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Shalom Shtamberg, einer der wohl letzten Überlebenden des Warschauer Ghettos und der letzte Überlebende des KZ Bisingen, starb im August 2021 im Alter von fast 96 Jahren.
Shalom wurde in Polen geboren. 1940 zwangen die Nationalsozialisten ihn und seine Familie, ins Warschauer Ghetto „umzuziehen“. Als ihm bewusst wurde, dass er das Leid und den Hunger dort nicht überleben würde, flüchtete er. Nachdem er sich einige Zeit unentdeckt durchschlagen konnte, wurde er verhaftet und ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Es folgten weitere Deportationen in die Konzentrationslager Buchenwald, Bisingen und Dachau. Unter unmenschlichen Bedingungen musste Shalom schwere Zwangsarbeit leisten. Nach seiner Befreiung 1945 erfuhr er, dass seine Eltern und Geschwister in Auschwitz ermordet worden waren. Insgesamt verlor er 150 Angehörige im Holocaust. Dass er selbst überlebte, erklärte Shalom mit den Worten: „Gott hat gewollt, dass jemand am Leben bleibt, damit er erzählen kann, was geschehen ist.“ Shalom und seine Frau Zelda lebten in der Nachbarschaft des Haifa-Heims für Holocaustüberlebende der ICEJ. Beide waren dem Haifa-Heim sehr verbunden und nahmen regelmäßig an gemeinsamen Aktivitäten sowie Gedenkveranstaltungen teil. Mitarbeiter des Haifa-Heims begleiteten die beiden zu Arztbesuchen und standen ihnen mit viel praktischer Hilfe zur Seite. Shalom sprach regelmäßig vor Besuchergruppen des Museums im Haifa-Heim. Im Alter von 93 Jahren feierte er seine Bar Mitzwa im Beisein von rund 200 Gästen. In den letzten Monaten verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide, er erkrankte an einer Lungenentzündung und verlor sehr viel Gewicht. Shalom war ein sehr freundlicher und gutmütiger Mensch. Er wird den Bewohnern und dem Team des Haifa-Heims sehr fehlen. (Foto: ICEJ, Shalom Shtamberg)
Shaloms Überlebensgeschichte wurde von FASZINATION ISRAEL dokumentiert.
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