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Hitze, Wassermangel und hohe Futtermittelkosten beeinträchtigen die Milchproduktion in Israel. Trotzdem geben die israelischen Kühe weltweit die meiste Milch. Wie ist das möglich? Ein Beispiel: Landwirt Jonathan Amir lebt mit seinen 70 Milchkühen in einer Siedlung in Nordisrael. Die Tiere leben in einem Offenstall. Weidehaltung wie in Irland oder Neuseeland ist in Israel nicht überall möglich. Um Hitzestress zu vermeiden, laufen Ventilatoren. Die Tiere halten sich unter einem Wellblechdach auf und werden fünfmal täglich mit einem feinen Wassernebel besprüht. Die Milchleistung seiner Kühe liegt bei 11.000 Litern pro Tier und Jahr. Damit liegt er sogar noch unter dem Durchschnitt – unglaubliche 13,2 Tonnen Milch liefert eine israelische Kuh laut Statistik pro Jahr. In deutschen Kuh-Hochburgen sind es durchschnittlich „nur“ sieben bis acht Tonnen Milch.
In landwirtschaftlichen Fachkreisen wird deshalb immer wieder anerkennend über die gewaltige Leistung der israelischen Kühe berichtet. „Wunderkühe“, nennt man sie in manchen Beiträgen sogar. Doch nur an den Tieren kann dieser gewaltige Milchsegen eigentlich nicht liegen, denn die rund 120.000 israelischen Vertreter ihrer Art unterscheiden sich nicht allzu sehr von den 4,1 Millionen Kühen, die in deutschen Ställen stehen. Meist handelt es sich um Kreuzungen, herausgekommen sind schwarz-weiße Kühe, die ursprünglich von Holsteinkühen abstammen. Inzwischen sind sie als eigene Rasse anerkannt und tragen den fröhlichen Namensmix „Holstein-Friesian-Israeli“.
Was also ist das Geheimnis des überreichen Milchertrags? Zahlreiche internationale Landwirtschaftsdelegationen haben sich bereits bemüht, es zu ergründen. Bislang konnte aber kein übertragbares Erfolgskonzept erkannt werden. „Ich will mein Volk in ein Land bringen, das von Milch und Honig überfließt“, versprach Gott, als er Mose einst im brennenden Dornenbusch erschien. Vielleicht ist das ja das Geheimnis …
Auszug aus der Sonderausgabe Wort aus Jerusalem: "Israel - 75 Jahre Start-up Nation"
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enthalten.
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