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Die Geschichte Israels beginnt vor 4.000 Jahren mit Abraham. Ihm verspricht Gott: „Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis zum Euphratstrom“ – ein deutlich größeres Gebiet als das gegenwärtige Israel.
Vor 3000 Jahren ernennt König David Jerusalem zur Hauptstadt des judäischen Königreichs. Der erste Tempel wird gebaut. Im 6. Jahrhundert vor Christus fällt die babylonische Weltmacht über Israel her, zerstört 587 v. Chr. Jerusalem samt dem Tempel. Gebildete Juden werden nach Babylon verschleppt. Nur die einfache Bevölkerung darf im Land bleiben, bis die Gefangenen aus dem babylonischen Exil zurückkehren: 515 v. Chr. beginnt der Wiederaufbau, es entsteht der zweite Tempel in Israel.
Die Römer erobern Israel und zerstören im Jahr 70 n. Chr. den Tempel. 135 n. Chr. versucht die jüdische Bevölkerung erneut, die Besatzer zu vertreiben. Kaiser Hadrian schlägt den Aufstand nieder. Um die Juden zu bestrafen, benennt Kaiser Hadrian Israel um in „Syria Palaestina“. Jerusalem wird zu „Aelia Capitolina“. Mit der Umbenennung will Kaiser Hadrian die Erinnerung an die jüdische Identität Israels auslöschen.
In den folgenden Jahrhunderten verödet das Land. Es erlebt viele Kriege und wechselnde Besatzer. Araber aus umliegenden Ländern kommen und gehen. Manche lassen sich nieder. Stets gibt es jedoch auch eine jüdische Population im Land – und die Sehnsucht nach Israel und nach Rückkehr stirbt auch über die Jahrtausende nicht im Exil.
Im Jahr 1517 erobern türkische Osmanen Israel und integrieren den Landstrich in das Osmanische Reich. Zur Zeit der Kreuzritter heißt Israel „Königreich Jerusalem“, auch „Aelia Capitolin“ heißt längst wieder: Jerusalem.
Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kehren vermehrt jüdische Siedler aus Europa ins Heilige Land zurück. Der Jüdische Nationalfonds kauft Land auf. 1917 besiegen die Briten das Osmanische Reich und benennen nachfolgend Israel um in „Mandatsgebiet Palästina“. Alle Bewohner werden nun als „Palästinenser“ bezeichnet – Juden, Araber und Christen gleichermaßen. Großbritannien formuliert die „Balfour-Erklärung“, die sich erstmals formell für die Errichtung eines jüdischen Staats einsetzt.
Diese Erklärung wird 1920 in das Palästina-Mandat des Völkerbunds übernommen und völkerrechtlich bindend. Der Völkerbund wird 1946 zwar aufgelöst, doch dessen Nachfolger, die UNO, übernimmt die Erklärung in Artikel 80 ihrer Charta. Sie bleibt damit gültig.
1947 präsentiert die UNO einen neuen Teilungsplan. Die arabische und die jüdische Bevölkerung des Mandatsgebiets erhält die Möglichkeit, einen eigenen Staat zu gründen. Während die Juden zustimmen und am 14. Mai 1948 den jüdischen Staat gründen, lehnen die Araber ab. Die Juden nennen ihren neuen Staat „Israel“ und werden noch in derselben Nacht von fünf Nachbarstaaten angegriffen. Dabei besetzt Jordanien die Teile Judäas und Samarias völkerrechtswidrig. Juden werden aus diesen Gebieten vertrieben – ebenso wie rund 900.000 Juden aus anderen arabischen Ländern. Viele Vertriebene ziehen nach Israel.
Den jüdischen Flüchtlingen aus arabischen Ländern stehen 600.000 arabische, „palästinensische“ Flüchtlinge gegenüber.
Noch mehrmals wird Israel in den folgenden Jahrzehnten von Nachbarstaaten angegriffen. Auch 1967 muss der jüdische Staat erneut seine Existenz verteidigen. Im „Sechstagekrieg“ gelingt es Israel, Jordanien aus Judäa und Samaria zu vertreiben und strategisch wichtige Gebiete einzunehmen, die bis heute gehalten werden.
Araber, die in Israel geblieben sind, bilden heute rund 20 Prozent der Bevölkerung Israels. Sie besitzen einen israelischen Pass und volle Bürgerrechte. Auf palästinensischen Gebieten hingegen sollen keine jüdischen Bewohner geduldet werden. Juden, die zum Teil seit Generationen auf diesen Gebieten leben, werden als landraubende „Siedler“ gebrandmarkt.
(Foto: Westmauer in Jerusalem)
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