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Aaron Zolty wurde 1926 in Lodz geboren. Er war der Sohn von Dina und Shlomo Zolty und hatte zwei ältere Geschwister - Abraham und Elka. Aaron lebte im Zentrum von Lodz, im jüdischen Viertel. Im Elternhaus wurde unter der Leitung des Vaters eine Kleidungsfabrik mit 14 Angestellten geführt. Die Familie Zolty genoss ein sehr gutes und angenehmes Leben. Aaron besuchte bis 1938 die Volksschule ohne einen Abschluss zu machen.
Während des Krieges, musste Aaron mit seiner Familie im Mai 1940 isoliert im Ghetto Lodsch, auch Ghetto Litzmannstadt genannt, unter schrecklichen Bedingungen leben. Es war das am längsten existierende nationalsozialistische Ghetto und nach dem Warschauer Ghetto das zweitgrößte. Es diente, wie die anderen NS-Ghettos auch, vor allem als Zwischenstation vor der Deportation in die Vernichtungslager. Die Lebensbedingungen im Ghetto waren unmenschlich: Die Bewohner litten unter Unterernährung, starben massenhaft an Krankheiten oder erfroren im Winter; teilweise starben sie auf offener Straße. Von der SS wurden immer mehr Menschen wegen ihrer jüdischen Herkunft, vor allem aus Westeuropa, in das KZ-Sammellager „Ghetto Litzmannstadt“ deportiert. Zwischen 1940 und 1944 starben 43.441 Personen innerhalb des Ghettos. Im Mai 1941 gab es rund 20.000 Tuberkulose-Infizierte. Auch Aarons Eltern waren im Ghetto vor Hunger umgekommen. Die Hochzeit ihrer Tochter Elka hatten die beiden im Ghetto noch miterlebt.
Die Geschwister wurden im August 1944 in Viehwaggons unter schrecklichen Bedingungen nach Auschwitz/Birkenau deportiert. Die Fahrt dauerte 72 Stunden. Sie waren ohne Nahrung, Wasser, ausreichend Sauerstoff und ohne medizinische Versorgung. Im Vernichtungslager wurden Aaron und seine Geschwister von Dr. Mengele selektiert. Die Brüder wurden zur Zwangsarbeit eingeteilt. Aarons Schwester Elka wurde nach Bergen-Belsen deportiert und dort von der SS ermordet. Aaron erfuhr dies nach dem Krieg.
Aaron und Abraham schickte man in die Dusche. Dort wurden sie von der SS mit der Peitsche geschlagen, bekamen die Haare abgeschnitten, und wurden in Häftlingskleidung, die bekannten gestreiften Pyjamas, gesteckt. Nach einer Woche Zwangsarbeit wurde Abraham in ein anderes Lager gebracht; seine letzten Worte zu Aaron waren: „Nach dem Krieg treffen wir uns Zuhause!“ Aaron hat seinen Bruder nie wieder gesehen. Abraham kam in Gross-Rosen ums Leben.
Aaron wurde nach einem Monat im Kinderblock in ein Außenlager von Auschwitz verlegt - nach Trzebinia. Dort wurde am Ausbau einer Erdöl Raffinerie GmbH gearbeitet. Aaron verrichtete dort alle mögliche Arten von Arbeit. Während seiner Zeit im Zwangsarbeitslager machte Aaron eine besondere Erfahrug mit einem deutschen Soldaten. Der Soldat versorgte Aaron und einige weitere jüdische Häftlinge mit Nahrung. Jeden Tag brachte er ihm ein belegtes Brot und nannte ihn „mein Sohn“. Vermutlich empfand er Mitleid mit dem jüdischen Volk - und Aaron hätte ohne seine Hilfe nicht überlebt. Der Soldat kehrte einst nach einer Schlacht mit den Westmächten verletzt ins Lager zurück und schmuggelte dabei die doppelte Menge Nahrung durch. Als die Russen aufmarschierten wollte der deutsche Soldat Aaron mitnehmen, aber es gab keine Chance, den Jungen aus dem Lager zu befreien. Nach dem Krieg trafen sich der Deutsche und Aaron in Hannover.
Aaron musste am 17.01.1945 nach Auschwitz zurückgehen - 60km zu Fuß. Am 18.01.1945 kam er in dem Vernichtungslager an. Von 600 jüdischen Häftlingen hatte nur knapp die Hälfte den Marsch überlebt. Irgendwie gelang es Aaron kurz vor der Ankunft in den Baracken von Auschwitz, sich unbeobachtet aus der Reihe zu stehlen. Er fand ein Versteck in einem abgelegenen Gebäude. Ein jüdischer Arzt kümmerte sich dort in den Räumen um die medizinisch misshandelten Opfer von Mengele. Aaron traute seinen Augen kaum: So viel Grausamkeit. Währenddessen begannen die Deutschen allmählich aus dem Lager abzuziehen und vor den Russen zu fliehen. Am 27.01.1945 wurde Aaron von der Roten Armee befreit. Zum Zeitpunkt seiner Befreiung wog er 28kg.
