MENÜ

Zur diesjährigen Online-Feier des ICEJ-Laubhüttenfests (20.-27. September) zum Thema „Die Tage des Elia“ dachten wir uns etwas Besonderes aus: Eine virtuelle Sukkot-Reise durch Israel! Mehr als 5.000 Teilnehmer aus über 100 Ländern waren angemeldet, darunter mehr als 300 aus Deutschland, über 100 aus der Schweiz und rund 30 aus Österreich. Viele schauten gemeinsam mit Freunden, der Familie oder ihrer Gemeinde.
Die bunte, abwechslungsreiche Feier begann mit der Fahnenparade der Nationen auf den Hulda-Stufen südlich des Tempelbergs in Jerusalem. Anzunehmen ist, dass schon Jesus auf diesen Stufen zum Tempel hochstieg. ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler begrüßte die Zuschauer herzlich: „Willkommen! Gerne wären Sie nach Jerusalem gekommen, doch jetzt bringen wir das Fest in Ihre Wohnzimmer und Gemeinden und beten, dass ein prophetisches Wort von Jerusalem ausgeht, das Sie segnen und Ihr Leben verändern wird. Möge der Heilige Geist auch in Ihrer Nation wirken!“ Entsprechend der jüdischen Sukkot-Tradition segneten messianische und arabische Pastoren aus Israel sowie ICEJ-Mitarbeiter die Nationen weltweit. Der krönende Abschluss war das Gebet für Israel. Shilo Ben Hod und seine Band begeistertenmit hebräischen Liedern. Die Vielfalt der Nationen wurde von Musikern u.a. aus Südafrika, Island, Taiwan und vom „Ende der Erde“, den Fidschi-Inseln, präsentiert.
Besonders war der Tag in Nordisrael auf dem See Genezareth. Vesna Bühler und Ruth Plummer ließen Lobpreis über dem Wasser erklingen. Örtliche arabische Christen und messianische Juden berichteten, wie es ist, dort zu leben, wo Jesus viele Jahre seines Lebens verbrachte – und was der Herr heute in Galiläa tut. Auch die Bedrohung des Nordens durch Raketen der Hisbollah kam zur Sprache, der die ICEJ durch das Aufstellen von Schutzbunkern begegnet. Spannend war zudem ein Kurzfilm über die Entdeckung des 2000 Jahre alten „Jesus-Boots“, das der See 1986 freigab. Auf unglaubliche Weise wurde es geborgen, fachgerecht präpariert und kann im Kibbuz-Ginosar-Museum besichtigt werden.
Ein geschichtsträchtiger Ort ist Qumran am Toten Meer, wo 1947 die berühmten Schriftrollen gefunden wurden, die aus Jesu Zeit vor 2.000 Jahren stammen. Der Archäologe Joe Uziel von der israelischen Altertumsbehörde berichtete über die unschätzbare Bedeutung der Schriftrollen vom Toten Meer für die Bestätigung der Genauigkeit der Bibel. ICEJ-Referent Pastor Malcolm Hedding sprach über Johannes den Täufer, der nicht weit entfernt von Qumran am Jordan taufte und im Geist und der Kraft des Elia den Weg für Jesus bereitete. Sehr bewegend war auch die hebräisch-arabische Lobpreiszeit mit Shilo Ben Hod und dem arabischen Israeli Nizar Francis in der Wüste.
In Jerusalem gab es eine besondere Abendmahlsfeier im Gartengrab. Viele glauben, dass Jesus hier gekreuzigt und begraben wurde – und auferstanden ist! Pastor Wayne Hilsden (King of Kings Community Jerusalem) forderte uns in seiner Predigt auf, an den wahren Jesus zu glauben, wie ihn die Bibel beschreibt. Der messianische Pastor Avraham Ben Hod und der arabische Pastor Vincent Shamas setzten in der friedlichen Atmosphäre des Gartens gemeinsam das Abendmahl ein. „Die Austeilung und Segnung von Brot und Kelch am Ort des Grabes Jesu und verbunden sein mit der Gemeinde Jesu weltweit hat uns sehr berührt“, berichteten Anette und Ulrich Freischlad (Krefeld).
