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In Israel flossen tatsächlich Milch und Honig. Archäologen haben die Überreste von Bienenhäusern aus dem 10. Jahrhundert vor Christus entdeckt. Die Wissenschaftler um Amihai Mazar von der Hebräische Universität Jerusalem schätzen, dass die historische Imkerei mehrere hundert Kilogramm Honig pro Jahr produzieren konnte. Bisher waren Archäologen davon ausgegangen, dass sich die Bienenzucht in großem Stil im Nahen Osten erst viel später durchsetzte. Das in der Bibel überlieferte Bild von Israel als dem „Land, in dem Milch und Honig fließen“, entspricht daher mehr der Wirklichkeit, als bisher gedacht.
Heute gibt es von Kiriat Schmona im Norden bis nach Eilat im Süden mehr als 500 Imker. Sie kümmern sich um über 120.000 Bienenstöcke. Bienen selbst sind keine koscheren Insekten, produzieren aber ein koscheres Lebensmittel. „Bienen haben eine große Bedeutung für Israel und die Juden auf der ganzen Welt“, sagt Ofi Reich, Geschäftsführer des Israel Honey Board. Statistisch isst jeder Israeli pro Jahr 600 Gramm Honig. Honig und das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana sind eng miteinander verbunden, denn traditionell isst man zur Verkündigung eines guten Jahres in Honig getauchte Äpfel. Die Leckerei mit biblischer Verheißung (Honig wird in der Bibel 22 Mal erwähnt) verfügt über heilsame, entzündungshemmende und antibiotische Substanzen.
Israel gilt als Bienen-Hotspot – in kaum einer anderen Region der Welt gibt es so viele verschiedene Bienenarten. Insgesamt leben in Israel rund 110.000 Bienenvölker, schätzt der Jüdische Nationalfonds. Verschiedene Viren vernichteten in den letzten Jahren allerdings Bienen auf der ganzen Welt. Beeologics, eine israelische Firma, die 2007 zur Lösung des Problems gegründet wurde, entwickelte Remebee, eine experimentelle, antivirale Behandlung für Honigbienen. Der Gesundheit von Honigbienen kommt eine große Bedeutung zu – auf dem Weg zur Produktion von Nahrungsmitteln hat die Bestäubung von Pflanzen durch Bienen einen wichtigen Anteil. Eine neue Bienenart mit Namen Lasioglossum begeistert nun die Forscher. Angesichts des Rückgangs der alten Bestände ist ihre Entdeckung eine großartige Nachricht.
Auszug aus der Sonderausgabe Wort aus Jerusalem: "Israel - 75 Jahre Start-up Nation"
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längliche Kästchen am rechten Türpfosten,
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enthalten.
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