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Wie kam es zum jüngsten Iran-Israel-Krieg? Darüber konkurrieren zwei unterschiedliche Darstellungen. Ein Blick auf die Fakten.
Israelfeinde behaupten, Irans Mullah-Regime habe das Atomprogramm nur für zivile Zwecke entwickelt. Die Verhandlungen mit den USA über die Uran-Anreicherung seien in guter Absicht erfolgt, bis Israel diese Gespräche mit der „Operation Rising Lion“ böswillig habe platzen lassen.
Irans Außenminister Abbas Araghchi verkündete, der Iran habe „nichts Falsches getan“. US-Präsident Donald Trump habe den Weg der Diplomatie verraten. Der russische Präsident Wladimir Putin stimmte zu und bezeichnete die israelischen und amerikanischen Angriffe gegen die iranischen Atomanlagen als „grundlos“. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ging sogar noch weiter. Er nannte Israels Militärschläge gegen das Atomprogramm „kriminell“, ‚verrückt‘ und „Staatsterrorismus“ – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe Adolf Hitlers Völkermord übertroffen!
Werfen wir einen objektiveren Blick auf die Entwicklung des Konflikts, der mit der Islamischen Revolution 1979 begann. Damals kam Ayatollah Ruhollah Khomeini an die Macht. Die Botschaft des islamischen Fundamentalisten lautete: Die muslimische Welt habe Niederlagen gegen Israel erlitten, weil man die grundlegenden Lehren des Islams verlassen habe. Kehre man zurück zum „reinen islamischen Glauben“, würde Allah den Sieg gewähren – und anschließend die Eroberung der ganzen Welt.
Die Mullahs waren und sind entschlossen, ihre Revolution in der Welt zu verbreiten. Sie arrangierten die Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat, nachdem dieser Frieden mit Israel geschlossen hatte. Sie förderten den Aufstieg der Hisbollah im Libanon, sind mitverantwortlich für Bombenanschläge auf die US-Botschaft und die US-Marinekaserne in Beirut, die Hunderte Amerikanern das Leben kosteten.
Irans Plan sah vor, das „zionistische Gebilde“ mit einem „Feuerring“ in Form bewaffneter Stellvertreter-Milizen einzukreisen. Die Hisbollah entwickelte sich zur globalen Terrormiliz, verübte Anschläge weltweit. Mit einem Arsenal von über 150.000 Raketen übertraf sie die Streitkräfte der meisten Länder.
Iran hat aus dem Krieg mit dem Irak (1980-1988) gelernt. Als Saddam Hussein Hunderte Scud-Raketen auf die größten iranischen Städte weit hinter der Frontlinie abfeuerte, erkannten die Ajatollahs, dass dies ein leicht zu erwerbendes Waffensystem war, mit dem sie das zivile Kernland Israels terrorisieren könnten. So begann Irans ehrgeiziges Programm für ballistische Raketen. Gleichzeitig hatte die iranische Führung ihre Nuklearanlagen auf mehrere Standorte verteilt, teils tief unter der Erde.
Als die Welt die Doppelzüngigkeit des Irans erkannte, begann die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), die Anlagen zu inspizieren im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags. Damit begann ein Katz-und-Maus-Spiel. Die iranische Opposition entlarvte 2002 versteckte Anreicherungsaktivitäten. Die so genannten EU-3 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) führten daraufhin Gespräche mit iranischen Vertretern. 2009 wurde eine noch größere Geheimanlage zur Urananreicherung enttarnt, in einem Berg bei Fordo. Dennoch führten die Europäer und die Obama-Regierung die Gespräche fort. Sie mündeten 2015 ins JCPoA-Abkommen, das allerdings keine Verpflichtung zum Abbau des Atomprogramms vorsah und sich nicht mit Teherans Terror-Netzwerk, dem Raketen-Arsenal und anderen Missständen beschäftigte. Der Iran nutzte die US-Finanzhilfen und die Lockerung der Sanktionen, um die regionalen Stellvertretermilizen auszubauen.
Als Trump ins Weiße Haus einzog, verließen die USA das JCPoA-Abkommen. US-Präsident Joe Biden ließ die Beschwichtigungspolitik Obamas gegenüber dem Iran wieder aufleben. Die Hamas-Terroranschläge vom 7. Oktober zwangen Israel schließlich, gegen den vom Iran aufgebauten „Feuerring“ um das Land in die Offensive zu gehen. Mit der Rückkehr Trumps ins Präsidentenamt ergab sich für Israel dann die Möglichkeit, die Quelle der Bedrohung direkt anzugehen – das radikale Regime im Iran.
Es war höchste Zeit. Selbst die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) war zum Schluss gekommen, dass der Iran über genügend hochangereichertes Uran verfüge, um in naher Zukunft mindestens neun Atombomben zu bauen.

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