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Laubhüttenfest 1980 und 2025 – zwei besondere Zeitfenster

Laubhüttenfest 1980 und 2025 – zwei besondere Zeitfenster

Die Schritte des Messias
Dr. Jürgen Bühler, Präsident der ICEJ
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Die Schritte des Messias

Ich werde nie vergessen, wie Merv und Merla Watson mir von der allerersten christlichen Feier des Laubhüttenfestes in Jerusalem erzählten. In den späten 1970er Jahren hörte das kanadische Ehepaar, wie Gott durch Sacharja 14 zu ihnen sprach, wo der Prophet eine Zeit voraussieht, in der alle Völker der Erde nach Jerusalem kommen werden, um den Herrn während des biblischen Laubhüttenfestes anzubeten.

 

Obwohl die Watsons verstanden, dass diese Passage von einer zukünftigen Zeit spricht, spürten sie stark, dass Gott sie dazu führte, diese prophetische Pilgerreise bereits jetzt zu beginnen. So luden sie 1979 Freunde ein, mit ihnen nach Jerusalem zu gehen, um das Laubhüttenfest zu feiern. Zu ihrer Überraschung folgten mehrere hundert christliche Pilger ihrem Ruf und schlossen sich ihnen in Jerusalem an. Als sie sich auf dieses erste Laubhüttenfest vorbereiteten, kam die Frage auf, wie sie ein Fest feiern können, das nie Teil des christlichen Kalenders war. Nach ihrer Ankunft in Israel trafen sie sich mit einem führenden Rabbiner in Jerusalem und erkundigten sich, wie sie als Heiden das Laubhüttenfest feiern sollten. Nachdem sie den Rat des Rabbiners erhalten hatten, verließen die Watsons sein Büro – doch der Rabbiner rief sie zurück. Er bezog sich auf die Prophezeiung in Sacharja 14 als er ihnen sagte: „Wenn die Heiden jetzt anfangen zu kommen, um Sukkot zu feiern, dann kann ich die Schritte des kommenden Messias hören!“

 

Tröstet mein Volk

Die Anwesenheit von Nichtjuden in Jerusalem, die Sukkot feierten, wurde zu einer kraftvollen prophetischen Aussage für Israel selbst und zu einer großen Quelle des Trostes. Dies zeigte sich insbesondere im folgenden Jahr bei der ersten öffentlichen christlichen Sukkotfeier im Jahr 1980.

 

Im Sommer 1980 gaben die 13 Nationen, die noch ihre Botschaften in Jerusalem unterhielten, der Androhung eines Ölembargos durch die Arabische Liga nach, gaben Jerusalem auf und verlegten ihre Botschaften nach Tel Aviv. Die Stimmung in Jerusalem sank, als die Israelis sahen, dass die Weltgemeinschaft unter dem arabischen Öldruck einknickte, anstatt moralischen Prinzipien zu folgen und in Israels Hauptstadt zu bleiben. Ein israelischer Freund, der damals hier lebte, sagte, dass in Israel eine düstere Atmosphäre herrschte, als die Menschen erkannten, dass die Juden nur 35 Jahre nach dem Holocaust weiterhin nicht auf internationale Unterstützung oder Sympathie zählen konnten.

 

Bei dieser ersten öffentlichen Zusammenkunft von Christen Ende September 1980 wurde die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem gegründet, um dem Volk Israel zu zeigen, dass es nicht allein ist. Trotz der Entscheidungen ihrer jeweiligen Regierungen standen Christen aus der ganzen Welt an der Seite des jungen Staates Israel und seiner ewigen und ungeteilten Hauptstadt Jerusalem. Es war zweifellos ein von Gott gegebener kairos-Moment. Als Israel von vielen allein gelassen wurde, reagierten Christen aus etwa 32 Nationen mit Liebe, Unterstützung und Gebet.

 

Von da an wurden immer mehr israelische Politiker auf die neue Welle der Unterstützung evangelikaler Christen für ihr Land aufmerksam. Jerusalems beliebter Bürgermeister Teddy Kollek nahm 1980 an der offiziellen Eröffnung der christlichen Botschaft teil, und im Jahr darauf kam der angesehene israelische Ministerpräsident Menachem Begin und hielt eine Ansprache auf dem Fest, das auf 3.000 christliche Pilger aus aller Welt angewachsen war. Seitdem haben Israels Präsidenten, Premierminister, Kabinettsminister, Knessetmitglieder und institutionelle Führer dieser wachsenden Bewegung christlicher Unterstützer Israels Anerkennung gezollt. Sie hat ein solches Ausmaß erreicht, dass Premierminister Benjamin Netanjahu die evangelikalen Christen wiederholt als Israels beste Freunde bezeichnet hat.

 

Ein neuer Kairos-Moment

Hier in Jerusalem spüren wir, dass wir uns heute wieder in einem solchen Kairos-Moment befinden, ähnlich wie 1980. Der weltweite Antisemitismus ist auf dem Vormarsch und hat ein Ausmaß erreicht, wie es seit der Wiedergeburt Israels als Nation im Jahr 1948 noch nie dagewesen ist. Es handelt sich um eine globale Plage, die Zehntausende und sogar Hunderttausende von israelfeindlichen und antisemitischen Demonstranten auf die Straßen unserer Städte weltweit treibt. Bei diesen Massenkundgebungen fordern sie offen die Zerstörung Israels „vom Fluss bis zum Meer“ und den Tod der Juden, meist ohne Eingreifen der Regierung.

