auf den blicken werden, den sie durchbohrt haben. Vielleicht kommen die Zeiten von Hesekiel 36,24-38: Gott verheißt, Israel mit reinem Wasser zu besprengen und Herzen aus Stein durch Herzen aus Fleisch zu ersetzen.
Dies ist eine kritische Zeit, nicht nur für Israel, sondern auch für die Kirche. Es reicht nicht mehr, nur unsere Liebe und Solidarität zu Israel zu bekunden, es ist Zeit zu handeln. Konzertiertes Gebet und Fasten sind dringend erforderlich. Bitte schließen Sie sich unseren verschiedenen Gebetsinitiativen an und ziehen Sie im Gebet in Erwägung, in dieser Zeit der Not ein dreitägiges Esther-Fasten für Israel zu halten.
Wir beten um einen großen Durchbruch für Israel, sowohl für die Armee, als auch für den geistlichen Zustand der Nation. Bitte schließen Sie sich diesem weltweiten Gebetskampf an.
(Bild: Moses, Aaron und Hur beten für den Sieg, John Everett Millais, Wikipedia)
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