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Rosch Haschana – Das Fest der Trompeten

Rosch Haschana - Das Fest der Trompeten

Tage der Ehrfurcht?
Petra van der Zande
Jüdisches Neujahrsfest

Rosch Haschana, das in 3. Mose 23 als „heilige Versammlung“ bezeichnet wird, gilt in Israel als Tag des Gerichts. Das Fest dauert zwei Tage. Am ersten Tag bläst man das Schofarhorn (Widderhorn). Sein Klang soll die Gläubigen „aufwecken“ und sie an das herannahende Gericht erinnern. Danach folgt das Taschlich-Ritual. Dabei wirft man symbolisch die eigenen Sünden in fließendes Wasser.

Rosch Haschana als Jahrestag der Schöpfung

Im Kern versteht man Rosch Haschana als den Jahrestag der Schöpfung. An diesem Tag zieht die gesamte Menschheit am Schöpfer vorbei – wie Schafe an einem Hirten. Drei Bücher liegen offen. Im Buch des Lebens werden die Gerechten eingeschrieben. Die Gottlosen löscht man aus (Psalm 69,28). Menschen, die zwischen beiden Gruppen stehen, erhalten Zeit bis Jom Kippur. In diesen Tagen können sie Buße tun und sich ändern.

Die Zehn Tage der Umkehr

Obwohl Rosch Haschana Gericht bringt, glauben Juden, dass sie während der folgenden zehn Tage ihr Leben neu ausrichten können. Wer seine Taten ändert, kann das Urteil bis Jom Kippur zu seinen Gunsten beeinflussen. Das Ziel lautet: Den eigenen Namen im Buch des Lebens bewahren.

Rosch Haschana im Neuen Testament

Das Konzept erscheint auch im Neuen Testament. Beispiele sind Lukas 10,20, Philipper 4,3 und mehrere Stellen in der Offenbarung (3,5 und 20,12).

Grüße und Bräuche

In Israel grüßen sich die Menschen mit Worten wie „schana tova u’metuka“ („ein gutes und süßes Jahr“) oder g’mar chatima tova („Mögest du im Buch des Lebens eingeschrieben sein“).

Typische Speisen sind Äpfel mit Honig, die Süße und Frische symbolisieren. Auch ein Fischkopf steht auf dem Tisch. Er soll das „Haupt“ des neuen Jahres darstellen. Ein rundes Challah-Brot erinnert an den Kreislauf des Jahres.

Kleidung und Symbolik

Viele religiöse Juden tragen an Rosch Haschana weiße Kleider. Diese erinnern an das weiße Leinengewand des Hohenpriesters in der Zeit des Tempels. Gleichzeitig denkt man an die Verheißung aus Jesaja 1,18: Sünden sollen „weiß wie Schnee“ werden.

Aufruf zur Hilfe

Bitte hilf mit, armen jüdischen Familien zu Rosch Haschana Nahrung zu schenken. So können auch sie dieses bedeutende Fest würdig feiern. Dann erreicht der Klang des Schofarhorns ihre Herzen in seiner vollen Bedeutung.

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