Um für Israel und die Nationen zu beten, waren wir zu Gast bei Sukkat Hallel. Es ist eines der ältesten Gebetshäuser Jerusalems, geleitet von Rick und Patricia Ridings, mit spektakulärem Blick auf den Tempelberg. Die israelische Lobpreisgruppe um Tal Rosenberg führte die Teilnehmer mit englischen, hebräischen und arabischen Liedern in die Gegenwart Gottes. Per Videokonferenz zugeschaltet beteten verschiedene ICEJ-Direktoren um Erweckung in den Nationen. Höhepunkte waren das Heilungsgebet und die Gebetszeit für die aus aller Welt eingesandten Gebetsanliegen. „Seit längerer Zeit beschäftigte mich etwas, das ich einfach nicht lösen konnte. Das Gebet für die Teilnehmer hat mich total freigesetzt und mein Problem schlagartig gelöst“, schrieb Claudia Wurster (Waiblingen) dankbar und begeistert.
An zwei Tagen sprachen wir mit örtlichen Leitern aus Jerusalem in unserer schönen Sukka mit Blick auf die Altstadt über biblische Themen und das aktuelle Zeitgeschehen. Wir hörten ermutigende Predigten, wunderbare Lobpreislieder und spannende Beiträge aus Israel und aller Welt. So erklärte der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández, warum er dieses Jahr die Botschaft seines Landes nach Jerusalem verlegte. Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Alijah & Soziales, berichtete über ICEJ-Bildungsprojekte in Jerusalem, die gleichzeitig die Koexistenz von Juden und Arabern fördern. Von jüdischen und arabischen Gästen hörten wir vom Wunder der „Jesaja-19-Straße“, die Prophetie aus Jesaja 19,23-25, die sich in unseren Tagen zunehmend erfüllt. Und Autor Joel Rosenberg gab Einblicke in die Entwicklung der israelisch-arabischen Abraham-Abkommen.
Das große Finale feierten wir in Haifa. Nicole Yoder besuchte dort unser Heim für Holocaustüberlebende und hörte von Heimdirektor Schimon Sabag und Yudit Setz, ICEJ-Koordinatorin im Haifa-Heim, von der Gründung, guten Zusammenarbeit und anstehenden Projekten im Heim. Bewohnerin Renate Kaufman, 1937 in Essen geboren, erzählte ihre bewegende Überlebensgeschichte. Auf dem Berg Karmel waren Peter Tsukahira und Pastor Daniel Sayag von der Karmel-Gemeinde unsere Gastgeber. Hier erhörte Gott Elias Gebet, als dieser die Baalspriester herausforderte, und erwies sich mit verzehrendem Feuer als der wahre Gott Israels. Mit Lobpreis und dem Gebet, dass die Kraft und der Geist Elias auch heute auf die Gemeinde Christi kommen mögen, endete das gesegnete Laubhüttenfest 2021.
Teile diesen Beitrag:
Ernst Krakenberger überlebte den Holocaust, weil die christliche Familie Stockmann ihn aufnahm und versteckte.
Ernst Krakenberger überlebte den ...
Organisiert von der ICEJ trafen sich 120 tschechische, slowakische und deutsche Zehntklässler in Prag. Ein Besuch im ehemaligen Ghetto Theresienstadt gehörte zu den eindrücklichsten Erlebnissen.
Organisiert von der ICEJ trafen sich 120 tschechische, slowakische und deutsche Zehntklässler in Prag. E...
Unsere Holocaustüberlebenden sind sehr besorgt über die Zunahme des Antisemitismus, insbesondere in der westlichen Welt.
Unsere Holocaustüberlebenden sind sehr besorgt über die Zunahme des Antisemitismus, insbesondere in der ...
Tora-Unterricht von Christen für Juden: Eine Besonderheit in unserem Haifa-Heim.
Tora-Unterricht von Christen für Juden: Eine Besonderheit in unserem Haifa-Heim.
Der Begriff „Zweistaatenlösung“ prägt seit fast 50 Jahren die Debatte um die Zukunft Israels. Die Weltpolitik präsentiert die zukünftige territoriale Aufteilung des Staates Israels als alternativlos, ohne eine Diskussion oder andere Lösungsvorschläge zuzulassen.
Der Begriff „Zweistaatenlösung“ prägt seit fast 50 Jahren die Debatte um die Zukunft Israels. Die Weltpo...
Das Tote Meer wird im ersten Teil der Bibel
Salzmeer genannt.
Das Tote Meer wird im ersten Teil der Bibel
Salzmeer genannt.