 

Parallel dazu trauert Israel immer noch um die 1.200 Israelis, die bei dem Massaker vom 7. Oktober ermordet wurden und die hunderten israelischen Soldaten und Polizisten, die seit dem 7. Oktober starben. Das Land betet noch immer für die Freilassung der verbleibenden Geiseln im Gazastreifen und für die vielen verletzten israelischen Soldaten. Etwa ein Drittel der Bevölkerung leidet unter posttraumatischem Stress aufgrund des schrecklichen, unmenschlichen Abschlachtens der vielen unschuldigen Israelis während der Hamas-Terrorinvasion aus dem Gazastreifen.

 

Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir nicht einfach nur schweigend zusehen können; vielmehr sind wir aufgerufen, unsere Liebe und Sorge für Israel auf reale, praktische Weise zu zeigen und das Land einmal mehr daran zu erinnern, dass es nicht allein ist!

 

Eine strategische Entscheidung des Vorstands

Anfang Februar traf sich das internationale Kuratorium der Christlichen Botschaft und traf eine strategische Entscheidung. Wir beteten dafür, dass das Laubhüttenfest 2025 zur größten christlichen Solidaritätsaktion in Israel in diesem Jahr wird, um dieser Nation und diesem Volk wie vor 45 Jahren zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Die Vorstellung, dass wieder Tausende Christen durch die Straßen Jerusalems marschieren würden, erschien uns als ein zeitgemäßes, kraftvolles Zeichen an Gottes Volk, dass er sich um sie kümmert.

 

Um die Bedeutung dieses Moments zu unterstreichen, hat der ICEJ-Vorstand beschlossen, das diesjährige Fest in vollem Umfang zu unterstützen und so viel wie nie zuvor zu investieren. Wir haben den Eintrittspreis für das Fest in einer noch nie dagewesenen Weise gesenkt. Jeder Christ, der sich diesem zeitgemäßen Aufruf zur Solidarität mit Israel anschließen möchte, kann für einen symbolischen Preis von etwa 110 Euro an allen Festaktivitäten in Jerusalem teilnehmen. Dieser Preis deckt Ihre Teilnahme an den vier vollen Tagen der Feierlichkeiten in Jerusalem ab, einschließlich des Appells der Nationen, der israelischen Besuchernacht, des Abendmahlsgottesdienstes im Gartengrab, der Jugendnacht, der besonderen Gebets- und Heilungssitzungen und natürlich des allseits beliebten Jerusalem-Marsches durch die Straßen der Hauptstadt.

 

Das ist der niedrigste Preis seit 1980, und wir beten, dass Gott diese Investition segnet und damit Israel gegenüber lautstark zum Ausdruck bringt, dass wir in Zeiten der Not tatsächlich Freunde sind. Wir beten, dass insbesondere der diesjährige Jerusalem-Marsch ein starkes Signal der christlichen Unterstützung und des Trostes für Israel sein wird.

 

Schließen Sie sich den „Zehn aus allen Nationen“ an!

Bitte erwägen Sie im Gebet, sich uns beim diesjährigen Fest zusammen mit anderen Pilgern aus der ganzen Welt anzuschließen, wenn wir uns versammeln, um den König der Könige in Zion anzubeten und auf die Straßen Jerusalems zu gehen, um unsere Liebe und Unterstützung kraftvoll zu zeigen. Möge dies ein Anstoß sein, Ihren Blick und Ihre Reisepläne Richtung Jerusalem zu richten.

 

Das Thema des diesjährigen Festes ist eine prophetische Aufforderung an uns alle: „Zehn aus jedem Volk“. Diese Passage aus Sacharja 8,23 fordert nicht, dass nur zehn Menschen aus jeder Nation kommen, sondern ruft dazu auf, dass mindestens zehn Pilger aus jeder Nation kommen. Achten Sie also darauf, dass es einen gerechten Rest von mindestens zehn Gläubigen gibt, die Ihr Land beim diesjährigen Fest vertreten. In den vorangehenden Versen von Sacharja 8,20-22 ist von Städten und starken Nationen die Rede, die nach Jerusalem kommen. Dort heißt es auch: „und die Bürger der einen Stadt werden zur andern gehen und sagen: Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.“

 

Wenn Sie spüren, dass Gott zu Ihnen spricht, während Sie diese Worte lesen, rufen Sie Freunde an, Ihren Pfarrer, Ihre Kirche oder Gebetsgruppe, und sagen Sie: „Lasst uns gehen..., ich will mit euch gehen.“

Ich freue mich darauf, Sie in Jerusalem zu sehen, um Jesus anzubeten und mit seinem geliebten Volk Israel vereint zu stehen. „Du aber, HERR, bleibst ewiglich und dein Name für und für. Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen“ (Psalm 102,13-14)

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