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Die Israelis waren begeistert, als US-Präsident Donald Trump jüngst die Golanhöhen als Teil Israels anerkannte. Manche nannten es ein überraschendes „Geschenk“ zu Purim. Aber es war nicht Trump, der Israel den Golan gab – Gott tat dies schon vor langer Zeit. Zudem ist Israel bereits seit Jahrzehnten im Besitz der Golanhöhen und wird sie nie aufgeben.
Aktuell behaupten die meisten Weltmächte, dass Israel den Golan seit der Eroberung des Gebiets von Syrien während des Sechstagekrieges 1967 illegal „besetzt“ hält. Das klingt, als hätte er schon immer zu Syrien gehört. Tatsächlich gehört der Golan zu dem Land, das Gott Abraham beispielsweise in 1. Mose 15,18-21 zugesagt hat. Auch bekannt unter dem biblischen Namen Baschan wurde das Gebiet vor etwa 3500 Jahren von den Israeliten unter Mose und Josua erobert und dem Stamm Manasse zugeteilt. Es gibt genügend Beweise für eine andauernde jüdische Präsenz in den folgenden Jahrhunderten.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die osmanischen Gebiete aufgeteilt und die Golanhöhen wurden Teil des französischen Mandatsgebiets, heute Syrien – obwohl jüdische Wohltäter (vor allem durch den Jüdischen Nationalfonds) bereits große Landstriche auf dem zum biblischen Israel gehörenden Golan gekauft hatten, um dort Juden anzusiedeln. Das erhöhte Plateau wurde vor allem wegen seiner Wasserressourcen geschätzt. Syrien verwandelte den Golan in eine massive Militärbasis mit Bunkern, Schützengräben und auf Nordisrael ausgerichteten Artilleriestellungen. Von den Anhöhen schossen syrische Scharfschützen immer wieder auf tiefer gelegene jüdische Ortschaften. Die Spannungen eskalierten 1964, als die Syrer die Quellgewässer des Jordans mit Gräben umleiten wollten – einige Historiker meinen, dass dies zur Auslösung des Konflikts 1967 beitrug.
Israel hat den Golan tatsächlich im Sechs-Tage-Krieg erobert – nachdem Ägypten und Syrien Truppen entlang ihrer Grenzen zu Israel zusammenzogen und Israel mit einem Vernichtungskrieg drohten. Israels damaliger Premierminister Levi Eschkol bemühte sich wochenlang mit allen Möglichkeiten der Diplomatie einen Krieg zu verhindern, ehe er schließlich einen Präventivschlag anordnete. Israel kann mit Fug und Recht darauf beharren, den Golan in einem legitimen Akt der Selbstverteidigung eingenommen und im Jom-Kippur-Krieg im Oktober 1973 tapfer gehalten zu haben. Danach verwandelte Israel das Gebiet in eine friedliche, wohlhabende landwirtschaftliche Region und ein beliebtes Touristenziel. Israelis, ob politisch links- oder rechtsorientiert, sind stolz auf das, was sie aus dem Golan gemacht haben, auf die Weinberge, Weingüter, Obstplantagen, Molkereibetriebe, Gestüte und Windkraftanlagen. Viele Israelis nutzen die Ferienhütten und das Hermon-Skigebiet, gehen Klettern und Gleitschirm fliegen, nutzen die malerischen Wanderwege und entspannen in warmen Quellen.
Aufgrund seiner dominanten Stellung bietet der Golan einen immensen strategischen Vorteil, der niemals freiwillig aufgegeben werden sollte. Was, wenn Syrien in den acht Jahren seines Bürgerkriegs im Besitz der Golanhöhen gewesen wäre? Zweifellos hätten Assads Truppen, die Rebellen, IS-Dschihadisten und Hisbollah-Kämpfer die Chance genutzt, Israel von den Höhen aus zu beschießen. Die israelische Armee wäre ernsthaft beeinträchtigt gewesen, gegen iranische Stellungen in Syrien vorzugehen. Im Gegensatz zum Westjordanland gibt es auf den Golanhöhen keine Massen arabischer Flüchtlinge, die lautstark die Rückkehr in ihre Häuser verlangen – denn das Assad-Regime erlaubte ihnen nie, dort zu leben. Ob man Trumps Entscheidung billigt oder nicht, die Israelis sind sich einig, dass der Golan immer zu ihnen gehört hat und immer zu ihnen gehören wird.
Amud heißt Säule. Das Wort kommt vom
Verb amad was stehen, stellen, bestehen
bedeutet. Amad kann aber auch wiederherstellen
und aufrichten bedeuten. Eine Säule symbolisiert
Stabilität, Festigkeit. Sie ist eine tragende
Kraft, die Lasten trägt.
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