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Der Jom HaSchoah, der israelische Holocaustgedenktag, wird nach dem jüdischen Kalender jedes Jahr am 27. Tag des Monats Nisan begangen. Dieses Jahr fiel der Gedenktag auf den 21. April. Die ICEJ nutzte Videoübertragung, um trotz der Anti-Corona-Maßnahmen der Opfer und Überlebenden des Holocaust zu gedenken.
Am Jom HaSchoah ertönen in Israel um 10 Uhr Ortszeit zwei Minuten lang Gedenksirenen. Das ganze Land kommt zum Stillstand. Das ICEJ-Deutschland ermöglichte es rund 800 Israelfreunden, per Livestream aus Jerusalem an den Gedenkminuten teilzunehmen, ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen und ihre Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk auszudrücken. „Die Bibel zeigt uns, dass Gott dem jüdischen Volk immer wieder den wichtigen Auftrag gegeben hat, sich zu erinnern. Das gilt auch für uns Christen“, erklärte Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland. „Es ist gut, dass Sie heute dabei sind. Wir senden von Deutschland aus ein wichtiges Signal der Erinnerung. Viele fordern, dass man die Geschichtsbücher zuklappen sollte. Wir tun es nicht, wir erinnern uns an diesem wichtigen Tag, am Jom HaSchoah.“ Im Anschluss fand eine Videokonferenz der ICEJ-Hauptstelle in Jerusalem statt, zu der tausende Teilnehmer aus aller Welt zugeschaltet waren. Der Holocaustüberlebende Daniel Gold erzählte seine Geschichte. Sprecher waren unter anderem ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler, Shaya Ben Yehuda, Direktor für Internationale Beziehungen von Yad Vashem, und Sari Granitza, Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems.
Im Haifa-Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende gedachten die Heimbewohner ihrer ermordeten Familienmitglieder. „Der Holocaustgedenktag ist immer ein sehr schwerer Tag für sie“, erklärte Yudit Setz, ICEJ-Koordinatorin für das Haifa-Heim. „Wie jeden Tag seit Beginn der Corona-Krise hat unser ICEJ-Team auch heute jeden einzelnen besucht. Wir haben ermutigt und geholfen.“ Unter Einhaltung der Abstandsregeln fand auch dieses Jahr eine Gedenkzeremonie statt - allerdings mit nur wenigen Teilnehmern. Die Auschwitz-Überlebenden Schalom Stamberg (95) und Miriam Linial (98) entzündeten die Gedenkflamme. Anschließend wurde das bewegende Gebet für die Gefallenen, „El Male Rachamim“ (Gott voller Erbarmen), gesungen und der 94jährige Schlomo Schertzer rezitierte das Kaddisch-Gebet im Gedenken an die Gestorbenen. Yudit wandte sich an die Holocaustüberlebenden: „Ich grüße euch herzlich im Namen tausender Christen, die in dieser schweren Zeit an euch denken und für euch beten. Ihr habt mich gelehrt, nie aufzugeben, ganz gleich wie schwierig die Umstände sind, und zu lieben statt zu hassen.“ Yudit betonte, dass die ICEJ der nächsten Generation vom Holocaust berichte, die Erinnerung wachhalte und mit Entschlossenheit gegen den wachsenden Antisemitismus vorgehe. „Wir wollen dafür sorgen, dass die hochbetagten Holocaustüberlebenden in Würde, Respekt und Liebe leben können. Wenn wir als Juden und Christen zusammenarbeiten, werden wir mit Gottes Hilfe, der treu zu seinen Verheißungen für sein Volk steht, erfolgreich sein“, schloss sie.
Amud heißt Säule. Das Wort kommt vom
Verb amad was stehen, stellen, bestehen
bedeutet. Amad kann aber auch wiederherstellen
und aufrichten bedeuten. Eine Säule symbolisiert
Stabilität, Festigkeit. Sie ist eine tragende
Kraft, die Lasten trägt.
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„Eva Erben kommt!“ Dies war der Slogan unserer Deutschlandtour Ende November 2025 mit der Zeitzeugin und Holocaustüberlebenden Eva Erben.
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