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ICEJ-Solidaritätskundgebung zum 7. Oktober

Erinnern, Beten, Hoffen

ICEJ-Solidaritätskundgebung zum 7. Oktober
Karin Lorenz
Auf einer Bühne steht eine Gruppe Kinder und Jugendliche in schwarzer Kleidung, sie halten eine Israelflagge. Vor der Bühne steht ein langer Tisch mit gelbem Tischtuch. Am Tisch stehen leere Stühle, an deren Lehnen die Bilder von Geiseln festgemacht sind.

Am Jahrestag des Massakers der Hamas gingen weltweit Menschen auf die Straße, um Solidarität mit Israel zu demonstrieren. Den Auftakt bildete in Deutschland eine Solidaritätskundgebung der ICEJ in Stuttgart: Rund 2.000 Christen beteten am Vorabend des 7. Oktobers vor dem Rathaus öffentlich für Israel.

7. Oktober - Leere Stühle und Fotos

erinnerten an die rund 100 Zivilisten, die noch immer im Gazastreifen festgehalten werden. Wie viele der ursprünglich rund 250 Verschleppten noch am Leben sind, ist unklar. Über 1.200 Menschen wurden am 7. Oktober ermordet, auch ihrer wurde gedacht.

„Setzen Sie sich deutlicher gegen Judenhass ein“, forderte Gottfried Bühler, Moderator der TV-Serie „Faszination Israel“ und Vorsitzender der ICEJ Deutschland, von der deutschen Bundesregierung in seinem Grußwort. Statt mehr Druck auf die Terror-Organisationen auszuüben, trage Deutschland weiter zur Terrorfinanzierung bei. „Stoppen Sie endlich deutsche Steuergelder, die nachweislich für Lehrer, Schulbücher und Unterrichtsmaterialien benutzt werden, die zum Israelhass aufrufen“, forderte auch ICEJ-Sprecher Christoph Scharnweber die Politik zum Handeln auf. „Auf Worte müssen Taten folgen“, verlangte ICEJ-Geschäftsführer Stephan Lehnert und wies außerdem auf die sich dramatisch verschlechternde Sicherheitslage für Juden in Deutschland hin.

Soldat aus Israel

Vertreter der jüdischen Gemeinschaft und Ehrengäste aus Israel waren anwesend, darunter Stella Syrkin von Keren Hayesod. Sie bedankte sich herzlich bei allen Teilnehmern der Kundgebung. Auch ein Soldat der israelischen Armee gehörte zu den Gästen – und war berührt von der großen Unterstützung.

„Ist unsere Welt noch normal, wenn Menschen gehasst werden, weil sie sich wehren?“, kommentierte Michael Kashi von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg den offenen Israelhass, mit dem Juden seit dem 7. Oktober sogar in Schulen und Universitäten konfrontiert werden. „Die deutsche Bundesregierung hat leider versagt“, zog Arno Kozlov von der jüdischen Organisation Or Tora Stone eine bittere Bilanz.

Schulen als Schutzschild

„Die Rolle der Juden in der Geschichte war immer die Rolle der Leidenden – bis 1948 der jüdische Staat gegründet wurde“, betonte Jobst Bittner, Gründer von „Marsch des Lebens“, das Recht Israels auf Selbstverteidigung. „Es ist Zeit, dass wir als Deutsche und als Christen für das Existenzrecht Israels eintreten“, bestätigte Dr. Heinrich Hofmann, Pfarrer der Ev. Landeskirche. Er erinnerte daran, dass auch die getöteten Zivilisten im Gazastreifen auf das Konto der Hamas gehen, deren Kämpfer keine Uniform tragen, die Zivilisten als Schutzschilde missbrauchen und Krankenhäuser, Schulen und Moscheen zum Abschuss ihrer Raketen nutzen. Die Staatengemeinschaft trage hier eine Mitschuld, weil sie eine solche Vorgehensweise dulde.

Zwischen den Statements gab es einen Auftritt der jüdischen Tanzgruppe Kadima sowie Lobpreis und Gebete. Vesna Bühler berührte mit einem gesungenen hebräischen Psalm – ein besonderer Gruß aus Israel.

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