Aaron hat als einziger seiner Familie den Holocaust überlebt. Er suchte damals noch nach seiner Schwester in Deutschland. Dann erfuhr er von ihrer Ermordung in Bergen Belsen.
Aaron lernte in Blankenese seine Frau kennen und machte mit ihr am 30.05.1947 eine legale Alijah nach Palästina. Zunächst lebte das junge Ehepaar im Kibbuz Hulda, danach in Rosch Pina. Aaron arbeitete 52 Jahre lang als Krankenpfleger. Er ist heute Vater von drei Kindern hat acht Enkel und sechs Urenkelkinder. Aaron und seine Frau Sima sind bis heute glücklich verheiratet und leben in Bat Yam.
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Aaron was born in Lodz. He was the son of Dina and Shlomo Zolty and had two older siblings, Abraham and Elka. Aaron lived in the center of Lodz, in the Jewish quarter. In the home was a clothing factory with 14 employees conducted under the direction of his Father. The Zolty family enjoyed a very good and comfortable life. Aaron attended the elementary school until 1938.
In May 1940, Aaron and his family were moved to Ghetto Lodz, and lived under terrible conditions. It was the longest running Nazi ghetto and after the Warsaw Ghetto, the second largest. It served as the other Nazi ghettos too, especially as a stopover for deportation to the extermination camps. The living conditions in the ghetto were inhumane: the residents suffered from malnutrition, died en masse from diseases or froze to death in winter; many died on the open street. More and more people especially from Western Europe were deported to the concentration camp.
Between 1940 and 1944, 43,441 people died in the ghetto. In May 1941, there were 20,000 cases of tuberculosis. Even Aaron's parents had died in the ghetto from hunger. Only two sons witnessed the wedding of the daughter Elka in the Ghetto.The siblings were deported in August 1944 in cattle cars to Auschwitz in terrible conditions. The trip took 72 hours. Without food, water, or sufficient amount of oxygen and without medical care.
In Auschwitz Aaron and his siblings were selected by Dr. Mengele. The brothers were assigned to forced labour. Aaron's sister Elka was deported to Bergen-Belsen where she murdered by the SS. Aaron discovered that after the war. Aaron and Abraham were sent into the shower. There they were beaten by the SS with the whip, had their hair cut off, and were given the well-known striped pajamas, the inmates clothing to wear.
After a week of forced labor, Abraham was taken to another camp; his last words to Aaron were : "After the war we will meet at home! " Aaron never saw his brother again, Abraham died in Gross-Rosen.
Aaron came after a month of children's block in a subcamp of Auschwitz and was sent Trzebinia. There they worked on the expansion of a petroleum refinery company. Aaron was doing there all possible types of work. During his time in the forced labour camp Aaron had a special experience with a German soldier. The soldier supplied Aaron and some other Jewish prisoners with food. Every day he brought him a sandwich and called him “my son “. Presumably, he had compassion for the Jewish people and Aaron would not have survived without his help. The soldier returned injured once after a battle with the Western Powers and when back to the camp he smuggled in as much food as he could. During the deployment of the Russians, the German soldier wanted to take Aaron, but there was no chance to free the boy from the camp. After the war, the German and Aaron met in Hanover.
On 17.1.1945 Aaron was sent on the forced back to Auschwitz, a march of 60km. On 18.01.1945 he arrived at the extermination camp. From 600 Jewish prisoners only half had survived the march. Somehow Aaron had managed unobserved to move away from the group. He found a hiding place in a secluded building. There a Jewish doctor took care of the medically abused victims of Mengele. So much cruelty.
Meanwhile the Germans began to gradually leave the camp and flee from the Russians. On 27.01.1945 Aaron was liberated by the Red Army. At the time of his liberation, he weighed 28kg. Aaron is the only survivor of the Holocaust from his family. He was looking for his sister in Germany, then he learned of her murder in Bergen Belsen.
Aaron met his wife in Blankeneser and on 30.05.1947, made with her a legal Aliya to Palestine.
First, the young couple lived in Kibbutz Hulda, then in Rosh Pina. Aaron worked for 52 years as a nurse. He is now a father of three children, has eight grandchildren and six great-grandchildren. Aaron and his wife Sima are married happily today and live in Bat Yam.




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